Entwicklung der Quadratmeterpreise

Wer eine Immobilie kaufen oder verkaufen möchte, sollte wissen, welche Faktoren den Preis beeinflussen und ob der geforderte Quadratmeterpreis gerechtfertigt ist. Der Quadratmeterpreis ist der Wert für ein Quadratmeter Grundstücksfläche oder ein Quadratmeter Wohnfläche in einer bestimmten Region oder einer bestimmten Lage. Gemeint ist der aktuelle Preis, der am Markt erzielt werden kann. Aktuelle Quadratmeterpreise ausgewählter deutscher Großstädte und deren Entwicklung werden im Artikel aufgeführt.

Entwicklung der Quadratmeterpreise und regionale Preisunterschiede

Einflussfaktoren auf den Quadratmeterpreis

Ähnlich wie bei Grundstücken hängen die Quadratmeterpreise für Häuser und Eigentumswohnungen von mehreren Faktoren ab: Insbesondere die Lage ist ein wichtiger Faktor und am Markt kann man sehr große Unterschiede von Stadt zu Stadt und sogar von Stadtteil zu Stadtteil beobachten.

Doch neben der Lage beziehungsweise der Attraktivität einer Stadt oder eines Stadtteils tragen auch ganz individuelle Faktoren zur Ermittlung des Hauswertes bei.

Bei der Preisermittlung müssen Objektkriterien wie das Baujahr, der Bauzustand, die Größe, der Schnitt und die Ausstattung der konkreten Wohnung oder des Hauses berücksichtigt werden. Besonders hohe Preise pro Quadratmeter werden für hochwertig ausgestattete Neubauwohnungen oder aufwendig sanierte Altbauwohnungen in gefragten Stadtteilen gezahlt.

Wer sich genauer informieren möchte, welche Quadratmeterpreise Wohnimmobilien in einer Region aktuell erzielen, kann den jeweiligen Immobilienpreisspiegel zu Rate ziehen.

Wer ein Grundstück oder eine Wohnimmobilie kaufen oder verkaufen möchte und wissen will, welcher Immobilien- oder Grundstückspreis realistisch und fair ist, kann sich von einem Makler beraten lassen. Er kann bei der Objektbewertung alle wichtigen Faktoren berücksichtigen und einen individuellen Preis empfehlen. So stellen Käufer sicher, dass sie für ihre Wunschimmobilie keinen überteuerten Preis bezahlen und Verkäufer finden Dank des fairen Preises schneller einen Käufer.

Informationen zur Lage, zur Bebauung und zu Flur- sowie Flurstücksnummern von Grundstücken finden Sie in der jeweiligen Flurkarte.

Quadratmeterpreise in deutschen Großstädten

Auch wenn die Immobilienpreise in den letzten Jahren bundesweit gestiegen sind, kann man deutliche regionale Preisunterschiede beobachten. Vor allem in den Großstädten sind die Quadratmeterpreise stärker gestiegen und befinden sich auf Höchstständen. Der Zuzug von immer mehr Menschen aus den ländlichen Gebieten und aus dem Ausland in die Ballungsgebiete ist ein entscheidender Faktor für die verstärkte Nachfrage nach Immobilien. Im Zusammenspiel mit dem knappen Wohnraumangebot führt das zu steigenden Immobilienpreisen in den Großstädten.

StadtMarktpreis/m² in Q1 2018Marktpreis/m² in Q1 2019Ø Preisanstieg

Berlin

4.193 €

4.455 €

6,3 %

München

7.525 €

7.989 €

6,2 %

Hamburg

4.420 €

4.532 €

2,5 %

Frankfurt am Main

4.366 €

4.780 €

9,5 %

Köln

3.590 €

3.652 €

1,7 %

Düsseldorf

3.976 €

3.995 €

0,5 %

Stuttgart

4.498 €

4.608 €

2,5 %



Zum Beispiel sind die Immobilienpreise in Frankfurt am Main im Zeitraum vom ersten Quartal 2018 bis zum ersten Quartal 2019 um 9,5 Prozent gestiegen. In Euro bedeutet das: Der Durchschnittspreis für einen Quadratmeter Wohnfläche stieg dort von 4.366 Euro auf 4.780 Euro.

