Wohnung verkaufen – Ganz einfach mit diesen Tipps

Vorbereitung ist alles. Das gilt natürlich auch für den Wohnungsverkauf. Damit Sie Ihr Verkaufsziel möglichst schnell und stressfrei erreichen, gilt es einiges zu beachten. Erfahren Sie hier, was die wichtigsten Schritte beim Wohnungsverkauf sind und wie Sie diese meistern.

Der richtige Zeitpunkt

Auf die Frage, wann denn der ideale Verkaufszeitpunkt für Ihre Immobilie ist, gibt es keine pauschale Antwort. Wann es sich anbietet, eine Wohnung zu verkaufen, ist letztendlich sowohl von individuellen Faktoren in Bezug auf die Wohnung, sowie von persönlichen Umständen der Besitzer abhängig. Oftmals bestimmen persönliche oder berufliche Gründe wie beispielsweise eine Erbschaft, Trennung oder ein Umzug den Zeitpunkt für den Verkauf einer Wohnung. Auch steuerliche Aspekte, wie zum Beispiel das Umgehen der Spekulationssteuer beim Immobilienverkauf können den Verkaufszeitpunkt beeinflussen.

Die hohen Preise sowie die steigende Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt bieten aktuell grundsätzlich gute Voraussetzungen für Verkäufer, weshalb oft auf einen schnellen Verkauf abgezielt wird. Nichtsdestotrotz sollten Verkäufer sicherstellen, ausreichend Zeit für den Wohnungsverkauf zur Verfügung zu haben. Nur so kann ein optimales Verkaufsergebnis erzielt werden. Zeitdruck beim Verkauf einer Wohnung kann nicht nur dazu führen, Fehler zu machen oder wichtige Dinge zu vergessen; ein enger zeitlicher Rahmen kann unter Umständen dazu führen, dass die eigene Verhandlungsposition geschwächt wird. Potenzielle Käufer könnten versuchen, den Preis zu drücken, wenn sie wissen, dass der Besitzer schnell verkaufen muss.

Wohnung leer stehend oder vermietet verkaufen?

Ob die Wohnung leer stehend oder vermietet ist, macht einen großen Unterschied. Die Nachfrage nach freiem Wohnraum ist grundsätzlich höher als für vermietete Wohnungen. Der Grund hierfür ist, dass viele Kaufinteressenten eine Eigentumswohnung zur Selbstnutzung suchen. Mit der erhöhten Nachfrage steigen auch Angebots- und Verkaufspreis für freie Eigentumswohnungen.

Vermietete Wohnungen lassen sich oft schwerer verkaufen, da hier bei einem Wohnungsverkauf hauptsächlich Kapitalanleger als neue Eigentümer infrage kommen. Allerdings ist der Immobilienbestand vielerorts sehr knapp, was bedeutet, dass viele Kapitalanleger aus den unsicheren Finanzmärkten in sichere Immobiliengeschäfte investieren möchten. Das wiederum führt dazu, dass sich auch vermietete Wohnungen vergleichsweise gut verkaufen lassen. Ziel dieses Käuferkreises ist es, eine möglichst hohe, berechenbare Rendite für die Immobilie zu erzielen. Sind die Investitionskosten hoch und liegt die Miete deutlich unter dem regionalen Vergleichswert, ist die Eigentumswohnung für Kapitalanleger uninteressant.

Käufer mit Eigenbedarf können beispielsweise Personen sein, die vorher noch zur Miete gewohnt haben und jetzt Wohneigentum erwerben möchten. Diese Kaufinteressenten wollen beispielsweise für das Alter vorsorgen oder ihre monatlichen Belastungen reduzieren. Auch Rentner, die ihr Haus nicht mehr bewohnen wollen – oder können – und nun eine altersgerechte Wohnung suchen, können gegebenenfalls eine interessante Zielgruppe sein.

