Maklercourtage – Honorar für eine erfolgreiche Immobilienvermittlung

Makler sind Profis auf dem Gebiet der Immobilienvermittlung. Sie übernehmen die Koordination der einzelnen Verkaufsschritte und verbessern durch Erfahrung und Branchenkenntnis die Erfolgsaussichten auf den Verkauf oder der Vermietung eines Objektes. Sind die Bemühungen von Erfolg gekrönt, wird eine Maklercourtage fällig. Wer diese bezahlen muss, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Wer eine Immobilie kaufen oder verkaufen, mieten oder vermieten möchte, wählt häufig den Weg über einen Makler. Dieser vermittelt nicht nur den Kontakt zum Kauf- oder Mietinteressenten, er erfüllt auch eine ganze Reihe anderer Aufgaben.

Aufgabenspektrum des Maklers

Um eine Wohnung, ein Haus oder auch eine Gewerbefläche möglichst schnell zu verkaufen oder zu vermieten, erstellt der Makler ein Exposé – also eine detaillierte Beschreibung – der Immobilie. Im nächsten Schritt schaltet er Anzeigen in Immobilienportalen oder Zeitungen und organisiert Besichtigungstermine. Auch der abschließende Gang zum Notar, wo beide Parteien den Kaufvertrag unterschreiben, begleitet der Makler häufig. Erfahrene Makler mit einem guten Netzwerk erhöhen die Erfolgschancen und erzielen sehr gute Verkaufspreise. Sie kennen den Markt genau und schätzen den Wert einer Immobilie exakt ein.

Der Makler hat seinen Auftrag erfüllt, wenn die Immobilie aufgrund seiner Bemühungen rechtsgültig den Besitzer gewechselt oder der neue Mieter den Mietvertrag unterschrieben hat. Nun hat er Anspruch auf eine Provision. Wie hoch diese sogenannte „Maklercourtage“ ausfällt und wer sie begleichen muss, hängt von speziellen Faktoren ab.

Wer zahlt die Maklercourtage bei Verkauf?

Wer beim Verkauf einer Immobilie die Maklerkosten tragen muss, ist gesetzlich nicht geregelt. In einigen Bundesländern wie Hamburg, Berlin, Brandenburg und Bremen übernimmt jedoch üblicherweise der Käufer die gesamten Vermittlungsgebühren. In den meisten anderen Bundesländern teilen sich Käufer und Verkäufer die anfallende Maklercourtage. Trägt der Verkäufer die Kosten des Maklers, spricht man von einer Innenprovision. Begleicht der Käufer das Honorar, handelt es sich um eine sogenannte Außenprovision.
Tipp 1: Käufer einer Immobilie, die diese nicht selbst bewohnen, sondern vermieten, können Maklergebühren im Rahmen der sogenannten „Anschaffungskosten“ in der Steuererklärung angeben und so Steuern sparen. Tipp 2: Verkäufer einer Immobilie, die innerhalb von zehn Jahren (Spekulationsfrist) ein Objekt veräußern, müssen den Gewinn aus dem Verkauf versteuern. Gleichzeitig können sie Maklergebühren beim Hausverkauf steuerlich geltend machen.

Kostenverteilung Maklerprovision pro Bundesland

BundeslandProvisionshöhe: Prozentualer Anteil am VerkaufspreisAnteil KäuferAnteil Verkäufer

