So wird die Immobiliensuche zum Erfolg

Immobiliensuche ist dank des Internets heutzutage so einfach wie nie, über das letzte Jahrzehnt, hat durch Immobilienportale ein umfangreiches Angebot etabliert. Doch wer wirklich die passende Immobilie finden will, welche die persönlichen Wunschkriterien erfüllt, sollte die Suche im Voraus gut planen. Erfahren Sie hier, wie Sie sich eine passende Strategie zurechtlegen und welche Alternativen Sie für die Suche noch in Betracht ziehen können.

Tastatur mit Lupe und Haus zur Immobiliensuche

1. Immobiliensuche: Erfolg mit Strategie

Wer heute nach seiner Wunsch-Immobilie sucht, kann mehr denn je von der Komplexität technischer Mittel und Möglichkeiten profitieren: Innovative Suchmaschinen, virtuelle 360 ° und 3 D Rundgänge sowie Wohnlagekarten, bieten die Möglichkeit zielgerichtet und schnell das passende Kaufobjekt zu finden. Die Chance bei der online-Immobiliensuche nach den eigenen Wunschkriterien zu filtern, ist am profitabelsten, wenn man sich gezielt vorbereitet und eine passende Strategie zurechtlegt.

1.1 Die beste Vorbereitung für die Immobiliensuche

Ob bereits Erfahrungen in der Immobiliensuche vorhanden sind oder nicht, Suchende sollten sich im Voraus ein privates Suchprofil anlegen, in welchem die Wunschkriterien festgehalten werden. Zur Orientierung können folgende Anforderungen und Fragen gestellt werden:

  1. Kaufobjekt/ Mietobjekt: Welche Immobilienart wird gesucht, Mietwohnungen, Einfamilienhäuser oder Anlageimmobilien? Muss es sich dabei um eine Seniorenimmobilie oder eine Pflegeimmobilie handeln?

  2. Wohnlage: Besonders beim Immobilienkauf, sollte ein besonderes Augenmerk auf die Wohnlage und die Standortqualität gelegt werden. Bei Unsicherheit können Suchende online Wohnlagenkarten zu Rate ziehen. Solche Wohnlagekarten sind kostenfrei einsehbar, sie enthalten ein Bewertungssystem für die jeweilige Standortqualität und Informationen über Flächennutzungen und Verkehrsanschlüsse.

  3. Kaufpreis: Welche Vorstellungen gibt es in Bezug auf den Hauspreis oder die Miethöhe? Oft ist es ratsam sich eine persönliche Obergrenze zu setzen.

  4. Zeitspanne: In welchem Zeitraum wird die Immobilie oder Mietwohnung benötigt? Steht ein kurzfristiger Wohnortwechsel bevor oder besteht die Möglichkeit langfristig den Immobilienmarkt zu betrachten, um ein günstiges Zeitfenster abzuwarten?

  5. Art der Immobiliensuche: Sind genug zeitliche Ressourcen vorhanden, um mit Suchmaschinen und Anzeigen zu arbeiten? Alternativ kann auch zusätzlich ein online Suchprofil angelegt werden oder ein Makler eingeschaltet werden.

Außerdem wichtig: Ist ein interessantes Inserat gefunden, sollten Suchende beim Hauskauf vor Begeisterung nicht vernachlässigen, stets die Details in den Angebotsbeschreibungen zu betrachten. Diese können einen erheblichen Unterschied in der Kosten-Nutzen-Analyse machen.

Beispiel Erbpacht


Besteht Beispielsweise ein Hinweis auf Erbpacht in der Anzeige, muss beim Immobilienkauf ein Erbpacht-Zins gezahlt werden. Nach Ablauf der Erbpacht fällt die Immobilie oft entschädigungslos an den Grundstückseigentümer (Erbpachtgeber) zurück. Einschränkungen, die wahrscheinlich auch bei sehr niedrigen Kosten nicht in Frage kommen.