Grundsätzlich ist der Verkauf einer Eigentumswohnung an einen Käufer mit Eigenbedarf möglich, besonders wenn die Selbstnutzung erst zu einem späteren Zeitpunkt geplant ist. Eine Kündigung wegen Eigenbedarf ist prinzipiell auch möglich. Allerdings schrecken ein hohes Prozessrisiko, eine lange Verfahrensdauer und eventuell verbundene Kosten die meisten Selbstnutzer von vermieteten Immobilien ab. Aufgrund von Mieterschutzgesetzen kann ein neuer Eigentümer sich nicht ohne Weiteres von seinem Mieter trennen. Möchte der neue Eigentümer Eigenbedarf anmelden, müssen für die Kündigung des Mieters entsprechende Fristen eingehalten sowie ein „berechtigtes Interesse“ nachgewiesen werden.

Sonderfälle beim Wohnungsverkauf: Scheidung, Erbe und Co.



Gemeinschaftseigentum
Beim Wohnungsverkauf ist zu beachten, dass nicht nur eine Wohnung (Sondereigentum) verkauft wird, sondern ein Teil des Gemeinschaftseigentums. Demnach sind auch Aspekte wie die finanzielle Ausstattung und Organisation der Eigentümerschaft wichtig für die Wohnungsbewertung. Die Details dazu finden sich in der Teilungserklärung und der Gemeinschaftsordnung wieder. Sie müssen einem potenziellen Käufer vorgelegt werden.

Nicht selten kann ein Wohnungsverkauf daran scheitern, dass der Käufer nicht Teil der konkreten Eigentümergemeinschaft werden möchte, weil er beispielsweise mit deren vergangenen Entscheidungen nicht einverstanden war. Dabei spielt die Sorge, dass die Gemeinschaft Dinge beschließen könnte, die seinen eigenen Vorstellungen widersprechen, eine entscheidende Rolle. Daher sollten Sie beim Wohnungsverkauf auf den gemeinschaftlichen Aspekt der Immobilie achten und diesbezüglich auf Fragen vorbereitet sein.

Wohnung verkaufen nach einer Scheidung
Ist der Wohnungsverkauf im Zuge einer Scheidung geplant, ist darauf zu achten, ob beide Ehepartner dem Verkauf zustimmen oder nur einer verkaufen möchte. Sind beide Partner im Grundbuch eingetragen, gehört die Wohnung auch beiden. Wenn einer der Partner dem Verkauf dann nicht zustimmt, darf die Wohnung nicht verkauft werden. Stattdessen müssen sich die Partner (notfalls auch über den gerichtlichen Weg) einigen.

Je nachdem, welcher Anteil im Grundbuch vermerkt ist, werden die Wohnung sowie die aus dem Verkauf resultierenden Erlöse aufgeteilt, in der Regel zu jeweils 50 Prozent. Auch die beim Wohnungsverkauf anfallenden Kosten, wie beispielsweise Makler- und Notarkosten, werden zu den jeweiligen Anteilen auf beide Partner verteilt.

Geerbte Wohnung verkaufen
Auch beim Verkauf einer geerbten Wohnung gibt es einige Dinge zu beachten. Dazu gehört beispielsweise die Erbschaftssteuer, die auf den Verkaufserlös gezahlt werden muss. Ob, diese zu entrichten ist und wie hoch sie ausfällt, hängt von vielen Faktoren ab.

Für die Erbschaftssteuer gibt es einen Freibetrag, der vom Verkaufserlös abgezogen werden kann. Dieser liegt bei mindestens 20.000 Euro und steigt je nach „Enge“ des Verwandtschaftsgrads zum Verstorbenen auf bis zu 500.000 Euro an. Auf die Summe nach Abzug des Freibetrags wird dann die besagte Erbschaftssteuer gezahlt.

Wohnung mit laufendem Kredit verkaufen
Viele Menschen, die ihre Wohnung aus unvorhergesehenen Gründen vorzeitig verkaufen müssen, fragen sich, inwiefern der Verkauf einer Wohnung mit einem laufenden Kredit möglich ist. Grundsätzlich ist es möglich, eine finanzierte Wohnung vor Ablauf des Kredits zu verkaufen, allerdings ist der Verkauf an bestimmte Bedingungen geknüpft.

