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Verkäufercourtage: Das müssen Sie über die Provisionspflicht wissen

Letztes Update: 23.10.2020

Ein Immobilienmakler erhält beim erfolgreichen Abschluss eines Kaufvertrages für seine Leistungen eine Provision bzw. Courtage. Wird die Provision vom Käufer getragen, spricht man von der Käufercourtage bzw. Außenprovision. Trägt der Verkäufer die Maklerkosten, so handelt es sich um eine Verkäufercourtage, auch Innenprovision genannt. Mischformen beider sind ebenfalls möglich. In diesem Ratgeber-Artikel stellen wir Ihnen die Verkäufercourtage vor. Erfahren Sie, welche Vor- und Nachteile die Innenprovision hat, ob Sie mit dem Makler über die Höhe verhandeln können und wann genau muss sie entrichtet werden muss.


1. Nebenkostenpunkt Maklercourtage: Welche Arten gibt es?

Die Maklerprovision ist das im Maklervertrag vereinbarte Honorar. Zu zahlen ist sie erst, nachdem ein Makler eine Immobilie erfolgreich vermittelt hat. Die Maklercourtage gehört zu den Nebenkosten beim Hausverkauf. Eine erfolgreiche Vermittlung bedeutet, dass die Bemühungen des Maklers in einen Vertragsabschluss für eine Miet- oder Verkaufsimmobilie resultieren. Welche Partei die Maklerprovision bezahlt, hängt unter anderem davon ab, ob es sich um eine Miet- oder Verkaufsimmobilie handelt.

Mietimmobilien und das Bestellerprinzip

Mietimmobilien unterscheiden sich in Sachen Maklercourtage vom Hausverkauf. Bei Mietimmobilien gilt in Deutschland seit Juni 2015 das Bestellerprinzip. Das bedeutet, dass die Partei den Immobilienmakler bezahlt, die ihn engagiert hat. In den meisten Fällen sind es die Immobilienbesitzer, die einen Makler bestellen und mit der Vermittlung beauftragen. Dementsprechend zahlen sie auch sein Honorar. Wenn dagegen Mieter einen Makler engagieren, um mit seiner Hilfe eine Immobilie zu finden, müssen sie die Maklerkosten tragen.

Formen der Maklerprovision bei Verkaufsobjekten

Bei Verkaufsobjekten gilt das Bestellerprinzip nicht. Es ist möglich, dass die beteiligten Parteien sich auf eine Verkäufercourtage, auf eine Käufercourtage (Außenprovision) oder auf eine Mischform beider Provisionsmodelle einigen. Meistens übernehmen Verkäufer das Maklerhonorar, wenn das Objekt in einer Region liegt, in der keine hohe Nachfrage besteht. Dementsprechend beauftragen hier meist die Verkäufer den Makler und bezahlen diesen auch bei erfolgreichem Vertragsabschluss. Käufer tragen die Maklerkosten dagegen meistens anteilig in den Regionen, in denen Wohnraum sehr gefragt ist.

Die Verkäufercourtage: Provisionspflicht der Verkäufer

Die Verkäufercourtage, auch Innenprovision genannt, ist die Provision, die ein Makler mit dem Verkäufer einer Immobilie vereinbart hat. Nach Vertragsabschluss wird die Innenprovision von dem Verkäufer bezahlt.


2. Welche Vorteile hat die Verkäufercourtage?

Das Prinzip der Innenprovision birgt folgende Vorteile für Käufer und Verkäufer:

  • Vorteil für die Verkäufer: Sie können sich den Makler aussuchen, mit dem sie gerne arbeiten möchten.
  • Vorteil für die Käufer: Sie müssen zusätzlich zu dem hohen Kaufpreis für ihre Wunschimmobilie nicht auch noch die teuren Maklerkosten tragen.

3. Die Höhe der Maklerprovision

Die Höhe der zu entrichtenden Maklerprovision variiert je nach Bundesland um einige wenige Prozentpunkte. Während in Bremen, Hessen und Mecklenburg-Vorpommern 5,95 Prozent die Regel sind, sind in Hamburg 6,25 Prozent üblich, in anderen Bundesländern bis zu 7,14 Prozent.


4. Wann ist die Maklercourtage zu bezahlen?

Die Verkäufercourtage ist nach dem Abschluss von einem notariell beglaubigten Kaufvertrag für die Immobilie an den Makler zu bezahlen. Bei Verkaufsobjekten sind Makler oft einverstanden, dass die Verkäufer sie erst dann bezahlen, wenn die Verkaufssumme auf ihr Konto eingegangen ist.


5. Neuverteilung der Maklerkosten ab 2020

Am 12. Juni 2020 wurde das “Gesetz über die Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von Kaufverträgen über Wohnungen und Einfamilienhäuser” von der Bundesregierung verabschiedet. Ab Inkrafttreten des Gesetzes am 23.12.2020 hat die Partei, die den Makler beim Immobilienverkauf beauftragt hat (meist der Verkäufer), mindestens 50 Prozent der Maklerkosten zu tragen. Der Verkäufer darf also maximal die Hälfte der Maklerkosten auf den Käufer umlegen. Auf diese Weise sollen Immobilienkäufer entlastet werden.

Die Neuregelung gilt für folgende Immobilienverkäufe:

  • Objekttyp: Wohnung und Einfamilienhaus

  • Käufertyp: Privatkäufer

Weitere Informationen erhalten Sie in unserem Ratgeber zur Verteilung der Maklerkosten beim Immobilienverkauf.

Unsere Immobilienmakler vor Ort beantworten Ihnen gerne alle Fragen zum Immobilienverkauf und zur Maklerprovision. Tragen Sie hierfür die Eckdaten Ihrer Immobilie ganz unverbindlich und kostenlos in unser Bewertungs-Tool ein.

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Erfahren Sie in einem weiteren Ratgeber-Artikel, wie Sie Ihre Immobilie richtig verkaufen.


Bildquelle: iStock.com/D-Keine

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Die Informationen, Empfehlungen und juristischen Erläuterungen in unserem Ratgeber stellen ausschließlich unverbindliche Informationen ohne jede Gewähr und Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit dar. Es handelt sich nicht um eine Rechtsberatung im eigentlichen Sinne und kann und soll diese nicht ersetzen. Bei Bedarf empfehlen wir gerne einen geeigneten Rechtsanwalt (service@mcmakler.de).

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