Tipps für die erfolgreiche Immobiliensuche

Letztes Update: 04.09.2020

Die Immobiliensuche ist dank des Internets heutzutage so einfach wie nie. Über das letzte Jahrzehnt hat sich durch Immobilienportale ein umfangreiches Angebot etabliert. Doch wer wirklich die passende Immobilie finden will, die alle persönlichen Wunschkriterien erfüllt, sollte die Suche im Voraus gut planen. Erfahren Sie hier, wie Sie sich eine passende Strategie zurechtlegen und welche Alternativen Sie für die Suche noch in Betracht ziehen können.

Tastatur mit Lupe und Haus zur Immobiliensuche

1. Tipps für eine erfolgreiche Suchstrategie

Wer heute nach seiner Wunschimmobilie sucht, kann mehr denn je von der Komplexität technischer Mittel und Möglichkeiten profitieren: Innovative Suchmaschinen, virtuelle 360° und 3D-Rundgänge sowie Wohnlagenkarten bieten die Möglichkeit, zielgerichtet und schnell das passende Kaufobjekt zu finden. Die Chance, bei der Online-Immobiliensuche nach den eigenen Wunschkriterien zu filtern, ist am profitabelsten, wenn man sich gezielt vorbereitet und eine passende Strategie zurechtlegt.

1.1 Bereiten Sie die Immobiliensuche gut vor

Ob bereits Erfahrungen in der Immobiliensuche vorhanden sind oder nicht, Suchende sollten sich im Voraus ein privates Suchprofil anlegen, in welchem die Wunschkriterien festgehalten werden. Zur Orientierung können folgende Anforderungen und Fragen gestellt werden:

  • Kaufobjekt/ Mietobjekt: Welche Immobilienart wird gesucht, Mietwohnungen, Gewerbe, Einfamilienhäuser oder Anlageimmobilien? Muss es sich dabei um eine barrierefreie Seniorenimmobilie oder eine Pflegeimmobilie handeln?

  • Wohnlage: Besonders beim Immobilienkauf sollte ein Augenmerk auf die Wohnlage und die Standortqualität gelegt werden. Bei Unsicherheit können Suchende Online-Wohnlagenkarten zu Rate ziehen. Solche Wohnlagenkarten sind kostenfrei einsehbar, sie enthalten ein Bewertungssystem für die jeweilige Standortqualität und Informationen über Flächennutzungen und Verkehrsanschlüsse.

  • Kaufpreis: Welche Vorstellungen gibt es in Bezug auf den Hauspreis oder die Miethöhe? Oft ist es ratsam sich eine persönliche Obergrenze zu setzen.

  • Zeitspanne: In welchem Zeitraum wird die Immobilie oder Mietwohnung benötigt? Steht ein kurzfristiger Wohnortwechsel bevor oder besteht die Möglichkeit, den Immobilienmarkt langfristig zu beobachten, um ein günstiges Zeitfenster abzuwarten?

  • Art der Immobiliensuche: Sind ausreichend zeitliche Ressourcen vorhanden, um mit Suchmaschinen und Anzeigen zu arbeiten? Alternativ kann auch zusätzlich ein Online-Suchprofil angelegt oder ein Makler eingeschaltet werden.



Außerdem wichtig: Ist ein interessantes Inserat gefunden, sollten Suchende beim Hauskauf vor Begeisterung nicht vernachlässigen, die Details in den Angebotsbeschreibungen stets aufmerksam zu lesen. Diese können einen erheblichen Unterschied in der Kosten-Nutzen-Analyse machen.

Beispiel Erbpacht

Besteht Beispielsweise ein Hinweis auf Erbpacht in der Anzeige, muss beim Immobilienkauf ein Erbpacht-Zins gezahlt werden. Nach Ablauf der Erbpacht fällt die Immobilie oft entschädigungslos an den Grundstückseigentümer (Erbpachtgeber) zurück. Einschränkungen, die wahrscheinlich auch bei sehr niedrigen Kosten nicht in Frage kommen.

