Immobilienklima Heidelberg

17.01.19 • Lesezeit: 2:40 Minuten

Egal ob zum Arbeiten, Studieren oder Wohnen – Heidelberg ist in vielerlei Hinsicht attraktiv und gehört zu den gefragtesten Wohnorten Deutschlands. Bis 2020 rechnet die Stadt am Neckar mit mehr als 6.000 neuen Einwohnern. Demnach ist Wohnraum in Heidelberg begehrt, aber auch knapp. Dieser Trend macht sich im Immobilienklima bemerkbar: In Heidelberg und dem Umland steigen die Quadratmeterpreise für Wohneigentum in die Höhe…



Preisboom in Heidelberg

Wie in den meisten deutschen Großstädten befinden sich die Immobilienpreise auch in Heidelberg im Aufwärtstrend. In 14 der 15 Stadtteile kam es im dritten Quartal 2018 im Vergleich vom Vorjahresquartal zu einem Preisanstieg von mindestens fünf Prozent bis hin zu rund zehn Prozent. Insgesamt ist der durchschnittliche Quadratmeterpreis für Wohnimmobilien in der Stadt am Neckar um 7,7 Prozent auf 3.634 €/m² gestiegen.

Heidelberg: Gute Lage für gutes Geld

Neuenheim, Handschuhsheim, Weststadt und Altstadt sind und bleiben die teuersten Bezirke der Stadt. Mit durchschnittlich 6.993 €/m² müssen Käufer in Neuenheim am tiefsten in die Tasche greifen. Darauf folgen mit etwas Abstand Handschuhsheim mit 4.910 €/m², Weststadt mit 4.767 €/m² und die Altstadt mit 4.630 €/m².

In Sachen Preissteigerung zum Vorjahresquartal liegen Weststadt mit 9,8 Prozent und Altstadt 9,5 Prozent vorne. Der teuerste Stadtteil Neuenheim folgt erst danach mit 7,0 Prozent. Die zweithöchste Preissteigerung gab es in mit 9,5 Prozent in Altstadt, dem Stadtteil mit dem niedrigsten Quadratmeterpreis unter den Top Vier.

Aber auch in Bahnstadt und Bergheim klettern die Preise um über neun Prozent auf 3.520 €/m² sowie 3.650 €/m². Damit gehören die beiden Bezirke bei der Preissteigerung zu den Spitzenreitern in Heidelberg.

Steigerungen im preislichen Mittelfeld von Heidelberg

In den Stadtteilen, die preislich im Mittelfeld zwischen durchschnittlich 3.580 €/m² und 2.610 €/m² liegen, wie Südstadt, Rohrbach, Wieblingen und Pfaffengrund, stiegen die Preise immerhin um mehr als sieben Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Schlierbach liegt mit einer Steigerungsrate von 6,6 Prozent auf 3.090 €/m² leicht darunter. Im Vergleich zu den anderen Bezirken war in Kirchheim der Preisanstieg am geringsten mit rund 4,2 Prozent auf 2.810 €/m². Die zweitniedrigste Preissteigerung gab es mit rund sechs Prozent auf 2.610 €/m² in Ziegelhausen.

Hohe Steigerungen bei niedrigeren Preisen

In Boxberg zahlen Käufer mit durchschnittlich 2.432 €/m² die zweitniedrigsten Immobilienpreise in Heidelberg, wobei die Preise im Vergleich zum Vorjahresquartal um immerhin 8,8 Prozent anstiegen. Die niedrigsten Quadratmeterpreise findet man mit 2.110 €/m² in Emmertsgrund. Hier gab es jedoch mit rund sieben Prozent ebenfalls eine starke Preisanhebung.

Heidelberger Umland: Immobilienklima im Rhein-Neckar-Kreis

Im Vergleich zu den Städten und Gemeinden des Rhein-Neckar-Kreises sind die Immobilienpreise in Heidelberg durchschnittlich mit 3.634 €/m² am teuersten. Gefolgt vom angrenzenden Mannheim, wo Käufer derzeit 2.911 €/m² zahlen.

Die Preisdynamik in Heidelberg scheint sich auch auf das Umland zu übertragen, wodurch das Preisniveau im Rhein-Neckar-Kreis ebenfalls ansteigt.
Diese Entwicklung zeigt sich vor allem in den Kreisstädten und Gemeinden im Westen des Rhein-Neckar-Kreis wie Ketsch, Plankstadt, Schwetzingen und Eppelheim, die Preissteigerungen von fast zehn Prozent zu verzeichnen haben. Im Westen des Rhein-Neckar-Kreises müssen Kaufinteressenten mit einem durchschnittlichen Preisanstieg von rund sieben Prozent auf 2.673 € rechnen, womit es hier am teuersten ist. Der Süden folgt mit einer Preissteigerung von 6,3 Prozent und einem Durchschnittspreis von 2.391 €/m².

Etwas entspannter sieht es preislich im Norden aus mit 2.194 €/m² bei einer Preissteigerung gegenüber dem Vorjahresquartal von 5,9 Prozent. Am günstigsten sind die Immobilienpreise mit durchschnittlichen 1.731 €/m² im Osten des Rhein-Neckar-Kreises. Auffällig ist dabei, dass die Preise für Immobilien dort zwar am niedrigsten sind, aber auch mit durchschnittlich 7,6 Prozent am stärksten steigen. Diese Entwicklung spricht für eine steigende Attraktivität der Orte östlich von Heidelberg, da mehr Kaufinteressenten hierhin ausweichen. In diesem Bereich des Rhein-Neckar-Kreises ist noch viel Bewegung in Bezug auf das Immobilienklima zu erwarten.

Betrachtet man das Immobilienklima im gesamten Rhein-Neckar-Kreis, ist festzustellen, dass sich Wohneigentum am günstigsten in Heddesbach mit 1.234 €/m² erwerben lässt. Allerdings stiegen hier die Preise um satte 8,3 Prozent, eine der höchsten Preissteigerungen im analysierten Gebiet. Die teuersten Immobilien sind in Schwetzingen im Westen und in Walldorf im Süden des Rhein-Neckar-Kreises mit 2.950 €/m² mehr als doppelt so teuer wie in Heddesbach.

Demnach wird deutlich, dass sowohl in Heidelberg als auch dessen Umland flächendeckende Preisanstiege stattfinden. Obwohl die Preise im Umland bisher noch geringer sind als in der Stadt, zeigt sich auch hier ein deutlicher Aufwärtstrend, der sich in Zukunft fortsetzen wird. Insbesondere in preisgünstigeren Regionen ist noch Luft nach oben, weshalb hier häufig die stärksten Preissteigerungen zu verorten sind. Dahingegen ist zu erwarten, dass sich die Preise einiger Spitzenreiter einpendeln und auf Nachbargemeinden ausstrahlen werden.

Unsere Immobilienklima-Grafiken können Sie hier kostenlos herunterladen:

Heidelberg Rhein-Neckar
Die Datenerhebung basiert auf einer Auswertung inserierter Kaufangebote für Häuser und Wohnungen (Bestandsbauten, Baujahr bis 2016) verschiedener Immobilienportale für das dritte Quartal 2017 und dritte Quartal 2018.

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