Die Bank will natürlich sicherstellen, dass der aufgenommene Kredit ordnungsgemäß abbezahlt wird. Im Zuge des Finanzierungskredites hat der Kreditnehmer sich zur Zahlung von Zinsbeiträgen verpflichtet, die auf der vereinbarten Laufzeit beruhen und einen Gewinn für die Bank bedeuten. Wird der Kredit durch den Verkauf nun außerplanmäßig zurückgezahlt, entsteht für die Bank ein wirtschaftlicher Schaden, da weitere Zinszahlungen entfallen. Dieser Verlust für die Bank muss in der Regel durch eine sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung ausgeglichen werden. Wie hoch diese ausfällt, hängt von den verbleibenden Zinsbeträgen ab und wird individuell von der Bank errechnet.

Eine andere Möglichkeit, die finanzierte Wohnung ohne Vorfälligkeitsentschädigung zu verkaufen, besteht in der Übernahme des bestehenden Kreditvertrages durch den Wohnungskäufer, wobei ein Schuldnerwechsel stattfindet und die Bank den Finanzierungskredit zu den vereinbarten Konditionen fortführen kann. Natürlich müssen sowohl die Bank als auch der Käufer einwilligen. Darüber hinaus entstehen Übernahmegebühren bei der Bank. Wer diese übernimmt, müssen Verkäufer und Käufer dann unter sich ausmachen.

Den richtigen Angebotspreis finden

Wenn Sie Ihre Wohnung verkaufen möchten, ist natürlich der erzielbare Verkaufspreis von großem Interesse. Dieser ist nicht so leicht zu bestimmen, da der Wohnungswert von vielen individuellen Faktoren abhängig ist und sich der tatsächlich erzielbare Verkaufspreis erst im Verkaufsprozess ergibt. Als erste Orientierung für den Wohnungswert kann es hilfreich sein, sich die Quadratmeterpreise für Eigentumswohnungen in den jeweiligen Immobilienpreisspiegeln anzuschauen. Allerdings ist dieser Schritt noch nicht allein ausreichend, um einen aussagekräftigen Immobilienwert zu ermitteln.

Häufig schätzen Eigentümer den Wert Ihrer Immobilie falsch ein: meist durch den emotionalen Wert, den sie ihrer Wohnung zumessen. Fehlkalkulationen dieser Art werden bei informierten Kaufinteressenten auf Misstrauen stoßen. Ein zu hoher Angebotspreis schreckt potenzielle Käufer ab, wodurch die Wohnung lange auf dem Markt bleibt. Wird der Preis nach einer Weile gesenkt, macht das Kaufinteressenten misstrauisch.

Um solche Fehler aufgrund mangelnder Erfahrung und mangelnden Fachwissens zu vermeiden, ist eine professionelle Wohnungsbewertung durch Experten ratsam.

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Welche Faktoren haben Einfluss auf den Wohnungswert?
Bei einer Wohnungsbewertung sollten neben den offensichtlichen Kriterien wie Lage, Zustand und Ausstattung auch weiterführende wertsteigernde, beziehungsweise wertmindernde Faktoren berücksichtigt werden:

Eine wichtige Rolle spielt zum einen das Baujahr der Wohnung. Beispielsweise werden Eigentumswohnungen aus den 50er, 60er und 70er Jahren meist deutlich unter den Preisen von Altbau- oder Neubauwohnungen gehandelt. Auch die Bauqualität hat einen Einfluss auf den Wert.

Des Weiteren ist auch die Wohnetage, in der sich die Eigentumswohnung befindet, relevant. Häufig werden Erdgeschosswohnungen zu niedrigeren Preisen als Wohnungen in darüberliegenden Etagen verkauft, da viele Menschen im Erdgeschoss Angst vor Einbrechern haben und beispielsweise keine vermeintlich dunklen oder fußkalten Wohnungen kaufen möchten. Außerdem spielt es eine Rolle, ob und welche Austrittsgelegenheiten vorhanden sind. Hat eine Wohnung weder Garten noch Balkon, ist mit Preisabschlägen zu rechnen. Nicht zuletzt haben je nach Zielgruppe auch die Zimmeranzahl sowie der Schnitt der Wohnung einen Einfluss auf den erzielbaren Preis.