1.2 Konkretisieren Sie Ihre Suche

Entscheidend für eine erfolgreiche Immobiliensuche ist es, sich über das wesentliche Ziel der privaten Recherche im Klaren zu sein: Hierbei ist entscheidend, ob die Immobilie zur Selbstnutzung oder als Renditeobjekt erworben wird. Bei einem Immobilienkauf zur Selbstnutzung, werden neben dem Kaufpreis insbesondere diese Eigenschaften für die Suche wichtig sein:

  • Alter (Neu- oder Altbau)

  • Größe (Quadratmeterzahl)

  • Lage (zentral, Stadtrand, im Grünen etc.)

  • Ort (Großstadt, Metropole, Kleinstadt, Dorf etc.)

  • Ausstattung (Einbauküche, Kamin, Keller, Terrasse, Balkon etc.)

  • Umfeld (Nachbarschaft)

  • Infrastruktur (Verkehrsanbindung, Einkaufsmöglichkeiten etc.)

  • Grundstück (Lage, Größe, Nutzung, Zuschnitt etc.)



Wird die Immobilie als Renditeobjekt gesucht, stehen für künftige Vermieter unter anderem diese Aspekte im Vordergrund:

  • Mieter und Mieterträge (Mietrendite, Mieterwechsel, Laufzeit Mietverträge)

  • Zustand und Erhaltungsaufwand (wenig oder viel Renovierungsstau etc.)

  • Lage und Infrastruktur (attraktiv, leicht vermietbar etc.)

  • Instandhaltungsrücklagen (Höhe und Perspektive)



Sobald eine klare Vorstellung über das Wunschprofil besteht, können Suchende anhand Ihrer vorgefertigten Kriterien gezielt mit Suchmaschinen filtern, um auf verschiedenen Kanälen (Medien, Anbieter, Immobilienportale) entsprechende Angebote zu finden. Bei den erhaltenen Treffern sollten dann noch einmal die individuellen Kenndaten betrachtet werden. Wenn die Wunschkriterien des Suchenden erfüllt werden, kann ein Besichtigungstermin vor Ort vereinbart werden.

1.3 Augen auf beim Besichtigungstermin

Oft werden Wohnobjekte mit wertsteigernden Eigenschaften, wie „gehobene Ausstattung“, „frisch renoviert“, „hochwertiger Bodenbelag“ oder „gepflegtes Ambiente“, beworben. Da solche den individuellen Wohnwert steigern, sind sie auch oft die Begründung für höhere Hauspreise und sollten bei Besichtigungen nochmals überprüft werden. Stellen Sie Ihre Fragen konkret nach Ihren persönlichen Anforderungen, denn am Ende einer Immobiliensuche sollte stets das bestmögliche Kaufobjekt stehen.


2. Tipps für die Immobiliensuche über das Internet


Nutzen Sie Immobilienportale und -suchmaschinen

Inzwischen ist das Internet die erste Anlaufstelle bei der Immobiliensuche. Dabei können potenzielle Immobilienkäufer von den Suchmaschinen zahlreicher Immobilienportale profitieren: Mit nur wenigen Angaben in den Suchfeldern werden schnell passende Immobilien angezeigt. Besonders praktisch sind auch die komfortablen Suchfunktionen über Landkarten und Symbole. Ein weiteres Plus der Immobiliensuche über das Internet, sind die vielfältigen Informationen der jeweiligen Inserate. Dazu zählen neben einer Beschreibung der Immobilie in der Regel mehrere Objektbilder, der Grundriss und das Exposé (inklusive Energieausweis, Angaben zur Standortqualität etc.), sodass Interessenten die Möglichkeit haben, den Wohnwert abzuschätzen.

Legen Sie Ihr persönliches Suchprofil an

Eine weitere Möglichkeit ist, ein personalisiertes Suchprofil anzulegen: Der Kaufinteressent legt online ein Suchprofil an, das all seine Wunschkriterien berücksichtigt. Bei der Veröffentlichung passender Immobilienangebote bekommt der Suchprofil-Kunde daraufhin eine Nachricht.

SUCHAUFTRAG ANLEGEN

Nutzen Sie Informationsmöglichkeiten richtig

Begrenzen Sie Ihre Recherchen nicht nur auf die Inserate der Immobilienportale. Nutzen Sie auch weitere Informationsquellen, wie beispielsweise:

  • Preisstatistiken: Preisstatistiken, wie der Häuserpreisindex und McCompass zeigen langfristig Preisentwicklungen auf dem Immobilienmarkt, so können der ideale Kaufzeitpunkt abgewartet oder Angebotspreise in Relation zum Durchschnitt gesetzt werden.