1.2 Konkretisieren der Suche

Entscheidend für eine erfolgreiche Immobiliensuche ist es, sich über das wesentliche Ziel der privaten Recherche im Klaren zu sein: Hierbei ist entscheidend, ob die Immobilie zur Selbstnutzung oder als Renditeobjekt erworben wird. Bei einem Immobilienkauf zur Selbstnutzung, werden neben dem Kaufpreis insbesondere diese Eigenschaften für die Suche wichtig sein:

  • Alter (Neu- oder Altbau)

  • Größe (Quadratmeterzahl)

  • Lage (zentral, Stadtrand, im Grünen etc.)

  • Ort (Großstadt, Metropole, Kleinstadt, Dorf etc.)

  • Ausstattung (Einbauküche, Kamin, Keller, Terrasse, Balkon etc.)

  • Umfeld (Nachbarschaft)

  • Infrastruktur (Verkehrsanbindung, Einkaufsmöglichkeiten etc.)

  • Grundstück (Lage, Größe, Nutzung, Zuschnitt etc.)

Wird die Immobilie als Renditeobjekt gesucht, stehen für künftige Vermieter unter anderem diese Aspekte im Vordergrund:

  • Mieter und Mieterträge (Mietrendite, Mieterwechsel, Laufzeit Mietverträge)

  • Zustand und Erhaltungsaufwand (wenig oder viel Renovierungsstau etc.)

  • Lage und Infrastruktur (attraktiv, leicht vermietbar etc.)

  • Instandhaltungsrücklagen (Höhe und Perspektive)

Sobald eine klare Vorstellung über das Wunschprofil besteht, können Suchende anhand Ihrer vorgefertigten Kriterien gezielt mit Suchmaschinen filtern, um auf verschiedenen Kanälen (Medien, Anbieter, Immobilienportale) entsprechende Angebote zu finden. Bei den erhaltenen Treffern sollten dann noch einmal die individuellen Kenndaten betrachtet werden. Wenn die Wunschkriterien des Suchenden erfüllt werden, kann ein Besichtigungstermin vor Ort vereinbart werden.

Oft werden Wohnobjekte mit wertsteigernden Eigenschaften, wie „gehobene Ausstattung“, „frisch renoviert“, „hochwertiger Bodenbelag“ oder „gepflegtes Ambiente“, beworben. Da solche den individuellen Wohnwert steigern, sind Sie auch oft die Begründung für höhere Hauspreise und sollten bei Besichtigungen nochmals überprüft werden. Fragen Sie Konkret nach allen Ihren persönlichen Anforderungen, denn am Ende einer Immobiliensuche, sollte stets das bestmögliche Kaufobjekt stehen.

2. Immobiliensuche über das Internet

Inzwischen ist das Internet die erste Anlaufstelle bei der Immobiliensuche. Dabei können potenziellen Immobilienkäufern von den online Suchmaschinen zahlreicher Immobilienportale profitieren: Mit nur wenigen Angaben in den Suchfeldern können schnell passende Immobilien angezeigt werden. Besonders praktisch sind auch die komfortablen Suchfunktionen über Landkarten und Symbole. Ein weiteres Plus der Immobiliensuche über das Internet, sind vielfältigen Informationen der jeweiligen Inserate. Dazu zählen neben einer Beschreibung der Immobilie in der Regel mehrere Objekt-Bilder, der Grundriss, das Exposé (inklusive Energiekennwerte, Angaben zur Standortqualität etc.). Wodurch Interessenten die Möglichkeit haben den Wohnwert abzuschätzen.

Eine weitere Möglichkeit wäre, ein personalisiertes Wunschprofil zu generieren: Der Kaufinteressent legt online ein Suchprofil an, welches die Wunschkriterien berücksichtigt. Bei der Veröffentlichung passender Immobilienangebote, bekommt der Suchprofil-Kunde daraufhin eine Nachricht.