Wichtige Unterlagen

Ist die Zielgruppe identifiziert und der passende Angebotspreis ermittelt worden, muss die Wohnung auf den Markt gebracht und eine Anzeige erstellt werden. Dabei sollten folgende Dinge nicht fehlen:

  • Qualitativ hochwertige Fotos

  • Grundriss der Wohnung

  • Energiedaten (Energieausweis)

  • Ausdrucksstarkes Exposé

Sind die benötigten Unterlagen gesammelt, sollte ein Exposé für die Wohnung erstellt werden, um Ihre Immobilie im besten Licht zu präsentieren. Wenn Sie einen Immobilienmakler für den Wohnungsverkauf beauftragen, übernimmt dieser die Erstellung für Sie.

Bei einer gelungenen Anzeige werden sich schnell die ersten Interessenten melden. Anfragen sollten freundlich und ausführlich beantwortet werden, sodass schnell Besichtigungstermine vereinbart werden können.

Es ist ratsam, alle für den Wohnungsverkauf wichtigen Unterlagen bereits im Voraus zu besorgen, da manche gegebenenfalls beim Besichtigungstermin vorgezeigt werden müssen (beispielsweise der Energieausweis oder die Teilungserklärung). Daher bietet es sich an, im Voraus eine Checkliste für den Immobilienverkauf mit den benötigten Unterlagen zu erstellen. Zu den wichtigsten Unterlagen für den Verkauf einer Wohnung gehören:

  • Grundriss: Die Wohnung sollte möglichst maßstabsgerecht im Grundrissplan dargestellt werden, damit sich Interessenten frühzeitig einen Eindruck von der Immobilie verschaffen können.

  • Teilungserklärung: Die Teilungserklärung erklärt das Innenverhältnis der jeweiligen Wohnungseigentümerschaft. Da sich der notarielle Vertrag direkt auf die Teilungserklärung bezieht, muss der Käufer sie vor dem Verkauf der Wohnung erhalten.

  • Grundbuchauszug: Im Grundbuch sind die Grundstücke sowie die grundstücksgleichen Rechte und die hieran bestehenden Eigentumsverhältnisse und die damit verbundenen Belastungen verzeichnet.

  • Urkunde über die Brandversicherung: In Deutschland ist die Brandversicherung Pflicht. Oftmals benötigen Käufer die Urkunde für die Finanzierung der Immobilie.

  • Protokolle der Eigentümerversammlungen: Mithilfe der Protokolle der letzten drei Jahre hat der Käufer die Möglichkeit, einen Eindruck von der der Gemeinschaft zu erhalten.

  • Wohngeldabrechnung und Wirtschaftsplan: Mit der letzten Wohngeldabrechnung und dem Wirtschaftsplan vom Haus zeigen Sie dem Kaufinteressenten, wie sich die Wohngeldausgaben monatlich zusammensetzen. So sehen potenzielle Käufer, wie viel Geld im Jahr angespart wird, welche Rücklagen vorhanden sind und welche Planungen anstehen. Das kann von Vorteil für den Verkauf sein.

  • Baubeschreibung: Sofern es aus der Bauzeit des Hauses noch eine Baubeschreibung gibt, dann ist diese ebenfalls für den Wohnungskäufer interessant.

  • Energieausweis: Der Energieausweis gibt Auskunft über die energetische Beschaffenheit und ist Pflicht.

Die Wohnung kompetent vermarkten

Sollte die Wohnung in Eigenregie oder mit einem Makler vermarktet werden? Bevor Sie sich Hals über Kopf in die Vermarktung der Wohnung stürzen, sollten Sie sich folgende Frage stellen:
Bin ich der Herausforderung, meine Wohnung eigenverantwortlich zu verkaufen, gewachsen?

Prinzipiell ist ein Verkauf auf eigene Faust möglich, es ist dabei jedoch essenziell, die eigenen Kapazitäten und Stärken zu berücksichtigen. Die erforderlichen Informationen bereitzustellen, ein wirkungsvolles Exposé zu erstellen und die Kaufinteressenten zu betreuen nimmt viel Zeit in Anspruch. Ist man berufstätig und hat nur wenig Zeit an Abenden und Wochenenden, ist es meist sinnvoller, einen Makler zu beauftragen.