Auch in Berlin legen die Quadratmeterpreise zu. Hier gab es im selben Zeitraum einen Preisanstieg von 6,3 Prozent auf 4.455 €/m². Dicht dahinter an dritter Stelle steht die Stadt München mit einem Preisanstieg von 6,2 Prozent. Trotz des dritten Platzes in der Preisentwicklung liegt München beim Quadratmeterpreis ganz vorn. Pro Quadratmeter zahlt ein Käufer hier sage und schreibe 7.989 Euro.

Quadratmeterpreise an der Nordseeküste

Von Borkum über Norderney bis hoch nach Amrum und Sylt: Die Nordsee hat zahllose malerische Fleckchen zu bieten. Mit ihrer wilden Landschaft, den Robbenbänken und dem Wattenmeer als UNESCO-Weltnaturerbe lockt die Nordsee jährlich viele Besucher an die Küste. Diese Beliebtheit lässt die Nachfrage an Wohneigentum und damit auch die hiesigen Immobilienpreise rasant ansteigen.

Grafik: Immobilienklima Nordsee

Raues Immobilienklima

Es scheint, als wäre der Preisanstieg an der Nordseeküste unaufhaltsam. In allen Nordsee-Regionen steigen die Durchschnittspreise pro Quadratmeter. In sieben der 13 Regionen kam es im ersten Quartal 2019 gegenüber dem Vorjahresquartal zu Preissteigerungen um über fünf Prozent. In den Regionen Emden und Wilhelmshaven klettern die Quadratmeterpreise sogar um fast neun Prozent. Das macht die beiden Regionen zu den Spitzenreitern mit den höchsten Preisanstiegen im Ranking.

Begehrte Insellage

Auf den Nordsee-Inseln müssen Interessenten beim Kauf eines Hauses oder einer Eigentumswohnung am tiefsten in die Tasche greifen. Sie führen das Preisranking mit großem Vorsprung an. Dort ist es sogar fünf Mal so teuer wie in der günstigsten Region Wesermarsch. Kein Wunder, denn die Lage ist heiß begehrt.

Spitzenreiter sind die Nordfriesischen Inseln, darunter Sylt, einer der teuersten Hotspots Deutschlands. Der Durchschnittspreis pro Quadratmeter stieg 2019 auf 6.806 Euro an. Obwohl die Quadratmeterpreise 2018 schon exorbitant hoch waren, gab es einen erneuten Preisanstieg von satten 7,8 Prozent. Damit erreichen die Nordfriesischen Inseln Münchner Preisniveau.

Doch auch Immobilien auf den Ostfriesischen Inseln, darunter Norderney und Langeoog, kommen Käufer teuer zu stehen. Hier gab es einen Preisanstieg von 1,3 Prozent, was einem Durchschnittspreis von 6.327 €/m² entspricht.

Großer Abstand zu den Spitzenreitern

Mit deutlichem Abstand zu den Erstplatzierten und einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 2.437 €/m² belegt Nordfriesland – ohne Einbezug der Nordfriesischen Inseln und der Halbinsel Eiderstedt – Platz drei der teuersten Nordsee-Regionen. Der Preisanstieg liegt bei gerade einmal 0,7 Prozent.

Ganz anders sieht das auf der Halbinsel Eiderstedt aus. Der Durchschnittspreis für einen Quadratmeter ist hier um immerhin 6,9 Prozent auf 2.391 Euro gestiegen. Die Halbinsel mit ihrer Lage direkt an der Nordsee und dem bekannten Urlaubsort St. Peter-Ording ist offenbar eine beliebte Alternative für all diejenigen, denen die Nordfriesischen Inseln zu teuer sind.

