Hausverkauf: 3 Checklisten zum Erfolg

Bei der Veräußerung der eigenen Immobilie ist eine strukturierte und zielgerichtete Vorbereitung maßgeblich für einen ungehinderten Ablauf und ein zufriedenstellendes Ergebnis. Dabei ist es immer sinnvoll sich einen Überblick, über die Anforderungen des Prozesses, in Form von Checklisten zu machen. In diesem Ratgeber haben wir drei wichtige Listen für den Hausverkauf für Sie vorbereitet: Für die Vorbereitung auf den Hausverkauf, eine mit den wichtigsten Unterlagen und abschließend die wichtigsten Punkte des Übergabeprotokolls. Dank dieser Checklisten können Sie den Hausverkauf steuern und effizient, sowie erfolgreich über die Bühne bringen.

Vorbereitung auf den Immobilienverkauf mit Hilfe einer Checkliste

1. Wichtige Fragen vor dem Hausverkauf

Bei einer guten Vorbereitung und einer organisierten Durchführung steht dem Verkauf der eigenen Immobilie grundsätzlich nichts im Weg. Dennoch ist es ratsam vor dem Verkauf alle Eventualitäten sorgfältig durchzugehen, um nicht unvorbereitet auf Schwierigkeiten zu stoßen. Diese 6 Tipps helfen ihnen bei ihrem Entschluss zum Hausverkauf:

1 - Wählen Sie den Idealen Zeitpunkt um Ihre Immobilie zu verkaufen.
Hierbei sind zum Beispiel folgende Aspekte zu beachten:

  • Wie ist die wirtschaftliche Situation auf dem Immobilienmarkt?
  • Wie lange wird der Verkauf voraussichtlich dauern?
  • Wann wird der Erlös aus dem Verkauf benötigt?

2 - Bringen Sie mit Hilfe einer Wertermittlung den Verkehrswert Ihrer Immobilie in Erfahrung.

  • Stimmt die persönliche Einschätzung mit dem Wertgutachten überein?
  • Wie weit darf der Verkaufspreis, von dem in der Wertermittlung errechneten, abweichen?

3 - Informieren Sie sich über Steuern die bei einem Hausverkauf anfallen können.

  • Ist eine Spekulationssteuer fällig?
  • Ist aufgrund der Drei-Objekt-Grenze gegebenenfalls eine Gewerbesteuer zu entrichten?

4 - Entscheiden Sie über die Beauftragung eines Immobilienmaklers.

  • Wie viel Zeit kann investiert werden?
  • Wie gut ist die Selbstrecherche im Vergleich mit der Erfahrung eines Maklers?

5 - Kümmern Sie sich ggf. rechtzeitig um eine Anschlussimmobilie.

  • Wie wird das neue Eigenheim finanziert?
  • Kann der Umzug rechtzeitig organisiert werden?

6 - Erkundigen Sie sich, ob eventuell eine Vorfälligkeitsentschädigung anfällt.

2. Checkliste der notwendigen Unterlagen

Wenn der Entschluss zum Verkauf der Immobilie gefallen ist, werden einige wichtige Dokumente benötigt um sich auf den Verkauf vorzubereiten. Unabhängig davon, ob Sie Ihre Immobilie mit oder ohne Makler verkaufen möchten, ist sowohl vor dem Hausverkauf, als auch wenn Sie Ihre Wohnung verkaufen möchten, eine Checkliste sehr hilfreich. Folgende Dinge gehören zu den wichtigsten Unterlagen bei dem Immobilienverkauf:

  • Automatisierte Liegenschaftskarte (ALK): Auf dieser Karte sind die Grenzen des Grundstücks und die umgebenden Grundstücke graphisch dargestellt. Die Automatisierte Liegenschaftskarte ist beim zuständigen Katasteramt erhältlich.

  • Bauakte: In der Bauakte sind die Baugenehmigung, Beschreibung und Zeichnungen enthalten. Beim Hausverkauf ist es möglich die Bauakte von Ihrer Stadt oder Gemeinde zu erhalten.

  • Energieausweis: Der Gesetzgeber schreibt vor, dass bei dem Hausverkauf ein Energieausweis vorliegen muss. Dieses Dokument ermöglicht es den potentiellen Käufern, die Immobilie nach energetischen Kriterien zu bewerten. Für Immobilien mit weniger als 50m² Nutzfläche und für Baudenkmäler wird der Ausweis nicht benötigt.

  • Exposé: Wenn Sie eine Immobilie verkaufen, benötigen Sie ein ansprechendes, aussagekräftiges Exposé mit guten Innen- und Außenaufnahmen sowie Grundrisse der Immobilie. In dem Exposé sollten, neben einer attraktiven Beschreibung, Informationen über die Lage, die Geschichte und die laufenden Betriebskosten von dem Verkaufsobjekt enthalten sein. Hier lohnt es sich einen Makler zu Rate zu ziehen, denn erwiesenermaßen ist die Qualität des Exposés maßgeblich für den Erfolg bei Interessenten.