Doch auch wenn die nötige Zeit vorhanden ist, sollte ein gewisses Talent vorhanden sein, um tatsächliches Interesse bei potenziellen Wohnungskäufern zu wecken. Selbst eindrucksvolle Immobilien verkaufen sich nicht von selbst, sie müssen vielmehr ansprechend und professionell präsentiert werden, damit Kaufinteressenten auf das Angebot aufmerksam werden und dieses als seriös wahrnehmen.

Zudem gestaltet sich der Umgang mit Kaufinteressenten meist schwieriger als erwartet. So wird der angegebene Preis bei einem Wohnungsverkauf von privat seitens der Kaufinteressenten in der Regel als Verhandlungsbasis verstanden. Solche Erfahrungen beim Verkauf einer Wohnung können frustrierend sein und lassen so manchen Immobilienbesitzer verzweifeln.

Sind Sie sich nicht sicher, ob Sie der Herausforderung gewachsen sind, sollten Sie einen Makler beauftragen. Die Expertise von professionellen Immobilienmaklern treibt den Verkaufsprozess an – besonders durch die Entwicklung von zielgruppenorientierten Vermarktungsstrategien. Dies spart Ihnen nicht nur wertvolle Zeit und Sorgen, sondern lässt auch den potenziellen Verkaufspreis steigen. Der Makler übernimmt für Sie das gesamte Interessentenmanagement sowie die Organisation der Unterlagen. Darüber hinaus übernimmt er die Wohnflächenberechnung und die Prüfung der Kaufinteressenten und kann möglicherweise wertmindernde Faktoren für Ihre Wohnung angemessen kalkulieren.

Worauf ist bei der Präsentation der Wohnung zu achten?
Neben einem ansprechenden Exposé ist natürlich auch die Präsentation der Immobilie vor Ort von großer Bedeutung für den Eindruck auf potenzielle Wohnungskäufer.

Sollte man die Wohnung vor dem Verkauf renovieren?

Viele Immobilienbesitzer fragen sich, inwiefern es nötig beziehungsweise rentabel ist, die Wohnung vor dem Verkauf Modernisierungsmaßnahmen zu unterziehen. Im Allgemeinen wirkt eine moderne und gepflegt aussehende Wohnung ansprechender als eine mit erheblichen Mängeln oder vielen Schönheitsfehlern. Häufig kann eine optisch ansprechende Wohnung schneller vermittelt werden. Neben der Optik spielt für Kaufinteressenten auch die energetische Beschaffenheit der Eigentumswohnung eine Rolle, da diese einen Einfluss auf zukünftig für den Käufer entstehenden Kosten hat.

In vielen Fällen kann durch Renovierungs- und Sanierungsmaßnahmen oder durch eine Modernisierung eine Wertsteigerung der Immobilie erzielt werden. Besonders für anspruchsvolle Käuferkreise können Renovierungen beziehungsweise Sanierungen sinnvoll sein, da diese meist bereit sind, für eine moderne Wohnung höhere Preise zu zahlen. Aber auch kleinere Maßnahmen können manchmal schon Großes bewirken. Eine möblierte Wohnung wirkt beispielsweise deutlich positiver und wohnlicher als eine komplett leere, weshalb Profis für das sogenannte „Home Staging“ beauftragt werden können. Dabei wird die Wohnung durch den gezielten Einsatz von Möbeln, Dekoration und anderen Elementen optisch inszeniert und aufgewertet. In jedem Fall sollte die Wohnung vor dem Verkauf aufgeräumt und sauber sein. Zudem ist es ratsam, kleine Schönheitsreparaturen zu erledigen, wie beispielsweise Kratzer im Parkett zu entfernen.

Ein professioneller Immobilienmakler kann Sie beraten, bei welchen Maßnahmen sich in Ihrem individuellen Fall der Mehraufwand lohnt. Darüber hinaus verfügt er über entsprechende Kontakte und hilft Ihnen, die notwendigen Maßnahmen einzuleiten.

Den Wohnungsverkauf abschließen

Entscheidet sich ein Interessent nach der Besichtigung dazu, die Wohnung zu kaufen, gibt er ein Angebot ab. Im Folgenden muss die Solvenz des potenziellen Käufers überprüft werden. Kann sich der Kaufinteressent die Wohnung leisten, müssen gegebenenfalls Preisverhandlungen geführt und anschließend ein detaillierter Kaufvertrag ausgearbeitet werden.