  • Lagekarten: Die Wohnlage ist wichtig für das Wohlbefinden bei Selbstnutzung und entscheidend für den Wohnwert bei Renditeobjekten. Die Standortqualität sollte, besonders bei einem Wohnortwechsel, zusätzlich betrachtet werden. Hierzu gibt es verschiedenste Kartensysteme zur Lageinspektion: Wohnlagenkarten, Flurkarten etc.



Wer ein wenig zusätzliche Energie in die Recherche investiert, wird sich in seiner Entscheidung wesentlich sicherer sein und mögliche Bedenken ausräumen können.


3. Tipps zu alternativen Wegen der Immobiliensuche

Bei der Immobiliensuche gibt es noch zahlreiche andere Wege und Informationsquellen, die effektiv genutzt werden können:

  • Freundes- und Bekanntenkreis: Oft unterschätzt in Zeiten des digitalen Wandels wird, dass viele Immobilien erst gar nicht auf dem freien Markt angeboten, sondern im Freundes- und Bekanntenkreis "auf Empfehlung" veräußert werden. Besonders Mietobjekte werden so unter dem Radar vermittelt: Vermieter bevorzugen vertrauenswürdige Mieter mit persönlichen Referenzen.

  • Immobiliensuche klassisch: Die Suche im Immobilien-Anzeigenteil einer gedruckten Tageszeitung wird lange nicht mehr als zeitgemäß betrachtet. Was dort veröffentlicht steht, ist weitaus weniger ausführlich inseriert, mitunter schon Tage oder Wochen alt und überholt. Stündlich aktualisierte Immobilienanzeigen, mit Filtermöglichkeiten und online Rundgängen, stellen hier die deutlich angenehmere Alternative dar. Dennoch: Hier inserieren oft private Immobilienverkäufer, welche meist auch keine Provision verlangen.

  • Aushänge, Handzettel und die „schwarzen Bretter“: Immobiliensuchende können auch von diesen Mitteilungsquellen profitieren. Indem sie dort interessante Angebote finden, oder selbst mit einem Gesuch aktiv werden. Auch noch nicht ausgestorben: Das „Zu Verkaufen“ Schild an den Kaufobjekten selbst.


4. Ein Makler erleichtert die Immobiliensuche

Es spricht einiges dafür, die Immobiliensuche in die Hände von Profis zu geben. Ein Makler unterstützt Sie mit seiner Erfahrung auf dem lokalen Immobilienmarkt und landet durch Expertise oft schneller die richtigen „Treffer“. Er profitiert dabei auch von jahrelangen persönlichen Kontakten und weiß Anbieter-Profile zu nutzen.

Ein Immobilienmakler kennt sich auch in der betreffenden Region bestens aus und hilft gerade bei einem Wohnortwechsel oder beim Kauf einer Auslandsimmobilie enorm. Auch potenzielle Käufer, die auf der Suche nach speziellen Wohnimmobilien sind, wie etwa einer Seniorenimmobilie oder einer Pflegeimmobilie in bestimmten Städten oder Regionen, sollten einen Makler aus dem Zielgebiet ansprechen. Auch bei dem oft schwierigen Mietmarkt in Metropolen kann einem ein Makler die Suche nach passenden Mietwohnungen sehr erleichtern. Er unterstützt nicht nur die Suche, sondern übernimmt auch die Kommunikation mit Vermieter und Vormieter.

Natürlich muss die Unterstützung eines Maklers schließlich vergütet werden. Beim Immobilienkauf, z. B. dem Kauf einer Eigentumswohnung, wird die Maklerprovision oft von beiden Parteien getragen, wobei sich die Höhe aus einem bundeslandspezifischen Prozentsatz des Verkehrswertes ergibt. Bei Mietgeschäften zahlt wegen des Bestellerprinzips die Partei, welche die Dienste in Auftrag gegeben hat, entweder der Vermieter oder der Mieter.

Beginnen Sie Ihre Immobiliensuche jetzt mit einem persönlichen Suchprofil bei McMakler!

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Bildquelle: ©kebox/Fotolia

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