  • Grundbuchauszug: Als Verkäufer benötigen Sie einen aktuellen Grundbuchauszug. Er ist nicht nur der Nachweis, dass sie tatsächlich der Eigentümer der Immobilie sind, die veräußert wird. Er enthält außerdem weitere Informationen zu eventuellen Lasten und Rechten Dritter auf der Immobilie, wie Wohnrechte oder Wegerechte, die für die Kaufinteressenten besonders wichtig sind.
    Beim Hausverkauf sollte der Grundbuchauszug nicht älter als drei Monate sein und kann beim Grundbuchamt beantragt werden. Wenn Sie selbst keine Zeit für den Antrag haben, können Sie einen Notar oder einen Makler beauftragen, der sich um die Beschaffung der Unterlagen kümmert. Zu empfehlen ist es, eine beglaubigte Kopie anfertigen zu lassen. Der Grundbuchauszug wird kostenpflichtig erstellt.

  • Kubatur: Für den Hausverkauf benötigen Sie oftmals das Volumen Ihres Gebäudes (Kubatur). Diese Kennzahl ist besonders für die Bank von Bedeutung, die den Kauf der Immobilie finanziert, da sie so den Beleihungswert der betreffenden Immobilie ermitteln können.

  • Nachweise über die Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen: Hierzu gehören die Rechnungen und die Leistungsbeschreibungen, die Sie von den jeweiligen Handwerkern bekommen haben. Sie können als Ergänzung der Bauakte angesehen werde.

  • Zusatz für Eigentumswohnungen: Hier gehören auch die Teilungserklärung, die Jahreswirtschaftspläne, Rechnungen über Modernisierungsmaßnahmen, gegebenenfalls Mietverträge und sogar die Protokolle der Eigentümerversammlung, sowie die Abrechnungen zum Wohngeld der letzten drei Jahre auf die Checkliste der Unterlagen. Beim Verkauf Ihrer Eigentumswohnung muss die Gebäudesach- und Feuerversicherung ebenfalls vorliegen. Diese Unterlagen benötigen Sie nur bei dem Verkauf eines Mehrfamilienhauses, oder wenn Sie Ihre Eigentumswohnung verkaufen.

Bei der Vorbereitung Ihres Immobilienverkaufs können Sie auf der Checkliste vermerken, welche Unterlagen bereits vorliegen, welche Sie beantragt haben und welche Gebühren Ihnen entstanden sind. Alternativ können Sie auch einen Makler beauftragen. Ein guter Makler wird den Verkauf steuern und Ihnen genau sagen, was er für den Verkauf von Ihnen an Unterlagen benötigt und wo Sie diese beschaffen können. Wobei der genaue Umfang der Leistung in dem jeweiligen Maklervertrag festgehalten werden kann.

Info

Eigentümer, die ihr Haus ab Juli 2018 verkaufen wollen, sollten vorher die Gültigkeit ihres Energieausweises prüfen und ihn gegebenenfalls erneuern lassen. Der Verkauf ohne gültigen Energieausweis kann zu Bußgeldern bis zu 50.000 Euro führen!

3. Alles zum Übergabeprotokoll

Nach der Unterzeichnung des Kaufvertrages beim Notar und dem rechtsgültigen Verkauf des Hauses, muss noch einiges bei der Übergabe beachtet werden. Zur rechtlichen Absicherung bietet es sich an ein Übergabeprotokoll zu führen. Folgende Punkte gehören auf die Checkliste bei der Übergabe:

  • Festhalten von Mängeln: Für jeden Raum und im Außenbereich sollte festgehalten werden inwiefern Mängel bestehen.

  • Rechnungen: Alle Rechnungen, die die Immobilie betreffen (sämtliche Handwerkerrechnungen) müssen dem Käufer beim Immobilienverkauf übergeben werden.

  • Schlüsselübergabe: Als Verkäufer müssen Sie dem Käufer bei der Schlüsselübergabe alle Schlüssel, die zum Haus gehören, übergeben.

  • Übernahme von Geräten: Falls der Käufer beim Verkauf auch Geräte übernommen hat, müssen ihm die entsprechenden Rechnungen, Garantiebelege, Lieferscheine und Bedienungsanleitungen ausgehändigt werden.

  • Zählerstände: Es müssen alle Zählerstände von Strom-, Gas- und Wasserzähler protokolliert werden.

Ein Hausverkauf ist in jedem Fall ein umfangreiches Unterfangen und sollte sorgfältig durchdacht sein. Doch gibt es keinen Grund, als Immobilienbesitzer in diesem Prozess zu verzweifeln. Konkretisieren Sie Ihre Vorstellungen am besten mit Hilfe dieser Checklisten vor, während und nach dem Verkauf Ihrer Immobilie, um so den größtmöglichen Ertrag zu erzielen und den Verkauf erfolgreich abzuschießen.


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