Grundsätzlich sollten Verkaufsverhandlungen nur von professionellen Verkäufern oder Immobilienmaklern, unter Anwendung gängiger Verkaufsstrategien geführt werden. Wenn die Verhandlungen dennoch vom Eigentümer durchgeführt werden, sollte der Ablauf im Vorfeld ausgearbeitet werden:

  1. Legen Sie sich eine geeignete Preisstrategie zurecht: Bei Einzelverhandlungen bewährt sich meist das Hochpreismodell, um Spielraum für Eingeständnisse zu haben. Gibt es mehrere Bieter, eignet sich die Niedrigpreisstrategie (Bieterverfahren), wobei sich die Interessenten überbieten.

  2. Bereiten Sie starke Argumente vor, um den Preis hoch zu halten: Was macht Ihre Immobilie einzigartig? Gibt es gegebenenfalls besondere Einbauten?

  3. Überlegen Sie sich eine geschickte Verhandlungstaktik und führen Sie bestenfalls eine Simulation mit Freunden durch. Es ist unerlässlich, souverän aufzutreten. Dennoch sollten Sie den Kaufinteressenten sprechen lassen und aufmerksam zuhören – so fühlt sich Ihr Gegenüber miteinbezogen und Sie können Ihre Argumente gezielter platzieren.

Wichtig: Viele Verkäufer vergessen, dass Emotionen in einem Verkaufsgespräch nichts verloren haben. Lassen Sie sich von Ihren Gefühlen leiten, wirken Sie schnell unprofessionell, was einen negativen Effekt auf den Verhandlungshergang hat.

Auf umfangreiche Preisverhandlungen müssen Sie sich nicht einlassen. Akzeptiert der Kaufinteressent den Verkaufspreis nicht, können Sie auch Dinge wie kleine Reparaturen oder Renovierungsarbeiten (zum Beispiel das Streichen der Wände) anbieten. Kleinere Schwächen müssen Sie nicht unbedingt nennen, allerdings kann dies gegebenenfalls Vertrauen zum Käufer aufbauen. Baumängel hingegen dürfen nicht verschwiegen werden.

Wie bei der Übergabe einer Mietwohnung, sollten Sie auch ein Übergabeprotokoll anfertigen, wenn Sie Ihre Wohnung verkaufen. Darin wird der Zustand der Wohnung zum Zeitpunkt der Übergabe dokumentiert. Mithilfe des Protokolls können Sie späteren Streitigkeiten mit dem Wohnungskäufer vorbeugen.

Der Kaufvertrag einer Immobilie muss notariell beglaubigt sein, demnach muss ein Notartermin vereinbart werden. Beim Notartermin wird der Kaufvertrag von allen am Verkauf beteiligten Parteien unterschrieben. Nachfolgend wird der Notar die offizielle Eintragung in das Grundbuch in die Wege leiten, woraufhin der Kaufpreis von dem zuständigen Finanzinstitut an den Verkäufer überwiesen wird.

Wohnung verkaufen – Die 8 häufigsten Fehler

Damit bei Ihrem Wohnungsverkauf auch wirklich nichts schief läuft, haben wir die häufigsten Fehlerquellen, die es zu vermeiden gilt, noch einmal auf einen Blick für Sie zusammengefasst:

  1. Mangelnde Vorbereitung
    Eigentümer sollten sich keinesfalls Hals über Kopf in den Verkauf ihrer Wohnung stürzen. Eine gute und rechtzeitige Vorbereitung ist das A und O für einen schnellen und erfolgreichen Verkauf der Wohnung. Daher sollten Eigentümer nichts dem Zufall überlassen und genügend Zeit für die nötige Vorarbeit einplanen. Eine mangelhafte Vorbereitung kann im Nachhinein deutliche finanzielle Einbuße bedeuten.

