Ferienimmobilie verkaufen: Wenn der Urlaubstraum ausgelebt ist

Letztes Update: 26.01.2022

Wenn der Urlaub sich eher nach Verpflichtung als nach Freude anfühlt, sollten Sie ihr Ferienhaus verkaufen.

Ihr kleines Ferienhaus an der Ostsee ist nicht mehr das, was es früher war: Während Sie noch vor wenigen Jahren beim Gedanken an den Urlaub an der Ostsee nichts als pure Aufregung verspürt haben, müssen Sie jetzt ein Gähnen unterdrücken. Viel lieber würden Sie doch einmal Skandinavien sehen oder nach Griechenland fliegen. Sie kennen die Straßen in Ihrem Urlaubsdomizil in- und auswendig, das Gekreische der Möwen nervt Sie eher anstatt Sie mit Urlaubsfreude zu erfüllen und alles was es zu erleben gibt, kennen sie auch schon. Der Ferienort, und somit auch Ihr Ferienhaus, haben den Charme verloren. Sie zögern jedoch noch mit dem Verkauf, denn schließlich hängen zahlreiche, wunderschöne Erinnerungen an dem Ferienhaus– die Kinder, die so aufgeregt im Meer gespielt haben als sie noch klein waren, Papa am Grill und das schöne Zusammensein mit der Familie. Doch vielleicht ist es an der Zeit, Ihrer Ferienimmobilie auf Wiedersehen zu sagen. Wir von McMakler verraten Ihnen in diesem Artikel, wann sich der Verkauf Ihrer Ferienimmobilie lohnt und wie Sie sie am besten verkaufen.

Der Urlaub ist nicht mehr das, was er früher war: Wann Sie Ihre Ferienimmobilie verkaufen sollten

Spätestens dann, wenn der Urlaub mehr Verpflichtung als Freude ist, sollten Sie darüber nachdenken, Ihre Ferienimmobilie zu verkaufen. Natürlich wäre auch eine Vermietung des Ferienhauses eine Option. Sind die Unterhaltskosten der Ferienimmobilie jedoch größer als der Gewinn aus der Vermietung, ist ein Verkauf die bessere Option. Eine Ferienimmobilie muss im Durchschnitt 17 Wochen im Jahr vermietet werden, damit die Unterhaltskosten gedeckt werden können. Ebenfalls muss die Ferienimmobilie häufig aufpoliert werden, damit das Ferienhaus sich auch gut vermieten lässt. Dies kostet jede Menge Geld und Nerven, weshalb sich viele Ferienhaus-Eigentümer letztendlich dazu entscheiden, das Ferienhaus zu verkaufen.

Lohnt sich momentan ein Verkauf?

Wenn Sie Ihre Ferienimmobilie verkaufen wollen, ist die Lage auf dem Immobilienmarkt ganz zu Ihren Gunsten. Die Nachfrage nach Ferienimmobilien übertrifft das Angebot bei weitem, Käufer sind dazu bereit, enorm hohe Preise zu zahlen, um sich den Traum eines Hauses oder einer Wohnung zu erfüllen. Gerade wenn Ihre Ferienimmobilie in einer der beliebten Urlaubsregionen wie der Ostsee, Kroatien, Österreich oder Italien liegt, können Sie mit einem hohen Verkaufserlös rechnen.

Den Preis Ihrer Ferienimmobilie steigern

Der Wert Ihrer Ferienimmobilie hängt von einigen Faktoren ab. Am bedeutendsten ist dabei die Lage der Ferienimmobilie. Die erhöhte Nachfrage nach Ferienimmobilien in Trendregionen schraubt die Immobilienwerte dort beträchtlich in die Höhe. Doch auch die Lage innerhalb der Urlaubsregion spielt eine Rolle. Ein Häuschen direkt am Strand wird sich leichter und teurer verkaufen lassen als ein Ferienhaus, dass weiter außerhalb der Stadt liegt. Neben der Urlaubsregion, in der das Ferienhaus liegt, sind auch die Größe der Ferienimmobilie, die Ausstattung und der Zustand beim Verkauf bedeutend. Ein Ferienhaus soll für Entspannung und Erholung sorgen, der Besitzer soll sich dort vollkommen wohl fühlen. Käufer haben meistens keine besondere Lust, das Ferienhaus nach dem Kauf erstmal zu renovieren. Haben Sie Ihr Ferienhaus zu Ihrer Zeit regelmäßig renoviert, sollte das Verkaufen kein Problem darstellen. Blättert jedoch schon die Farbe vom Holz ab, oder rosten die Eisenpfähle aufgrund des Nebels und der Meeresluft, ist es an der Zeit zu Pinsel und Hammer zu greifen. Mit wenigen Renovierungsarbeiten können Sie den Preis Ihrer Ferienimmobilie um einiges in die Höhe treiben.

Das Ferienhaus in die richtigen Hände geben

Ein Immobilienmakler übernimmt den Verkaufsprozess und findet den richtigen Käufer.

Ihr Ferienhaus ist mit zahlreichen, wunderschönen Erinnerungen verbunden. Deswegen wollen Sie auch, dass Ihr Ferienhaus in die bestmöglichen Hände fällt, und die neuen Besitzer die Ferienimmobilie mindestens genauso sehr lieben wie Sie es getan haben. Jedoch kann sich die Käuferfindung bei einer Ferienimmobilie oftmals schwieriger gestalten als bei einer klassischen Wohnimmobilie. Da es sich um eine Ferienimmobilie handelt, wohnen weder Sie, der Verkäufer, noch die Käufer vor Ort. Ihre Ferienimmobilie kann also nicht einfach jederzeit besichtigt werden. Oftmals ist es deshalb besser, von Anfang an einen Immobilienmakler zu beauftragen, der den Verkaufsprozess übernimmt.

