Immobilienmakler werden: Ihr Weg zum Maklerberuf

Der Maklerberuf ist sehr vielfältig und biete lukrative Gehaltsaussichten in Zeiten des Immobilienbooms. Makler haben viele Aufgaben wie beispielsweise beraten, vermitteln, verkaufen und vermieten von Immobilien. Aber wie wird man Immobilienmakler und welche Voraussetzungen sind dafür erforderlich? Wie hoch ist der Kosten- und Zeitaufwand für die Ausbildung? Wo wird ein Gewerbeschein erworben? Gibt es Unterschiede zum Beruf des Immobilienkaufmanns / der Immobilienkauffrau?

So werden Sie Immobilienmakler

Zukünftige Erfolgsaussichten als Immobilienmakler

Resultierend aus der sehr hohen Nachfrage nach Immobilien und dem geringen Angebot, sind die Preise beispielsweise für Eigentumswohnungen in Großstädten wie Berlin, Hamburg oder Frankfurt in letzter Zeit stark gestiegen. Davon profitieren nicht nur Verkäufer sondern auch Immobilienmakler. Denn der Makler bekommt für eine erfolgreiche Vermittlung eine Provision und diese fällt je nach Bundesland meist zwischen 3,57 und 7,14 Prozent des Verkaufspreises aus. Der Beruf eines Immobilienmaklers bietet aber neben einem lukrativen Gehalt auch ein vielfältiges und spannendes Aufgabenfeld. Sie sind die erste Anlaufstelle für eine erfolgreiche Immobiliensuche und bieten durch Ihre Kenntnisse viele Vorteile als Immobilienmakler für ihre Kunden.

Voraussetzungen

Jeder hat die Möglichkeit Immobilienmakler zu werden, egal ob Berufsanfänger aus der Immobilienbranche oder Quereinsteiger aus anderen kaufmännischen Berufen. Es wird zwar keine Ausbildung, kein Studium und kein bestimmter Schulabschluss als Voraussetzung gefordert, aber ohne behördlichen Gewerbeschein geht es nicht. Neben der Maklererlaubnis sind jede Menge Fachwissen, soziale Kompetenz, hohes Engagement und der Wille, sich stetig weiterzubilden, unverzichtbar.

Wichtigste Voraussetzung ist wohl die Maklererlaubnis, denn diese befugt Sie nach Paragraph 34c der Gewerbeordnung dazu, als Immobilienmakler zu arbeiten. Sie dürfen als angehender Immobilienmakler nicht vorbestraft sein, das heißt, dass in den letzten fünf Jahren kein Vergehen durch Diebstahl, Unterschlagung, Untreue, Geldwäsche, Erpressung, Betrugs, Hehlerei, Urkundenfälschung oder durch eine Insolvenzstraftat begangen wurde. Wenn alle „rechtlichen Rahmenbedingungen“ erfüllt sind, steht dem Beruf des Immobilienmaklers aus formeller Sicht nichts mehr im Wege.

Diese Dokumente sind für die Maklererlaubnis notwendig:

  • Personalausweis
  • Ausgefülltes Antragsformular
  • Polizeiliches Führungszeugnis
  • Auskunft vom Amtsgericht bezüglich möglicher Einträge aus dem Schuldverzeichnis
  • Eine steuerliche Unbedenklichkeitsbescheinigung vom Finanzamt

Als Immobilienmakler sind Fach- und Praxiswissen neben der rechtlichen Erlaubnis wichtige Kenntnisse im Maklerberuf. Ein professioneller Immobilienmakler kennt den Markt vor Ort, deren Entwicklung und Immobilienpreise. Angebot und Nachfrage des jeweiligen Immobiliensegments sind ebenfalls bekannt. Darüber hinaus sind Kenntnisse im Mietrecht und Vertragsrecht, Grundbuchrecht, Notarrecht, dem Baurecht sowie Kenntnisse über Gesetzesänderungen und aktuelle Urteile vorhanden. Zudem sollte ein Makler fähig sein, seine Kunden auch in Finanzierungs- und Steuerfragen zu beraten.

Immobilienmakler in Festanstellung – Was sind die Vorteile?

McMakler ist eines der am schnellst wachsenden Immobilienunternehmen in Deutschland und rekrutiert laufend engagierte Immobilienmakler und welche, die es werden möchten. Seit der Gründung 2015 wächst das Immobilienunternehmen stetig und beschäftigt aktuell über 550 Mitarbeiter an über 100 Standorten in Deutschland sowie Österreich. McMakler stärkt Ihnen den Rücken mit dem großen Team am Hauptstandort Berlin, bestehend aus Marketing-Beratern, Experten für die Immobilienbewertung sowie Kundenbetreuern. Dieses Team nimmt Ihnen viele Aufgaben ab und ermöglicht Ihnen eine umfangreiche und einzigartige Betreuung Ihrer Kunden. Ebenso erhalten Sie als festangestellter Makler durch innovative Akquiseansätze Zugang zu lukrativen und exklusiven Immobilien.

