Der neue Wohntrend: Raumwunder Hochbett

Letztes Update: 27.09.2021

Ist der Wohnraum knapp, braucht man frische Ideen. Mit einem Hochbett können Sie Platz und Stauraum schaffen.

Da unten ist aber viel Platz! Gemeint ist der Bereich unterhalb eines Hochbetts. Er dient als Arbeitsplatz, Chillout-Area, zusätzliche Schlafmöglichkeit für Gäste oder bringt einfach nur jede Menge Raum für Dinge mit, die im Haus oder in der Wohnung schwierig zu verstauen sind. Mit einem Hochbett schaffen Sie in Ihren vier Wänden im Nu mehr Wohn- und Stellfläche. Wir präsentieren Ihnen verschiedenen Modelle und erläutern die Vorteile der ebenso praktischen wie trendigen Bettidee.

Das Hochbett: Kinder lieben es, Erwachsene auch!

Der Ursprung und die Grundidee des erhöhten Betts sind simpel. Schon frühzeitig erkannten die Menschen, dass es sich auf einem Steinboden unbequem und kalt liegt. Die einfache Lösung: die Liegefläche erhöhen und mehr Komfort schaffen, schließlich verbringt der Mensch fast ein Drittel seines Lebens im Bett. Natürlich genügen bereits ein paar Zentimeter für den gewünschten Wärmeeffekt. Ein modernes Hochbett zielt darüber hinaus aber auch auf den praktischen Nutzen: Hochbetten sind wahre Raumwunder im Kampf um jeden Quadratmeter und kommen sowohl für Kinder als auch für Erwachsene infrage.

Ursprünglich wollten die Menschen nicht mehr auf dem kalten Boden schlafen und haben deshalb ihre Schlafstätte erhöht.

Das Kinderhochbett – Ort für Bewegung und fantasievolle Träume

Vielen sind Hochbetten aus Single-Appartements und Studenten-WGs bekannt, wesentlich öfter aber noch aus Kinderzimmern, in denen sie gleichzeitig als Austobe- und Bewegungsfläche dienen. So ist ein Kinderhochbett stets ein willkommenes Möbelstück für Abenteuer. Der Schlafplatz lässt sich in eine Vielzahl fantasievoller Orte verwandeln: Da wird der Knirps zum Commander einer Raumstation, einem furchtlosen Piraten auf dem eigenen Schiff oder der Prinzessin im farbenfrohen Kinderpalast. Mit Rutschen, Klettersprossen und Seilen kommt zusätzliche Bewegung ins Spiel. Aber auch als Rückzugsort zum Lesen oder Malen kann ein Hochbett dienen.

Hochbetten für Kinder sind ausgesprochen beliebt und als fertiges Komplettsystem käuflich.

In der zusätzlich gewonnen Raumnische unterhalb des Hochbetts können Sie den Schreibtisch, Schränke, Kommoden oder eine Spieleecke einrichten. Erwägen Sie als Eltern den Kauf eines Kinderhochbetts, sollten Sie auf einige grundlegende Aspekte achten:

  • Allgemein gilt für Kinderhochbetten die Empfehlung eines Mindestalters von sechs Jahren.

  • Eine ausreichend hohe Brüstung verhindert einen Sturz beim Spielen.

  • Achten Sie bei der Leiter oder Zugangstreppe auf den richtigen Stufenabstand, der Ihrem Kind Trittsicherheit bietet, sowie auf die feste Verankerung am Bettgestell.

  • Ein ausreichender Abstand zum Fenster verhindert, dass dieses zur Gefahrenquelle wird.

Eine durchdachte Variante und passend für jedes Alter ist das „mitwachsende Kinderhochbett“. Schon für Kinder im Krabbelalter können Sie dieses mit der niedrigsten Stufe nutzen und nach und nach das Bett in die Höhe bauen. Bis in die Jugend lassen sich diese Modelle altersgerecht umrüsten und immer neu gestalten.

Schwebend oder festgemauert – das Hochbett für Erwachsene

Es spricht natürlich nichts dagegen, wenn auch Sie als Erwachsener Ihr Hochbett als Ritterburg einrichten. Für alle, die es aber stylisher bevorzugen, haben wir ein paar Gestaltungstipps. Sind Sie handwerklich geschickt, können Sie Ihr Traumbett als Do-it-yourself-Konstruktion selbst und nach den eigenen Vorstellungen errichten. Großer Beliebtheit erfreuen sich beispielsweise Aufhängvorrichtungen aus Stahlseilen, die den Eindruck erwecken, als würde das Bett unter der Decke schweben. Manche Räume sind auch so geschnitten, dass sich eine festinstallierte Von-Wand-zu-Wand-Anfertigung anbietet.

