Die Vorteile eines Maklers beim Immobilienverkauf

Letztes Update: 21.08.2020

Der Immobilienverkauf kann sich als langwieriger und komplizierter Prozess herausstellen. Ein Makler kann bei diesem Problem Abhilfe schaffen. Erfahren Sie hier alles zu den Vorteilen, die Ihnen mit Abschluss eines Maklervertrags geboten werden.

Durch das Beauftragen eines Immobilienmaklers ist der Hausverkauf leicht gemacht

1. Was gehört zum Leistungsspektrum eines Immobilienmaklers?

Einen Makler zu beauftragen erleichtert den Immobilienverkauf erheblich, denn das Aufgabenspektrum eines Maklers umfasst noch viel mehr, als lediglich der Verkauf vor Ort.

Manche Verkäufer entscheiden sich dazu, keinen Makler zu beauftragen. Diese Immobilienbesitzer sollten sich sicher sein, dass sie qualifiziert sind, den Verkaufsprozess alleine abzuwickeln.

Der Immobilienmakler erfüllt Aufgaben, die meist zeitaufwendig sind und spezifische Kompetenzen erfordern. Das nötige Fachwissen über die Immobilienbranche oder das Erstellen eines aussagekräftigen Exposés sind Beispiele hierfür. Darüber hinaus gehört es zum Leistungsspektrum der Makler sich um folgende Dinge zu kümmern:

  • Wertermittlung und Immobilienbewertung beim Verkauf einer Immobilie

  • Beschaffung und Aufbereitung der nötigen Unterlagen für den Verkauf der Immobilie wie Energieausweis, Grundbuchauszüge, Grundrisse, Grundsteuerbescheid, usw.

  • Beratung zu Bau- und Vertragsrecht von Immobilien

  • Erstellung und ggf. Bearbeitung von qualitativ hochwertigen Objektbildern der Immobilie

  • Erstellung eines repräsentativen, ansprechenden und werbewirksamen Exposés

  • Ermittlung der Zielgruppe und Erarbeitung einer Marketingstrategie

  • Auswahl und Selektierung der Interessenten

  • Organisation, Durchführung und Koordination von Besichtigungsterminen

  • Durchführung der Verkaufsverhandlungen beim Verkauf der Immobilie

  • Bonitätsprüfung (Zahlungsfähigkeit) der Käufer

  • Vorbereitung des Notarvertrags und Abstimmung des Notartermins

  • Eine organisierte und reibungslose Objektübergabe

  • Nachbetreuung

Im Zentrum der Dienstleistung eines Immobilienmaklers steht nicht nur der Verkauf, sondern auch die Kundenbetreuung. Schließlich kann das Auftreten eines Maklers einen großen Einfluss auf die Entscheidung des potenziellen Abnehmers haben. Doch der Maklervertrag lohnt sich nicht nur für den Käufer.


2. Wie Makler vor teuren Fehlern schützen

Oft unterlaufen Eigentümern unbewusst ärgerliche Fehler beim privaten Hausverkauf. McMakler befragte rund 200 der bei ihnen beschäftigten Immobilienmakler. Die Ergebnisse dieser Umfrage lassen Rückschlüsse auf Tendenzen im Verbraucherverhalten zu. So gab jeder zweite der befragten Makler an, dass weniger als 20 Prozent seiner bzw. ihrer Kunden wussten, welche Unterlagen nötig sind, um ein privates Haus zu verkaufen. Gravierender waren allerdings die häufig vorkommenden Fehleinschätzungen seitens der Verkäufer bezüglich des Wertes ihrer Immobilie.

Der Immobilienwert wird häufig überschätzt

Oft haben Verkäufer eine emotionale Bindung zu ihrem Verkaufsobjekt, insbesondere dann, wenn sie selbst einmal in besagter Immobilie gewohnt haben. Dies führt nicht selten zur Fehleinschätzung bezüglich des erhofften Verkaufspreises der Immobilie.