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Haben Sie Ihre Ferienimmobilie vermietet, können Sie Ihre Stammgäste fragen, ob diese am Kauf der Immobilie interessiert wären. Oftmals lohnt es sich auch, die lokalen Vermietungsagenturen zu kontaktieren. Diese wissen oft, welche Gäste schon seit längerem nach einem Urlaubsdomizil suchen, oder kaufen die Ferienimmobilie sogar selbst, um diese zu vermieten.

Steuern beim Verkauf einer Ferienimmobilie?

Wenn Sie als deutscher Steuerzahler eine Ferienwohnung oder ein Ferienhaus verkaufen, kann eine Spekulationssteuer anfallen. Jedoch geschieht dies nicht bedingungslos. Wann und ob die Spekulationssteuer anfällt, hängt davon ab, ob Sie die Immobilie vor dem Verkauf selbst genutzt oder vermietet haben, und wieviel Zeit zwischen dem Kauf und dem Verkauf der Immobilie vergangen ist. Generell besteht eine Spekulationsfrist von zehn Jahren. Haben Sie Ihr Ferienhaus zehn Jahre lang besessen, bevor Sie es verkaufen, fällt beim Verkauf der Ferienimmobilie keine Steuer an.

Sie können Ihr Ferienhaus auch dann steuerfrei verkaufen, wenn Sie die Immobilie ganz oder zeitweise selbst genutzt haben. Schwieriger wird es jedoch, wenn Sie die Immobilie vermietet haben. Dann müssen Sie entweder die Spekulationsfrist von 10 Jahren abwarten, bevor Sie die Ferienimmobilie verkaufen, oder Sie vermieten sie mindestens im Jahr des Verkaufs, sowie in den zwei vorangegangen Jahren nicht mehr.

https://www.mcmakler.de/verkaufen/spekulationssteuer-immobilien

Besonderheiten beim Verkauf einer Ferienimmobilie

Der Verkauf einer Ferienwohnung oder eines Ferienhauses unterscheidet sich im Grunde nicht sonderlich vom Verkauf einer klassischen Wohnung. Jedoch gibt es bei der Vermarktung des Ferienhauses einige Besonderheiten, auf die Sie achten müssen.

  1. Energieausweis:

    Üblicherweise müssen Sie dem Käufer beim Verkauf einer Immobilie einen Energieausweis vorlegen. Jedoch gibt es bei Ferienhäusern hierfür einige Ausnahmen. Sie müssen keinen Energieausweis vorlegen, wenn:

    • Sie das Ferienhaus weniger als vier Monate im Jahr nutzen

    • Ihr Ferienhaus eine Nutzfläche von weniger als 50 Quadratmetern hat

    • Es sich beim Ferienhaus um ein Baudenkmal handelt.

  2. Nutzungsmöglichkeiten:

    Beim Verkauf Ihres Ferienhauses sollten Sie unbedingt einen Blick in die Bauverordnung werfen, denn hier wird ausgewiesen, wie das Gebiet, in dem Ihre Ferienimmobilie liegt, genutzt werden darf.

    Handelt es sich um ein Mischgebiet, liegen in dem Gebiet sowohl Immobilien, die als fester Wohnsitz genutzt werden, als auch selbstgenutzte und vermietete Ferienimmobilien. Der Käufer Ihres Ferienhauses darf hier sowohl seinen festen Zweitwohnsitz anmelden, kann die Immobilie aber auch als Ferienwohnung nutzen und diese vermieten.

    Bei Wohngebieten wird es etwas schwieriger. In reinen Wohngebieten dürfen Ferienhäuser nicht vermietet werden, da die Bevölkerung in diesen Gebieten ihren festen Wohnsitz haben. Einige Gemeinden vergeben jedoch Sondergenehmigungen für die Vermietung von Ferienimmobilien in solchen Gegenden.

    Zusätzlich gibt es in Bebauungsplänen auch noch Sondergebiete, die beispielsweise als touristische Gebiete ausgewiesen sind. Hier ist kein dauerhafter Wohnsitz möglich. Liegt Ihre Ferienimmobilie in solch einem Gebiet, ist sie nicht für Interessenten geeignet, die nach einem dauerhaften Wohnsitz suchen.

Der Abschied vom Ferienhaus wird nicht leicht fallen, doch öffnet auch die Tür für neue Erlebnisse

Abschied vom Ferienhaus: Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere

Der Abschied vom Ferienhaus wird Ihnen nicht leichtfallen. Schließlich haben Sie hier gemeinsam mit Ihrer Familie, Ihrem Partner oder Ihren Freunden zahlreiche wunderschöne Momente erlebt, an die Sie sich für immer mit einem Lächeln im Gesicht erinnern werden. Doch manchmal ist ein Abschied auch eine gute Sache. Die Zeiten haben sich geändert, und das Ferienhaus passt einfach nicht mehr in Ihr Leben – nun fällt es aber in die Hände von neuen Besitzern, die dort nun neue Erinnerungen und Erlebnisse sammeln können. Und Sie? Sie können sich endlich die Zeit nehmen, neue Städte zu erkunden, in abgelegenen Wäldern zu wandern und sich an sonnigen, exotischen Stränden zu erholen.

Leere Innenstadt während des Lockdowns
Blick auf die Europäische Zentralbank.
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Auch neue Wohnhäuser müssen ab Mai 2022 mit einer Photovoltaik-Anlage ausgestattet werden.