Weitere Vorteile erhalten Sie durch das attraktive Festgehalt mit einer ungedeckelten Provision. Darüber hinaus müssen Sie durch vorqualifizierte Eigentümer- / Verkäuferkontakte keine Kaltakquise betreiben, stattdessen erhalten Sie Akquiseunterstützung durch innovative Tools und professionelle Unterlagen. Ihnen wird modernstes Equipment wie iPad, iPhone, Spiegelreflex- und 360°-Kamera nicht nur für die Arbeit, sondern auch für die Privatnutzung bereitgestellt. Sie können einen der Dienstwagen aus McMakler‘s Fuhrpark für Ihre Besichtigungstermine nutzen. Kontinuierliche Schulungen im Rahmen der McMakler Academy geben Ihnen das nötige Knowhow sowie aktuelle Marktentwicklungen und -trends an die Hand.
All das bietet Ihnen eine enorme Entwicklungsmöglichkeit und berufliche Perspektiven als Immobilienmakler.

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Immobilienmakler werden: Kosten und Zeitaufwand


Sie können als Quereinsteiger zum Immobilienmakler werden und sich die wichtigsten Kompetenzen rund um die Immobilienbranche selbst aneignen oder Sie besuchen einen Aufbaukurs an der Industrie- und Handelskammer (IHK). Abschließend können Sie sich nach erfolgreich bestandener Prüfung, Immobilienmakler mit der Zusatzbezeichnung IHK nennen.

Die Kosten für die Erlaubnis nach Paragraph 34c der Gewerbeordnung sowie der Ausbildung / der Seminare beläuft sich auf circa 300 bis 2.000 Euro.

Sie können aber auch mehr Zeit in die Ausbildung investieren, um bei potenziellen Kunden Vertrauen zu erwecken und den Markt mit Ihrer Expertise zu bereichern. Hierzu sind eine Ausbildung zum Immobilienkaufmann / zur Immobilienkauffrau oder ein Studium, beispielsweise in Immobilienwirtschaft, empfehlenswert. Sie sind als angehender Immobilienmakler mit einer zwei- oder dreijährigen Ausbildung zum Immobilienkaufmann / zur Immobilienkauffrau oder mit einem immobilienwirtschaftlichen Studium sehr gut auf dem Markt aufgestellt. Bei der Industrie- und Handelskammer ist es außerdem möglich, nach der Ausbildung einen Lehrgang zum geprüften Immobilienfachwirt zu absolvieren.

Wenn Sie nach Ihrem Werdegang zum Immobilienmakler von einem einfachen Einstieg ins Maklerdasein profitieren möchten, bietet sich eine Mitgliedschaft im Immobilienverband Deutschland (IVD) an. Als Mitglied dürfen Sie das IVD-Logo mit dem Markenzeichen qualifizierter Immobilienberater tragen. Sie werden im Marketing unterstützt und bei potenziellen Kunden bekannter. Der IVD ermöglicht es durch Fortbildungen, Ihr Fachwissen in der Immobilienwirtschaft stetig auf dem aktuellsten Stand zu halten. Sie profitieren von einer kostenlosen Rechtsberatung (Erstberatung) und erhalten einen Vertrauensvorsprung durch Kundenschutz. Eine Mitgliedschaft im Immobilienverband kann sich somit auszahlen.

Gewerbeschein und passende Rechtsformen

Die Bezeichnung Immobilienmakler ist nicht rechtlich geschützt. Doch um selbstständig tätig zu sein und als Makler Immobilien zu vermitteln, benötigen Sie den Gewerbeschein und die Erlaubnis nach § 34 der Gewerbeordnung. Beide Dokumente werden bei Ihrer örtlichen Gemeinde beantragt.

Die Gewerbeerlaubnis bekommen Sie beim Gewerbeamt beziehungsweise beim Ordnungsamt, Bürgerbüro, Rathaus oder in einigen Gegenden bei der Industrie- und Handelskammer.

Wenn Sie als selbstständiger Makler mit eigenem Maklerbüro tätig werden möchten, benötigen Sie beide Dokumente und sollten sich im Vorfeld überlegen, welche Rechtsform Sie für Ihr Unternehmen wählen.