Stürmische Zeiten auch auf dem Festland

Auch auf dem Festland müssen sich Kaufinteressenten auf deutliche Preissteigerungen einstellen. In Cuxhaven zahlt der Käufer eines Hauses oder einer Eigentumswohnung einen durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 1.740 Euro. Das macht einen Preisanstieg von 5,1 Prozent. Die steigende Beliebtheit lässt sich auch hier wieder durch Cuxhavens unmittelbare Lage zum Wattenmeer erklären.

Gleich danach folgt das breite Mittelfeld mit Friesland, Wittmund, Aurich, Dithmarschen und Emden. Die Preise variieren zwischen 1500 €/m² und 1600 €/m². Am teuersten ist es in Friesland. Dort zahlt ein Käufer durchschnittlich 1.590 Euro für einen Quadratmeter. Am günstigsten ist es in Emden mit einem Durchschnittspreis von 1.505 €/m². Dort gab es jedoch einen Preisanstieg um satte 8,7 Prozent.

Hohe Preisanstiege bei niedrigen Immobilienpreisen

Am günstigsten lässt sich ein Haus oder eine Eigentumswohnung in Wesermarsch erwerben. Hier kostet ein Quadratmeter durchschnittlich 1.303 Euro. Dicht darauf folgen die Regionen Wilhelmshaven mit einem Durchschnittspreis von 1.311 €/m² und Bremerhaven mit 1.385 €/m².

Bereits in einer Analyse der Stadt Heidelberg waren vor allem die eher günstigen Regionen von hohen Preisanstiegen betroffen. Das trifft auch auf die Nordseeküste zu, wie das Beispiel Emden beweist. So auch der Fall in Bremerhaven und Wilhelmshaven. Während es in Bremerhaven einen Preisanstieg von durchschnittlich 6,3 Prozent gab, stiegen die Preise pro Quadratmeter in Wilhelmshaven sogar um 8,8 Prozent. Damit verzeichnet Wilhelmshaven als eine der günstigsten Regionen den höchsten Preisanstieg im gesamten Ranking.

Ein Blick in die zweite Reihe lohnt sich also für Interessenten, die nach einem Haus oder einer Eigentumswohnung mit Lage an der Nordseeküste suchen.

Unsere Grafik zur Entwicklung der Quadratmeterpreise an der Nordseeküste können Sie hier kostenlos herunterladen:

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Quadratmeterpreise an der Ostseeküste

Die Küste ruft: Die Ostsee ist eine der beliebtesten Urlaubsregionen der Deutschen und das schon seit Jahrzehnten. Auch immer mehr Immobilieneigentümer erfüllen sich den Traum vom Leben an der Küste und kaufen sich dort ein Haus oder eine Eigentumswohnung. Da wundert es wenig, dass die hiesigen Quadratmeterpreise steigen.

Grafik: Immobilienklima Ostsee

Der Immobilienmarkt heizt sich auf

Im ersten Quartal 2019 stiegen die Immobilienpreise in allen elf analysierten Regionen gegenüber dem Vorjahresquartal. Zum Vergleich: In der McMakler-Immobilienanalyse des vergangenen Jahres sanken die Preise immerhin in drei Ostsee-Regionen. Wer sich also den Wunsch von einem Haus oder einer Eigentumswohnung an der Ostsee erfüllen möchte, sollte sich jetzt umsehen, denn die Preisentwicklung zeigt deutlich nach oben.

Rügen klar an der Spitze

Rügen hält sich konstant an der Spitze des Preisrankings. Die Insel ist nicht nur für seine zahlreichen Sehenswürdigkeiten wie den Rasenden Roland oder die Störtebeker-Festspiele bekannt, sondern auch für hohe Immobilienpreise. So gab es 2019 einen erneuten Preisanstieg. Käufer zahlen dort 3.302 Euro für einen Quadratmeter Wohnfläche. Damit stiegen die Preise um 4,3 Prozent.