SUCHAUFTRAG ANLEGEN

Informationsmöglichkeiten richtig nutzen


Begrenzen Sie Ihre Recherchen nicht nur auf die Inserate der Immobilienportale. Nutzen Sie auch weitere Informationsquellen, wie beispielsweise:

  • Preisstatistiken: Preisstatistiken, wie der Häuserpreisindex, zeigen langfristig Preisentwicklungen auf dem Immobilienmarkt, so kann der ideale Kaufzeitpunkt abgewartet oder Angebotspreise in Relation zum Durchschnitt gesetzt werden
  • Lagekarten: Die Wohnlage ist wichtig für das Wohlbefinden bei Selbstnutzung und entscheidend für den Wohnwert bei Renditeobjekten. Die Standortqualität sollte, besonders bei einem Wohnortwechsel, zusätzlich betrachtet werden. Hierzu gibt es verschiedenste Kartensysteme zur Lageinspektion: Wohnlagekarten, online Flurkarten etc.

Und viele weitere, wer ein wenig zusätzliche Energie investiert, wird sich in seiner Entscheidung wesentlich sicherer sein und mögliche Bedenken ausräumen können.

3. Ein Makler erleichtert die Suche

Sicherlich spricht auch einiges dafür, die Immobiliensuche in die Hände von Profis zu geben. Ein Makler unterstützt mit der Erfahrung auf dem Immobilienmarkt und landet durch Expertise und Instinkt oft schneller die richtigen „Treffer“. Er profitiert dabei auch von jahrelangen persönlichen Kontakten und weiß Anbieter-Profile zu nutzen.

Ein Immobilienmakler kennt sich auch in der betroffenen Region bestens und hilft grade bei einem Wohnortwechsel enorm. Auch potenzielle Käufer, die auf der Suche nach speziellen Wohnimmobilien sind, wie etwa einer Seniorenimmobilie oder einer Pflegeimmobilie in bestimmten Städten oder Regionen, sollten einen Makler aus dem Zielgebiet anzusprechen. Auch bei dem schwierigen Mietmarkt in Metropolen, kann einem ein Makler die Suche nach passenden Mietwohnungen sehr erleichtern. Er unterstützt nicht nur die Suche, sondern übernimmt auch die Kommunikation mit Vermieter und Vormieter.

Natürlich muss die Unterstützung eines Maklers schließlich vergütet werden. Beim Immobilienkauf, z. B. dem Kauf einer Eigentumswohnung, wird die Maklerprovision oft von beiden Parteien getragen, wobei sich die Höhe, durch einen bundeslandspezifischen, Prozentsatz des Hauspreises bestimmt. Bei Mietgeschäften zahlt die Partei, welche die Dienste in Auftrag gegeben hat, entweder der Vermieter oder der Mieter.

4. Alternative Wege der Immobiliensuche

Bei der Immobiliensuche gibt es noch zahlreiche andere Wege und Informationsquellen, die effektiv genutzt werden können:

  1. Freundes- und Bekanntenkreis: Oft unterschätzt in Zeiten des digitalen Wandels wird, dass viele Immobilien erst gar nicht auf dem freien Markt angeboten werden, sondern im Freundes- und Bekanntenkreis "auf Empfehlung" veräußert werden. Besonders Mietobjekte werden so unter dem Radar vermittelt: Vermieter bevorzugen vertrauenswürdige Mieter, mit persönlichen Referenzen.

  2. Immobiliensuche klassisch: Die Suche im Immobilienanzeigenteil einer gedruckten Tageszeitung wird lange nicht mehr als zeitgemäß betrachtet. Was dort veröffentlicht steht, ist weitaus weniger ausführlich inseriert, mitunter schon Tage oder Wochen alt und überholt. Stündlich aktualisierte Immobilienanzeigen, mit Filtermöglichkeiten und online Rundgängen, stellen hier die deutlich angenehmere Alternative dar. Dennoch: Hier inserieren oft private Immobilienverkäufer, welche meist auch keine Provision verlangen.

  3. Aushänge, Handzettel und die „schwarzen Bretter“: Immobiliensuchende können auch von diesen Mitteilungsquellen profitieren. Indem sie dort interessante Angebote finden, oder selbst mit einem Gesuch aktiv werden. Auch noch nicht ausgestorben: Das „Zu Verkaufen“ Schild an den Kaufobjekten selbst.


Bildquelle: ©kebox/Fotolia


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