Folgende Rechtsformen können Sie als Immobilienmakler anmelden:

  • Bei der Gründung einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) erfolgt die Anmeldung formlos und alle Beteiligten haften für mögliche Verbindlichkeiten und Kredite mit ihrem Privatvermögen.

  • Für die Anmeldung einer Offenen Handelsgesellschaft (OHG) benötigt man mindestens zwei Gründer. Für eine OHG benötigt man kein Mindeststartkapital, aber die Gründer haften mit ihrem Privatvermögen. Die OHG muss ins Handelsregister eingetragen werden, anders als die GbR.

  • Bei einem Umsatz von 500.000 Euro reicht es aus eine GbR zu gründen und nicht extra eine OHG zu führen.

  • Wenn der Geschäftsführer allein mit seinem Vermögen haftet und die Geschäfte führt, handelt es sich um eine Kommanditgesellschaft (KG).

  • Bei der Gründung einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) benötigen der Immobilienmakler und seine Mitgesellschafter ein Startkapital von 25.000 Euro. Die Gesellschafter haften hier nicht mit ihrem Privatvermögen, sondern mit dem Stammkapital der Gesellschaft. In der Regel dauert die Beantragung der Erlaubnis etwa 1 bis 2 Wochen.

Tätigkeitsoptionen als Immobilienmakler

Nachdem die passende Rechtsform gewählt wurde und der Gewerbeschein in der örtlichen Gemeinde beantragt wurde, können Sie als angehender Immobilienmakler zwischen verschiedenen Optionen bei der Tätigkeit als Immobilienmakler auf dem Markt wählen.
Drei Optionen stellen wir vor:

  • Franchise-Makler: Sie schließen mit einem Partner, meist aus einem etablierten Immobiliennetzwerk einen Vertrag ab. Dieses besitzt in der Regel, das nötige Vertrauen, die Kunden, weitreichende Erfahrungen und häufig Gebietsschutz und kann Ihnen eine erste Immobilie zur Vermittlung zur Verfügung stellen. Es fallen allerdings zu Beginn einer Franchise-Partnerschaft kosten für Sie an.
  • Selbstständiger Immobilienmakler: Sie können als Selbständiger am Markt unter eigenem Namen tätig werden. Für diese Variante müssen Sie ebenfalls gewisse finanzielle Mittel aufbringen. Ratsam wäre ein Startkapital von mindestens 10.000 Euro, da die Kosten der Gewerbeerlaubnis sowie mögliche Kosten für den Rechtsanwalt, Maklerbüro, Businessplan und Co. auf Sie zukommen werden.
  • Immobilienmakler in Festanstellung: Zusätzlich zur Provision erhalten Sie ein Festgehalt und sind somit finanziell abgesichert. Sie müssen keine Kaltakquise betreiben. Ebenso erhalten Sie im Festangestelltenverhältnis meist in regelmäßigen Abständen Schulungen und bleiben immer auf dem Laufenden über Marktkenntnisse sowie Immobilientrends und Vermarktungsstrategien.
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Immobilienmakler werden: Zusammenfassung

In unserer Checkliste haben Sie noch einmal alle wichtigen Punkte auf einen Blick, die für eine Ausbildung zum Immobilienmakler relevant sind:

  • Immobilienmakler beraten, vermitteln und verkaufen bzw. vermieten Immobilien.
  • Berufsanfänger aus der Immobilienbranche oder Quereinsteiger können Makler werden.
  • Immobilienmakler ist kein geschützter Begriff.
  • Zur Selbstständigkeit benötigen Sie einen Gewerbeschein und eine behördliche Erlaubnis nach Paragraph 34c der Gewerbeordnung.
  • Den Antrag für die Gewerbeordnung stellen Sie bei der jeweiligen Behörde in Ihrer Gemeinde.
  • Die Kosten für die Gewerbeerlaubnis belaufen sich auf circa 300 bis 2.000 Euro.
  • Fachwissen, soziale Kompetenz, hohes Engagement und der Wille, sich stetig weiterzubilden, sind unverzichtbar.
  • Es gibt mehrere Wege, um Immobilienmakler zu werden: Ausbildung zum Immobilienkaufmann und eventuell der anschließende Immobilienfachwirt oder ein Direkteinstieg durch Seminare bei der Industrie- und Handelskammer.
  • Sie profitieren von einer Festanstellung als Makler nicht nur bezüglich des Gehaltes, sondern auch in der Vermarktung.
  • Der Beruf des Immobilienmaklers ist entweder als Franchise-Makler, als Immobilienmakler unter eigenem Namen oder in Festanstellung möglich.

Bildquelle: iStock.com/Highwaystarz-Photography