So lässt sich aus den Ergebnissen der Umfrage ablesen, dass 42 Prozent aller Immobilienbesitzer den Wert ihres Eigentums zu hoch einschätzten. Vier von zehn derjenigen, die sich im Wert verschätzten, lagen dabei 20 bis sogar 40 Prozent über dem realistisch zu erwartendem Verkaufspreis.

Das Problem: Ein zu hoch angesetzter Preis kann potenzielle Käufer abschrecken. Dies gilt auch, wenn seitens des Verkäufers Verhandlungsbereitschaft besteht. Das geschulte Auge eines Maklers hilft hier bei dem Erwartungsmanagement und beschleunigt so den Verkaufsprozess.

Falsche Bescheidenheit wird zum Geldverlust

Auch kommt es vor, dass Besitzer den Wert ihres Eigentums geringer einschätzen, als dieser tatsächlich ist. In knapp zehn Prozent der Fälle haben Eigentümer den Verkaufspreis ihrer Immobilie zu niedrig eingeschätzt. Jeder Achte lag mit seiner Schätzung 20 bis 40 Prozent unter dem Verkaufspreis vergleichbarer Objekte.

Einem Immobilienbesitzer, der sich auf diese Weise verschätzt, geht Geld verloren. Eine Beispielrechnung: Man gehe von dem in Deutschland herrschenden Durchschnittspreis einer Immobilie von 200.000 Euro aus. Sollte ein Verkäufer sich hier 20 Prozent verschätzen, so macht er 40.000 Euro Verlust. Während hingegen die Maklerkosten in Form der Maklerprovision nur bei circa 10.000 Euro gelegen hätten. Selbst, wenn der Verkäufer diese Courtage alleine zu entrichten hätte, gingen ihm im Vergleich zum Maklerauftrag noch immer 30.000 Euro verloren.


3. Was sind die Vorteile eines Makleralleinauftrags?

Wenn Sie einen Makler mit einem Makleralleinauftrag beauftragen, legen Sie damit gleichzeitig den Verkauf Ihrer Immobilie in die Hände eines einzelnen Maklers. Der Makleralleinauftrag wird über eine feste Dauer geschlossen und der Makler wird nur im Erfolgsfall durch eine festgelegte Maklerprovision bezahlt. Der Makleralleinauftrag stellt eine Sicherheit für beide Seiten dar. Durch die Exklusivität und die vorab festgelegte Dauer wirkt sich ein Makleralleinauftrag sich sehr positiv auf das Engagement eines Maklers aus und hilft daher besonders dabei, wenn Sie eine Immobilie schnell verkaufen möchten. Bei einem “einfachen Makleralleinauftrag” sind Sie als Auftraggeber außerdem berechtigt, selbst nach Interessenten zu suchen und die Immobilie letztendlich ohne Makler zu verkaufen.

Info

Rechtsurteil zur automatischen Vertragsverlängerung

Darf sich ein Makleralleinauftrag sich automatisch verlängern? Auskunft dazu gibt Philipp Takjas, Syndikusanwalt von McMakler in einem weiteren Ratgeberartikel zum Urteil des Oberlandesgerichts Stuttgart zum Makleralleinauftrag vom 6. Februar 2019.


Fazit: Was sind die Vorteile eines Maklers?

Wer nicht selbst ein ausgeschriebener Experte der Immobilienbranche ist, sollte davon ablassen, den vielschrittigen und arbeitsintensiven Prozess des Verkaufs einer Immobilie ohne professionelle Hilfe abzuwickeln und stattdessen einen Maklervertrag abschließen. Ein Makler hilft nicht nur bei der Beschaffung aller nötigen Dokumente und der Kundenbetreuung, sondern schützt auch vor Fehleinschätzungen bezüglich des Preises. Diese Fehleinschätzungen können entweder zur Folge haben, dass kein Interesse an der Immobilie generiert werden kann oder dass die Immobilie zu günstig veräußert wird. Beides sind Szenarien, die nicht im Interesse des Verkäufers sind. In diesem Fall spart man mit der Beauftragung eines Makler Geld, Zeit und Nerven.

Immobilienbewertung starten & Makler beauftragen

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