  2. Wohnung unter Zeitdruck verkaufen
    Natürlich möchte man den Verkauf der Wohnung so schnell wie möglich erledigt wissen und manchmal ist man sogar durch äußere Umstände genötigt, die Wohnung zeitnah zu verkaufen. Hektik tut jedoch selten gut. Einerseits führt ein vorschneller Verkauf in der Regel zu Fehlern, weil wichtige Dinge vergessen werden. Andererseits schwächt ein Verkauf unter Zeitdruck die eigene Verhandlungsposition und wirkt sich dadurch negativ auf den Verkaufspreis aus.

  3. Den Wert der Wohnung „nach Gefühl“ einschätzen
    Der Wohnungswert sollte nie vermutet oder ausschließlich nach Gefühl geschätzt werden. Vielmehr sollte der Wert genau und objektiv ermittelt werden, wobei der emotionale Wert, den die Wohnung für den Eigentümer hat, außer Acht gelassen werden muss. In der Regel kann nur eine marktgerechte Bewertung durch einen Fachmann, der alle wertwichtigen Faktoren miteinbezieht und über die nötige Marktkenntnis verfügt, einen realistischen Wert liefern. Dieser ist für die Kaufpreisfindung und letztendlich für einen erfolgreichen Verkauf entscheidend.

  4. Unvollständige Unterlagen
    Die Vollständigkeit der wichtigsten Unterlagen für den Verkauf ist sowohl für eine korrekte Wertermittlung als auch für den weiteren Verkaufsprozess von Bedeutung. Durch unvollständige Anzeigen oder fehlende Unterlagen bei Besichtigungen und Verkaufsgesprächen können potenzielle Käufer verloren gehen.

  5. Überschätzung der eigenen Kompetenzen
    Oftmals überschätzen Eigentümer die eigenen Fähigkeiten in Bezug auf die erforderlichen Schritte im Vermarktungsprozess. Die Präsentation der Wohnung in Anzeige und Exposé sowie die Durchführung von Besichtigungsterminen und Verkaufsverhandlungen erweisen sich oft als zeitaufwendiger und schwieriger als gedacht. Die Wohnung sollte professionell präsentiert werden, Besichtigungstermine sollten gut organisiert sein und Verkaufsgespräche kompetent und strategisch geführt werden.

  6. Die Bonität des Käufers wird nicht überprüft
    Aufgrund falscher Befangenheit scheuen sich viele Eigentümer davor, die Bonität des potenziellen Käufers zu prüfen. Diese falsche Rücksichtnahme und die Hoffnung, dass die Zahlungsabwicklung dann schon positiv abläuft, können Eigentümer teuer zu stehen kommen. Die Rückabwicklung des Kaufvertrages aufgrund von Finanzierungsproblemen ist kostspielig und nervenaufreibend. Mit einer Finanzierungsbestätigung durch die Bank des Käufers gehen Eigentümer auf Nummer sicher.

  7. Der Kaufvertrag wird vorschnell unterschrieben
    Bei der Unterzeichnung des Kaufvertrages verlassen sich viele Verkäufer auf den Notar, der ja schließlich für den Kaufvertragsentwurf zuständig ist. Der Kaufvertrag soll die getroffenen Vereinbarungen widerspiegeln. Der Notar war jedoch nicht bei den Verhandlungen dabei, weshalb Eigentümer genau wissen sollten, welche Punkte wie im Vertrag berücksichtigt werden sollen. Vor der Unterzeichnung sollte der Vertrag dahin gehend geprüft werden.

  8. Die Unterstützung eines Maklers wird kategorisch ausgeschlossen
    Natürlich ist es prinzipiell möglich, die Wohnung ohne Makler zu verkaufen. Um sich die Maklerprovision zu sparen, schließen einige Eigentümer die Beauftragung eines Maklers jedoch von vornherein aus, ohne sich bewusst zu sein, wie viel Aufwand hinter einem eigenständigen Verkauf steckt. Ein Immobilienmakler bietet während des gesamten Verkaufsprozesses professionelle Beratung und Unterstützung: von der Präsentation über die Vermarktung und Verkaufsverhandlungen bis hin zum Kaufabschluss und Notartermin. Mit McMakler ist der Verkauf für den Eigentümer sogar kostenlos.

Bei McMakler verkaufen Eigentümer grundsätzlich kostenfrei.

Wohnung mit McMakler verkaufen