Inflation bezeichnet eine allgemeine Preissteigerung und den damit einhergehenden Wertverlust des Geldes

Die Inflation steigt, die Preise ziehen an, das Geld ist immer weniger wert – solche Aussagen finden sich immer wieder in den Schlagzeilen. Ausgelöst durch die Auswirkungen der Corona-Krise und des Ukraine-Krieges hat die Inflationsrate im Jahr 2022 große Sprünge gemacht. Viele Menschen befürchten, an Kaufkraft zu verlieren und sich ihren Lebensstandard nicht mehr leisten zu können. Aber wie ist das Wort “Inflation” definiert und wofür steht der Begriff? Was genau bemisst die Inflationsrate? McMakler klärt auf.

Der Begriff “Inflation”

Das Wort “Inflation” stammt von dem lateinischen Wort für “Ausweitung” und bezeichnet die Vergrößerung der Geldmenge in einer Volkswirtschaft. Infolgedessen steigt das Preisniveau an und die Währung verliert an Wert, weshalb man bei Inflation auch von “Teuerung” spricht. Für Verbraucher bedeutet eine anhaltende Inflation, dass ihre Kaufkraft sinkt, sie pro Geldeinheit also weniger Produkte erwerben können. Als Maß für diese Veränderung des Geldwerts dient die Inflationsrate.

Wenn Güter und Dienstleistungen billiger werden und das Preisniveau sinkt, spricht man von Deflation. Hierbei sinkt die Inflationsrate in den negativen Bereich. Für die Wirtschaft ist Deflation ein bremsender Faktor, weil bei einer Verringerung der Geldmenge und damit einhergehenden fallenden Preisen allgemein weniger Investitionen getätigt werden.

Wenn infolge von Inflation die Währung an Wert verliert, sinkt die Kaufkraft der Verbraucher

Wie wird die Inflationsrate bestimmt?

In Deutschland sammelt das Statistische Bundesamt Daten zum Kaufverhalten der Verbraucher. Der Verbraucherpreisindex wird auf Grundlage eines repräsentativen Warenkorbs von 650 Waren berechnet, die von privaten Haushalten in Deutschland gekauft werden. Aus der Entwicklung dieses Indexes ergibt sich die Inflations- oder Teuerungsrate.

Auf europäischer Ebene wird die Preisentwicklung mithilfe des Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) beobachtet. Die statistischen Bundesämter der Mitgliedstaaten bestimmen für ihre Volkswirtschaften jeweils diesen Wert, der dann international verglichen werden kann. So wird für ganz Europa eine Gesamtinflationsrate ermittelt.

Europäische Zentralbank (EZB): Welche Rolle spielt sie in Bezug auf die Inflation?

Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt am Main hat ein Inflationsziel von mittelfristig 2 Prozent festgelegt

Die Aufgabe von Zentralbanken ist es, die Stabilität der Preise zu gewährleisten und damit drastische Anstiege sowie Geldentwertung zu verhindern. Wichtige Zentralbanken sind die Europäische Zentralbank (EZB), die US-amerikanische Zentralbank Federal Reserve (Fed) oder die britische Bank of England, welche bei ihrer Geldpolitik jeweils unterschiedliche Schwerpunkte haben. Die EZB in Frankfurt am Main hat als Ziel für den Euroraum eine gemäßigte Inflationsrate von “mittelfristig 2 Prozent” festgelegt. Als Mittel gegen Teuerungen hat eine Zentralbank die Möglichkeit, den Leitzins zu erhöhen. Mit steigenden Zinsen werden die Kosten für Kredite in die Höhe getrieben, was Unternehmen weniger Investitionen tätigen lässt. Dies schlägt sich wiederum auf die Preise nieder, die infolge einer zurückgehenden Nachfrage sinken.

Investition in Immobilien: Schütze ich mein Erspartes damit vor einer hohen Inflation?

Damit angespartes Geld auf dem Konto nicht an Wert verliert, sollte man es möglichst in wertstabile Anlageobjekte investieren. Hierzu gehören Sachwerte wie Edelmetalle oder zum Beispiel ETFs, also breit gestreute Aktienfonds. Aber auch Immobilien werden häufig als inflationssichere Anlage gehandelt. Wie für alle Produkte und Dienstleistungen steigen mit der Inflationsrate die Preise für Immobilien. Das Eigentum an Häusern oder Wohnungen wirkt der Geldentwertung dadurch entgegen. Grundsätzlich muss in Bezug auf die Inflationssicherheit von Immobilien allerdings unterschieden werden, ob diese selbst bewohnt bzw. genutzt werden oder nicht. Vermietete Immobilien sind mit höheren Kosten verbunden. Während der Wert der Immobilie mit der Inflation zwar steigt, schmälert sich der Ertrag durch die Mieteinnahmen. Hier kann durch Mieterhöhungen häufig nicht kurzfristig reagiert werden. Auch spielt eine Rolle, ob ein Objekt sanierungsbedürftig ist – denn auch die Kosten für Instandsetzung und Modernisierung können sich im Zuge der Inflation vervielfältigen.

Ob eine Immobilie dem Inflationsschutz dienen kann, muss für den Einzelfall geprüft werden

In der Regel muss in Bezug auf die Inflationssicherheit jede Immobilieninvestition im Einzelnen geprüft werden. Hier sind Faktoren wie die Lage oder Beschaffenheit des Wunschobjektes entscheidend und können Hinweise darauf liefern, ob der Wert der Immobilie in Zukunft steigen wird oder beispielsweise mit hohen Ausgaben für die Instandsetzung zu rechnen ist. Wohnt der Eigentümer oder die Eigentümerin in einer eigenen, vollständig sanierten Immobilie und hat diese bereits abbezahlt, steigt der Wert des Eigenheims und die Teuerung fällt mangels großer Ausgaben kaum ins Gewicht.

Durch besondere Konditionen lohnt sich häufig die Finanzierung mit Realkredit.
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Eine Bearbeitungsgebühr kann bei einem Kredit, einem Bausparvertrag und einem Mietvertrag anfallen.