Ambient Assisted Living: Smartes Zuhause für Senioren

Letztes Update: 06.08.2021

Der Intelligente Kühlschrank weist uns darauf hin, dass die Milch bald leer ist, Alexa spielt zum Aufstehen eine ausgesuchte Playlist und der Fernseher schaltet sich wie von Zauberhand bei der Lieblingsserie ein. Smart-Home-Gadgets bieten vielen Menschen über Smart Automation einen ebenso bequemen wie nützlichen Extrakomfort.

Für Senioren bedeuten die intelligenten Lösungen rund ums Ambient Assisted Living (AAL) jedoch viel mehr: Smart Home für Senioren ermöglicht das eigenständige Wohnen, wenn nicht mehr alles so leicht von der Hand geht.

Im eigenen Haus das Älterwerden sorgenfrei genießen, sich sicher und versorgt fühlen – wer möchte das nicht?

Smarte AAL-Technologie als hilfreiche Seniorenassistenz

Waren ältere Menschen früher noch nicht so leicht für Smartphones und neue Technologie zu begeistern, so besteht heute eine durchaus technikaffine Oldie-Generation, die auch eine interessierte Käufergruppe bildet. Die hilfreichen Entwicklungen im Ambient Assisted Living bringen eine Vielzahl von Erleichterungen im eigenen Zuhause mit sich und führen zu mehr Sicherheit in Gesundheitsfragen – und nicht zuletzt bei einem Notfall. Die cleveren Haushaltshilfen sind inzwischen gerngesehene Mitbewohner.

Mehr Selbständigkeit und Mobilität: Ambient Assisted Living für Senioren

Bei der medizinischen Versorgung, als Unterstützung im Alltag und für den sicheren Umgang mit kleinen und großen Gefahrenquellen – überall kommt die technische Seniorenassistenz zum Einsatz.

Viele ältere Menschen haben bei zunehmendem Pflegebedarf nicht mehr die Möglichkeit, sich im eigenen Haushalt ausreichend zu versorgen. Doch im vertrauten Zuhause bis ins hohe Alter komfortabel zu wohnen, ist mit smarten Haushaltshilfen für Senioren realisierbar.

Die innovativen Entwicklungen im Ambient Assisted Living bringen ein großes Stück Selbständigkeit und vor allem Sicherheit in den Alltag zurück. Die vielen hilfreichen Smart-Home-Gadgets sind oft noch nicht einmal besonders kostenintensiv.

Im Alltag können sie Leben retten: Notfallarmbänder für Senioren alarmieren das Pflegepersonal bei Unregelmäßigkeiten im EKG und Blutdruck.

AAL-Technologie in der Gesundheitsversorgung

  1. Das Telemonitoring eines Notrufarmbands funktioniert über eine körpernahe Sensorik und überwacht Puls, Blutdruck sowie EKG. Bei Auffälligkeiten und im Notfall alarmiert es Pflegepersonal sowie Ärzte.

  2. Smart-Home-Geräte und Alarmrufsysteme erinnern an die Medikamenteneinnahme oder die nötige Flüssigkeitsaufnahme. Eingebundene Sensoren an Türen und Fenstern erkennen Unregelmäßigkeiten im Alltag und senden Push-Benachrichtigung an Angehörige. Im Notfall retten solche Systeme Leben.

  3. Intelligente Fußböden sind in der Lage, stehende von liegenden Personen zu unterscheiden und etwa bei einem Sturz einen Notfall-Alarm auszulösen.

  4. Die kontinuierlich gesammelten Gesundheitsdaten unterstützen die (Fern-)Besprechung mit Ärzten oder Pflegepersonal.

AAL-Technologie kann schlimmeren Unfällen vorbeugen und schaltet im Notfall den Herd ab.

AAL-Technologie in Haushalt, Küche & Badezimmer

  1. Smart-Home-Geräte für Senioren informieren durch akustische Hinweise, wenn der Herd oder das Bügeleisen länger angeschaltet, aber nicht genutzt werden, und schalten diese ggf. ab.

  2. Höhenverstellbare Küchenablagen und -schränke lassen sich den individuellen Bedürfnissen anpassen.

  3. Im Alter kann ein Schlüsselbund zur feinmotorischen Herausforderung werden. Smart-Lock-Systeme ermöglichen das Öffnen und Schließen der Haustür über den Fingerabdruck. Zudem sind solche Systeme auch für registriertes Pflegepersonal und Angehörige freischaltbar. Dank Cloud-Vernetzung werden die Geräte beim Verlassen des Hauses ausgeschaltet, unnötige Stromkreise deaktiviert und Fenster verschlossen.

  4. Jalousien und Heizsysteme erkennen über Timer und Sensoren die Temperatur, den Sonnenstand und die Jahreszeit und passen Lichteinfall sowie Wärmeregulierung automatisch an.

  5. Licht und Lampen gehorchen der Spracherkennung. Insbesondere der nächtliche Toilettengang wird dadurch nicht zum gefährlichen Stolperpfad im Dunkeln.

  6. Mit der Türklingel kommunizieren: Es ist immer von Vorteil zu wissen, wer vor der Tür steht, bevor man sie öffnet. So können Senioren vom Sessel aus erfragen, wer geklingelt hat, und ggf. über eine Kamera im Eingangsbereich den Besucher auf dem Tablet sehen.

  7. Auch im Badezimmer verhilft Ambient Assisted Living älteren Menschen zu mehr Selbständigkeit. Mit höhenverstellbaren Waschbecken und Toiletten verläuft die tägliche Hygiene wesentlich komfortabler.

  8. Notfallarmbänder sind in der Regel wasserdicht, sodass sie auch beim Duschen und Baden mitgenommen werden können – gerade hier besteht Rutschgefahr.

Bedürfnisse fallen unterschiedlich aus, aber vom einzelnen Seniorenhandy bis zum Allroundpaket haben ältere Menschen mittlerweile eine breite Auswahl an Systemen für die ganz persönliche Seniorenassistenz. Oftmals lassen sich auch bestehende Vorrichtungen und Geräte unkompliziert erweitern, ohne dass ein aufwendiger Umbau nötig wäre.

Ein gutes Gefühl dank Ambient Assisted Living: Das Smart Home als Seniorenassistenz

Auch für Senioren sind Smart-Home-Touchpads hilfreich. Sie schließen Fenster und Türen beim Verlassen des Hauses, regulieren Heizsysteme und Jalousien über die Spracherkennung.

Im Alter immer noch mobil und selbständig zu sein, ist ein großer Wunsch von vielen. Neben allen Vorteilen der smarten AAL-Technologie, die durchaus auch Leben rettet, zeitigt Ambient Assisted Living auch einen positiven Effekt für die Angehörigen: Zu wissen, dass es den Eltern oder Großeltern gut geht und sie im Notfall schnell versorgt werden können, ist ein großes Plus für das eigene Sicherheitsgefühl. Ambient Assisted Living verschafft es älteren Menschen sowie deren Angehörigen.

Ein wesentliches Charakteristikum der smarten Haushaltshilfen für Senioren ist ihre leichte Handhabung. Die meisten Smart-Home-Geräte sind intuitiv zu bedienen und die Technik durchaus robust. Das heißt: nur keine Angst vor falscher Nutzung. Es benötigt keinen langen Zeitraum, sich mit den neuen Assistenten anzufreunden und sie souverän einzusetzen.


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