Maden in der Mülltonne: Mit diesen Tipps werden Sie die ungeliebten Gäste los

Letztes Update: 09.07.2021

Maden in der Mülltonne sind kein schöner Anblick – das werden vermutlich selbst die größten Tierfreunde eingestehen. Erschwerend kommt hinzu, dass die kleinen weißlichen Larven gerne zu Dutzenden oder gar Hunderten auftreten. Sie verpuppen sich und werden schließlich zu Fliegen, die wiederum in der Mülltonne einen perfekten Platz finden, um ihre Eier abzulegen – ein Teufelskreis? Wir haben Tipps, wie Sie die Maden wieder loswerden.

Brutstätte für Maden: Die Mülltonne

Fliegen gehören zum mobilen Aufräumtrupp von Mutter Natur. Sie stürzen sich auf Reste jeglicher Art, dabei ist es ihnen egal, ob es sich um tierische oder pflanzliche Überbleibsel handelt. Daher ist es kein Wunder, dass sich Fliegen in Mülltonnen besonders wohlfühlen. In den warmen Sommermonaten vermehren sie sich exponentiell und legen ihre Eier, aus denen schließlich kleine Maden schlüpfen.

An und für sich sind die Maden in der Mülltonne harmlose Kreaturen. Unappetitlich sind sie trotzdem. Die allermeisten Eigenheim- und Mülltonnenbesitzer wollen daher verständlicherweise die Maden wieder loswerden – am besten schnell. Aber wie? Dazu gibt es mehrere Methoden, von denen sich manche als durchaus madenfreundlich und manche als etwas rabiater erweisen.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Maden wieder loszuwerden: Maden zu töten ist eine davon.

Vorbeugen: Damit erst gar keine Maden in die Mülltonne gelangen

Maden gänzlich aus den Mülltonnen fernzuhalten, wird nur sehr schwer gelingen. Aber es hilft schon, den Deckel zu verschließen und gegebenenfalls abzudichten, damit möglichst keine Fliegen hineingelangen. Weiterhin ist es sinnvoll, die Mülltonnen regelmäßig auszuspülen und so den Maden die Nahrungsgrundlage zu nehmen. Auf dem Tonnenboden ausgelegtes Katzenstreu beugt der Geruchs- und Feuchtigkeitsbildung vor.

Stellen Sie die Mülltonnen im Sommer in den Schatten! Hohe Temperaturen beschleunigen den Fortpflanzungsprozess, daher sind kühle Orte ratsam. Weiterhin sollten Sie ihren tierischen Bio-Müll in Form von Knochen, Gräten, Fleisch- und Wurstresten in Papier einpacken, um den Fliegen den Zugang zur „Nahrung“ so schwer wie möglich zu gestalten. Schließlich empfiehlt es sich, im Hochsommer die Tonnen möglichst oft zu leeren – zur Not auch mal nur halbgefüllt.

Maden in der Mülltonne mit Chemie bekämpfen

Es gibt eine breite Palette chemischer Stoffe, um sich der Maden zu entledigen. Diese Art der Madenbekämpfung ist vor allem für diejenigen geeignet, die schnell Erfolge sehen wollen. „Erfolg“ heißt in diesem Fall die Ausmerzung des Problems. Allerdings – und das wird vermutlich auch den meisten bewusst sein – gestattet derartige Ursachenbekämpfung nur Etappensiege, aber niemals einen endgültigen Triumph.

Branntkalk ist eine effektive Möglichkeit, Maden zu töten.

Branntkalk, auch als Calciumoxid bekannt, ist ein sicheres, aber durchaus grausames Mittel zur Madenbekämpfung. Dabei handelt es sich um einen stark ätzenden Stoff, der die Plagegeister innerhalb von Stunden bei lebendigem Leibe verbrennt. Ebenfalls im Baumarkt erhältlich ist Gesteinsmehl. Es tötet die Maden, indem es ihnen das Wasser entzieht. Während Branntkalk auch für Menschen eine ernsthafte Gefahr darstellt, kann Gesteinsmehl recht bedenkenlos und ohne Schutzkleidung verwendet werden.

Die etwas freundlichere Methode, wie Sie Maden in der Mülltonne loswerden

Streng genommen ist die gute alte Essig-Essenz dem Calciumoxid recht nahe, dennoch fällt der Einsatz eher in die Rubrik der Hausmittel. Der Grund: Die Maden werden nicht vordergründig getötet, sondern vertrieben. Die Fliegen nehmen Reißaus, sobald sie den Geruch der Säure wahrnehmen. Wird Essig als Insektizid angewendet und auf die Maden in der Mülltonne gesprüht, entfaltet aber auch er seine ätzende und tödliche Wirkung.

Salz und Pfeffer sind weitere Hausmittel, mit denen Sie Maden loswerden können. Das Salz entzieht das Wasser der Larven, bis sie schließlich sterben. Dafür genügt es, das Salz in die Mülltonne zu streuen. Pfeffer auf der anderen Seite kann als gekochte Lösung auf die Maden gesprüht werden und zersetzt diese ebenfalls.

In einem intakten Ökosystem finden sich zahlreiche Fressfeinde, die Maden töten.

Die Feinde der Maden zu Freunden machen

Fliegen erfüllen wichtige biologische Aufgaben. Neben der Resteverwertung sind sie selbst auch Nahrung. Zahlreiche Amphibien wie Frösche, Kröten, Unken und Salamander fressen Maden gerne. Allerdings kommen sie nur schwer an die Maden in der Mülltonne heran. Besser haben sie es da schon mit den Fliegen, den eigentlichen Verursachern, die sie problemlos aus der Luft fangen können. Ein kleiner Teich – oder ganz allgemein ein gesunder Garten – sorgt für ein biologisch diverses Klima mit entsprechenden Fressfeinden.

Natürlich ist es nicht immer realistisch, wegen der Maden extra einen Teich anzulegen. Aber es gibt noch andere Fressfeinde wie Vögel. Öffnen Sie morgens doch einfach die Mülltonne und schauen Sie, ob die Larven das Interesse der gefiederten Insektenvernichtung wecken. Allerdings sollte die Tonne nicht zu lange offenstehen. Einmal gelernt, werden sich die Vögel an die Futterstelle gewöhnen und regelmäßig die Maden aus der Mülltonne naschen kommen.