Inzwischen gibt es auch die verschiedensten Bausätze und intelligente Komplettlösungen, die dem kreativen DIY-Style in nichts nachstehen. Zahlreiche Bettenbauer haben Systeme für die unterschiedlichsten Wohnkonzepte entworfen, die individuell anpassbar sind.

Der neue Arbeitsplatz unterm Hochbett

Da Betten für gewöhnlich mindestens zwei Meter lang sind, ist unter dem Hochbett ausreichend Platz für einen großen Schreibtisch, auf dem sich trotz Büchern, Unterlagen und Laptop gut Ordnung halten lässt. Insbesondere Schüler und Studenten, die meist in einer WG nur ein Zimmer beziehen und dennoch ausreichend Platz für Ihre Lernutensilien benötigen, wissen diesen Vorteil zu schätzen.

Tipp:

Bei dieser Hochbett-Variante sind ausreichend Lichtquellen für einen gemütlichen, aber dennoch gut beleuchteten Arbeitsplatz wichtig.

Guests are Welcome – das Hochbett mit Gästecouch

Ein extra Gästezimmer ist ein Luxus, den nicht jede Wohnung bieten kann. Dennoch müssen Sie nicht auf Familie und Freunde als Übernachtungsgäste verzichten. Eine ausziehbare Schlafcouch unter dem Hochbett bietet zwei Erwachsenen genügend Platz. Im Alltag können Sie hier eine gemütlich Chill-out-Area oder eine TV- und Kuschelecke einrichten.

Tipp:

Achten sie bei der Auswahl Ihrer Gästecouch auf eine schnelle und einfache Handhabung der Ausziehfunktion. So lässt sich die Schlafstätte für den Besuch im Handumdrehen herrichten.

Ein Hochbett mit Extra-Stauraum

Unter einem Hochbett können Kommoden, Regale und ganze Kleiderschranksysteme untergebracht werden. Bietet das Schlafzimmer ansonsten wenig Platz zum Aufstellen von Möbeln, stellt ein Hochbett auch für Erwachsene eine besonders praktische Lösung dar.

Tipp:

Komplett durchdesignte Bett-Schrank-Systeme mit modernen Frontflächen lösen inzwischen erfolgreich das verstaubte Hochbett-Image von der Rumpelecke mit Vorhang ab. Bedenken Sie die Möglichkeiten eines einheitlichen Interieurs also schon bei der Planung.

Das Hochbett bietet einen Abstellbereich und viel Stauraum mit einem Schubladensystem.

Altbau-Variante: die zweite Wohnebene

Willkommen im Altbau mit einer Deckenhöhe zwischen drei und viereinhalb Metern. Mit so viel Luft nach oben ist vieles möglich. Hier können Sie nicht nur einen großzügigen Schlafplatz weit über Bodenhöhe errichten, sondern beinahe eine komplette zweite Wohnebene schaffen. Beton- und Holz-Deckensysteme sind die gängigen Varianten, deren Errichtung mit unterschiedlich viel Aufwand verbunden ist. Die offenen Bereiche können wie ein weiterer Wohnraum dekoriert und eingerichtet, illuminiert und attraktiv gestaltet werden.

Tipp:

Während bei den meisten klassischen Hochbetten der praktische Nachttisch fehlt, auf dem Handy, Buch, Lesebrille und die Fernbedienung abgelegt werden können, bietet die zusätzliche Bodenfläche jede Menge Platz für diverse Utensilien. Überlegen Sie sich bereits im Vorfeld, wie Sie die wertvolle Ablagefläche rund um Ihren Schlafplatz gestalten möchten.

Für einen angenehmen Schlaf

Sie selbst wissen am besten, auf welcher Unterlage Sie am besten schlafen. Wählen Sie für Ihr DIY-Hochbett eine Matratze mit klassischem Lattenrost, achten Sie darauf, dass dieser möglichst passgenau mit der Rahmenkonstruktion abgestimmt ist. Zu viel Spielraum führt oftmals zu ungewollten Knirsch- und Nebengeräuschen.

Nutzen Sie den Bereich unter dem Hochbett als zusätzlichen Stauraum, sollten Sie Kisten und Co. möglichst nicht bis unter die Matratze stapeln und damit die Luftdurchlässigkeit behindern. Ein oft unterschätzter Vorteil eines Hochbetts ist nämlich die großzügige Luftzirkulation unterhalb des Bettes. Wir wünschen Ihnen einen geruhsamen Schlaf und angenehme Träume!


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