Terrassenbelag: Welcher Bodenbelag passt zu mir?

Letztes Update: 28.09.2021

Auch optisch sollte der Terrassenbelag zum Rest des Hauses passen.

Erste Sonnenstrahlen einfangen, am Sonntag mit der Familie frühstücken und am Abend mit Freunden grillen: Die eigene Terrasse ist ein wunderbarer Ort, um sein Zuhause zu genießen. Damit die Terrasse zu Ihrem ganz eigenen Wohlfühlort wird, sollte vor allem der Terrassenbelag passen und mit Bedacht ausgewählt werden.

Der richtigen Belag für die Terrasse finden: Darauf kommt es an

Wer eine Terrasse anlegen möchte, hat beim Terrassenboden die Qual der Wahl: Holz, Stein oder WPC – also Kunststoff – sind nur einige Möglichkeiten, die Ihnen zur Verfügung stehen. Wie beim Boden für Innenräume ist das Sortiment an Terrassenbelägen umfangreich, das macht die Entscheidung für einen Terrassenbelag nicht leicht. Hinzu kommt, dass dieser optisch sowie zweckmäßig auf Ihre Vorstellungen abgestimmt sein sollte – schließlich möchten Sie lange Freude an Ihrer Terrasse haben. Je nachdem welche Voraussetzungen bestehen und wie Sie Ihre Traumterrasse umsetzen möchten, bietet sich ein anderer Terrassenbelag an. Im Folgenden stellen wir Ihnen die unterschiedlichen Beläge und ihre Eigenschaften vor.

Erkundigen Sie sich vor dem Verlegen des Terrassenbelags nach dem richtigen Vorgehen.

Wohnliches Flair im Außenbereich: Terrassenbelag aus Holz

Durch das natürliche Material versprüht eine Holzterrasse viel Gemütlichkeit und erfreut sich deshalb großer Beliebtheit. Wer sich für Holzdielen auf der Terrasse interessiert, sollte dennoch wissen, dass sich die Farbe des Holzes mit der Zeit durch Sonneneinstrahlung oder sonstige Wettereinwirkungen verändern kann. Unterschieden wird bei der Holzart meist zwischen einheimischen Hölzern oder Tropenholz:

  • Heimisches Holz wie Douglasie, Eiche, Robinie oder Lärche ist robust und dank Druckimprägnierung resistent gegen Feuchtigkeit und möglichen Pilzbefall. Trotzdem sollten die Dielen mindestens einmal im Jahr mit Pflegeölen behandelt werden, um den Glanz zu erhalten. Weitere Vorteile heimischer Hölzer sind ihre gute Ökobilanz und der eher günstige Preis.
    Vorsicht: Weiche Holzarten können nach einiger Zeit splittern, dadurch wird Barfußlaufen eher unangenehm. Eine regelmäßige Pflege ist demnach unabdinglich. Die Haltbarkeit von Douglasie und Lärche beträgt bis zu 10 Jahre, die von Eiche und Robinie bis zu 20 Jahre.

  • Tropische Hölzer wie Teak, Ipe und Bangkirai verfügen dank bestimmter Harze und Öle über einen natürlichen Schutz. Diese machen sie äußerst langlebig und sie bedürfen keiner zusätzlichen Pflege. Mit der Zeit kann sich jedoch eine silbergraue Patina entwickeln, die das Holz etwas dunkler wirken lässt.
    Tropenholz splittert nur selten, allerdings kann die Herkunft des Holzes ein Manko darstellen. Um eine nachhaltige Herkunft des Holzes sicherzustellen, achten Sie auf Prüfsiegel wie das FSC und PEFC-Siegel.

Gut zu wissen:

Vor dem Verlegen des Holzbodens sollte eine Unterkonstruktion vorgenommen werden, die eventuelles Gefälle ausgleicht und eine gute Durchlüftung des Bodens bietet.

Wer sich für einen Terrassenbelag aus Holz entscheidet, sollte an die regelmäßige Pflege denken.

Terrassenbelag aus WPC: Pflegeleichte Kunststoffverbindung

Perfektes Recycling: WPC – oder Wood Plastic Composite – wird aus Kunststoff und recyceltem Holz oder Bambus zusammengesetzt. Das Aussehen des Terrassenbodens erinnert somit an Holz, die Widerstandsfähigkeit und Pflegeleichtigkeit erzeugt der enthaltene Kunststoff. Wie bei einer Holzterrasse benötigen Sie zum Verlegen eine Unterkonstruktion, die dem Boden die nötige Stabilität und Belüftung verleiht.

Ein Boden aus WPC kann 20 Jahre halten und bedarf keiner speziellen Pflege. Dennoch sollte Ihnen bewusst sein, dass sich die Farbe nach dem Verlegen durch Wettereinflüsse ändern kann. Die endgültige Farbe wird erst nach einigen Monaten deutlich.

Ein Terrassenbelag aus WPC ist äußerst nachhaltig.

Terrassenbelag aus Stein: Klassisch und vielfältig

Vor allem was die Langlebigkeit betrifft, liegt eine Terrasse aus Stein ganz vorne: Der Werkstoff hält jeder Witterung unverändert stand und sieht auch nach Jahrzehnten – und etwas Säubern natürlich – wie neu aus. Unterschieden wird zwischen Natursteinen und Betonsteinen, die in vielen Formaten und Farben erhältlich sind: Von kleinen Mosaikplättchen über praktisches Steinpflaster bis zu ausladenden Terrassenplatten ist geradezu für jeden Geschmack etwas dabei. Wichtig bei der Verlegung ist jedoch ein gut verdichteter, tragfähiger Untergrund, der die Belastung des Steinbodens aushält. Eventuell sind dazu vorab umfangreiche Erdarbeiten nötig.

Im Trend:

Feinsteinfliesen sind seit einigen Jahren nicht nur im Haus, sondern auch im Außenbereich äußerst beliebt. Mittlerweile besteht sogar die Möglichkeit, im Wohnzimmer und auf der Terrasse das gleiche Material zu verwenden. Das Verlegen der Fliesen bedarf jedoch handwerkliches Geschick.

Toller Kontrast zur Gartenfläche: Ein Terrassenbelag aus Stein.

Den neuen Terrassenbelag mit Bedacht wählen

Bei der Wahl des für Sie passenden Terrassenbelags steht nicht nur der persönliche Geschmack im Vordergrund. Die notwendigen Vorarbeiten und das eigentlich Verlegen des Materials sind je nach Material unterschiedlich. Wer nicht zu viel Zeit in die Pflege des Terrassenbodens investieren möchte, sollte auf einen Holzboden verzichten. Wählen Sie dafür einen Steinboden, kann es allerdings Einbußen geben, was die Gemütlichkeit betrifft. Lassen Sie sich also Zeit und bedenken Sie die örtlichen Gegebenheiten sowie Ihre persönlichen Präferenzen in Ruhe. So können Sie sicher sein, dass Sie sich für einen Terrassenboden entscheiden, an dem Sie lange Freude haben werden.


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