Platz zwei und drei gehen mit einem Abstand von fast 500 €/m² an die Regionen Rostock und Lübeck. In Rostock, der bevölkerungsreichsten Stadt Mecklenburg-Vorpommerns, gab es einen Preisanstieg von nur 1,1 Prozent auf einen durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 2.826 Euro. In Lübeck hingegen, stiegen die Immobilienpreise um 3,9 Prozent auf einen Durchschnittspreis von 2.745 €/m².

Starke Preisanstiege in vielen Regionen

Die stärkste Preisentwicklung gab es in der nördlichsten Großstadt Deutschlands: In Kiel kletterten die Quadratmeterpreise um 5,7 Prozent auf 2.517 Euro. Auf der beliebten Insel Usedom gab es mit 4,6 Prozent einen sogar noch höheren Preisanstieg als auf Rügen. Das überrascht wenig, sind dies doch die beiden typischen Urlaubsinseln an der Ostseeküste. Die Preisanstiege betreffen vor allem die umliegenden Inseln und Halbinseln. Mit 2.112 Euro für einen Quadratmeter Wohnfläche liegt Fischland-Darß-Zingst zwar auf dem achten Platz im Ranking, aber mit einem Preisanstieg von 4,3 Prozent auf dem vierten Platz bei den Preisentwicklungen. Gefolgt von Wismar/Poel mit einem Quadratmeterpreis von 2.586 Euro und einem Preisanstieg von 4,2 Prozent. Auch auf der Insel Fehmarn stiegen die Preise um 2,9 Prozent auf 2.553 €/m².

Geheimtipp Stettiner Haff

Das Schlusslicht bei den Quadratmeterpreisen bildet die Region Stettiner Haff. Mit einer Lage unmittelbar an der polnischen Grenze überzeugt die Region durch einen Durchschnittspreis von nur 888 Euro für einen Quadratmeter Wohnfläche. Aber auch hier stieg der durchschnittliche Preis pro Quadratmeter um satte vier Prozent. Trotz der hohen Preisentwicklung liegt Stettiner Haff noch über 600 Euro unter dem Durchschnittspreis von Stralsund-Anklam, der zweitgünstigsten Region im Preisranking. Hier müssen Käufer beim Erwerb eines Hauses oder einer Eigentumswohnung im Durchschnitt 1.515 Euro für einen Quadratmeter bezahlen. Das macht eine Preisentwicklung von 3,1 Prozent. Die drittgünstigste Region ist Flensburg, die Stadt kurz vor der dänischen Grenze. Hier stiegen die Preise pro Quadratmeter auf 1.976 Euro. Damit verzeichnet Flensburg den geringsten Preisanstieg beim durchschnittlichen Quadratmeterpreis mit nur 0,5 Prozent. Unsere Grafik zur Entwicklung der Quadratmeterpreise an der Ostseeküste können Sie hier kostenlos herunterladen:

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Warum steigen die Quadratmeterpreise?

Seit einigen Jahren ist ein starker Anstieg der Quadratmeterpreise für Immobilien und Grundstücke in Deutschland zu beobachten. Diese Preisentwicklung ist das Ergebnis einer steigenden Nachfrage bei gleichzeitig knappem Angebot.

Die hohe Nachfrage wird durch mehrere Faktoren bedingt: Immer mehr Menschen sehen die eigenen vier Wände als attraktive Geldanlage und Altersvorsorge an und entscheiden sich aufgrund niedriger Zinsen für den Immobilienkauf und gegen dauerhafte Mietzahlungen. Außerdem ist der deutsche Immobilienmarkt für große Investoren aus dem In- und Ausland attraktiv, weil sie sich durch Wertsteigerungen der Gebäude und Mieteinnahmen mehr Rendite als etwa durch Festgelder oder Staatsanleihen erhoffen.

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Bildquelle: iStock.com/porcorex

Grafiken: McMakler

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