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Erbrecht bei Immobilien – Eine Einführung

Wer Immobilien vererben möchte, kann durch einen Erbvertrag oder ein Testament bereits zu Lebzeiten bestimmen, in wessen Hände das eigene Haus oder die Wohnung übergehen sollen. Doch welche Rolle spielt die gesetzliche Erbfolge im Erbrecht, welche Unterschiede bestehen zwischen einem Erbvertrag und einem Testament und wer hat Anspruch auf einen Pflichtteil am Erbe? Im nachfolgenden Artikel finden Sie Antworten auf alle wichtigen Fragen zum Thema Erbrecht mit Bezug zu Immobilien.

Anmerkung

Nicht nur das Vermögen, auch die Verbindlichkeiten eines Erblassers werden an die Erben weitergegeben. Dieses Prinzip nennt man Gesamtrechtsnachfolge.

Der Erblasser kann noch zu Lebzeiten durch eine letztwillige Verfügung beeinflussen, wer Erbe wird und wie das Erbe aufgeteilt wird. Eine letztwillige Verfügung kann entweder ein Testament oder ein Erbvertrag sein.

2. Gesetzliche Erbfolge im Erbrecht

Die gesetzliche Erbfolge regelt die Rechtsnachfolge, wenn es keine letztwillige Verfügung der verstorbenen Person gibt, diese nicht wirksam ist oder erfolgreich angefochten wurde. Auch wenn der testamentarisch eingesetzte Erbe das Erbe ausschlägt, greift die gesetzliche Erbfolge. Als gesetzliche Erben werden im BGB enge Verwandte, Ehegatten von Erblassern, sowie der Staat definiert. Der Staat erbt nur dann, wenn ein Erblasser niemanden sonst als Erben eingesetzt hat und es keine anderen gesetzlichen Erben gibt.
Die gesetzlichen Erben sind in Erben unterschiedlicher Ordnungen eingeteilt.

¹Die Kinder eines Erben (nicht Erblassers), erben nur dann, wenn ihre Eltern bereits verstorben sind.
Erbrechtlich geregelt ist, dass nur die Erben einer Ordnung erben. Gibt es also Erben erster Ordnung, wird das Erbe vollständig unter ihnen aufgeteilt. Erst, wenn es keine Erben erster Ordnung gibt, wird das Erbe unter den Erben zweiter Ordnung aufgeteilt.
Eine Ausnahme bilden überlebende Ehegatten oder Lebenspartner. Sie gehören quasi zu keiner Ordnung und erben immer anteilig. Das bedeutet konkret: Gibt es Verwandte erster Ordnung, erbt der Ehe- oder Lebenspartner ein Viertel des Vermögens. Gibt es keine Erben erster Ordnung, erben Ehe- und Lebenspartner die Hälfte.

Beispiel gesetzliche Erbfolge:

Angenommen eine Frau hinterlässt einen Ehemann und drei Kinder. Als Hinterbliebener Ehegatte bekäme der Ehemann ein Viertel des Erbes seiner verstorbenen Frau. Auf die Kinder (Erben erster Ordnung) würden die restlichen drei Viertel des Erbes aufgeteilt werden. Jedes der drei Kinder bekommt also ebenfalls ein Viertel.
Angenommen eines der Kinder wäre bereits verstorben, hätte selber aber ebenfalls Kinder, so würde sein Teil direkt an die Kinder, also die Enkelkinder des ursprünglichen Erblassers weitergeleitet und aufgeteilt werden.

Disclaimer

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