Baden-Württemberg

7,14 %

3,57 %

3,57 %
mit McMakler: 0 %

Bayern

7,14 %

3,57 %

3,57 %

mit McMakler: 0 %

Berlin

7,14 %

7,14 %

0 %

Brandenburg

7,14 %

7,14 %

0 %

Bremen

5,95 %

5,95 %

0 %

Hamburg

6,25 %

6,25 %

0 %

Hessen

5,95 %

5,95 %

0 %

Mecklenburg-Vorpommern

5,95 %

3,57 %

2,38 %
mit McMakler: 0 %

Niedersachsen¹

7,14 % oder 4,76-5,95 %

3,57 % oder 4,76-5,95 %

3,57 % oder 0 %
mit McMakler: 0 %

Nordrhein-Westfalen

7,14 %

3,57-4,76 %

2,38-3,57 %
mit McMakler: 0 %

Rheinland-Pfalz

7,14 %

3,57-4,76 %

2,38-3,57 %
mit McMakler: 0 %

Saarland

7,14 %

3,57 %

3,57 %
mit McMakler: 0 %

Sachsen

7,14 %

3,57-6,00 %

1,14-3,57 %
mit McMakler: 0 %

Sachsen-Anhalt

7,14 %

3,57-6,00 %

1,14-3,57 %
mit McMakler: 0 %

Schleswig-Holstein

7,14 %

3,57 %

3,57 %
mit McMakler: 0 %

Thüringen

7,14 %

3,57 %

3,57 %
mit McMakler: 0 %

¹In einigen Regionen beläuft sich die Provision auf 7,14 % des Verkaufspreises, in anderen liegt sie niedriger zwischen 4,76 und 5,95 %. Gelten die 7,14 %, teilen sich Verkäufer und Käufer des Objektes die Maklercourtage im Normalfall. In Regionen mit dem niedrigeren Satz wird dieser üblicherweise vom Käufer gezahlt.

In einem Bundesland, in dem die Maklercourtage ausschließlich von Käuferseite bezahlt wird, sollten die Käufer diese Kostenposition in ihr Budget mit einplanen. Bei einer Immobilie, die für 380.000 Euro verkauft wird und eine Maklercourtage von 7,14 Prozent der Verkaufssumme vereinbart wurde, fallen beispielsweise 27.132 Euro an.

Wenn Sie Ihre Immobilie mit McMakler verkaufen, entfällt für Sie als Verkäufer der Provisionsanteil – immer und unabhängig von der Region.

Wer übernimmt die Maklerkosten bei Vermietung?

Anders als beim Immobilienverkauf gelten bei der Vermietung und Anmietung von Wohnobjekten bei der Maklercourtage klare Regeln. Im Jahr 2015 wurde von der Bundesregierung das sogenannte „Bestellerprinzip“ bei der Vermietung von Wohnimmobilien eingeführt. Dieses legt fest, dass derjenige die Maklercourtage entrichten muss, der den Makler beauftragt hat. Dadurch wurden die bisherigen geltenden Regeln auf dem Immobilienmarkt neu geordnet. Zuvor galt: Der neue Mieter muss beim Anmieten der Wohnung oder des Hauses die Courtage übernehmen – auch wenn der Vermieter den Makler bestellt hat. Durch das Bestellprinzip soll der Mietinteressent finanziell entlastet werden. Ist es vertraglich festgehalten, können Courtagen in mehreren Raten gezahlt werden. Gewerbeflächen, möblierte Vermietung sowie vorübergehende Vermietung sind hiervon ausgenommen.

Tipp 3: Mieter können eine Maklerprovision steuerlich geltend machen, wenn der Umzug beruflich bedingt ist.

Höhe der Provision bei Vermietung

Bei einer Mietangelegenheit gilt die Regel: Der Makler darf eine Provision in Höhe von bis zu 2,38 Nettokaltmieten fordern.

Voraussetzung für das Erfolgshonorar

Damit ein Makler eine Provision einfordern kann, müssen verschiedene Voraussetzungen vonseiten des Maklerbüros erfüllt werden. Diese regelt unter anderem das Bürgerliche Gesetzbuch in den Paragraphen 652 bis 655. Dazu zählen:

  • Es besteht ein vom Auftraggeber rechtswirksamer Maklervertrag.
  • Die Bemühungen des Maklers waren erfolgreich und es ist durch ihn zu einer Vermittlung der Immobilie gekommen, die mit einem Miet- oder Kaufvertrag abgeschlossen wurde.
  • Er kann anhand von Exposés, Internetanzeigen, Besichtigungen des Objektes oder ähnliches seine Bemühungen für eine Vermittlung nachweisen.

Wie groß der Aufwand des Maklers war, spiegelt die Provision nicht wieder. Er erhält die vereinbarte Zahlung, egal ob er erst nach mühsamen Vermittlungsversuchen erfolgreich war oder ob es bereits mit dem ersten Interessenten zum Vertragsabschluss gekommen ist. Laufen die Anstrengungen des Maklers hingegen ins Leere und es kommt zu keinem von ihm in die Wege geleiteten Vertragsabschluss, wird auch sein Anspruch auf die Maklercourtage hinfällig (BGB Paragraph 652, Absatz 1).