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Untervermietung über Airbnb: Was gibt es zu beachten?

Untervermietung über Airbnb: Was gibt es zu beachten?

Eine lukrative Einnahmequelle vor allem an touristischen Orten stellen Vermittlungsportale für private Unterkünfte wie Airbnb, Wimdu oder 9flats dar. Sowohl die Untervermietung über Airbnb als auch über andere Portale haben gemein, dass sie als Vermittlungsplattform zwischen privaten Gastgebern und Schlafplatzsuchenden fungieren. Über wenige Klicks ist so die Wohnung für den Städtetrip gebucht oder von der Gastgeberseite ein Zuverdienst gewonnen. Doch nicht nur vielen herkömmlichen Anbietern von Schlafunterkünften ist diese Art der Untervermietung über Airbnb & Co. ein Dorn im Auge. In einigen Städten, wie beispielsweise in New York, wurde die Untervermietung über Airbnb unter bestimmten Umständen kurzum ganz verboten. Denn oft stehen lokale Mietregelungen oder Steuergesetze im Konflikt mit den von Airbnb angebotenen Leistungen. Es gilt also bei der Untervermietung über Airbnb einiges zu beachten.

1. Kann mein Mieter das Objekt ohne weitere Absprachen bei Airbnb & Co. einstellen?

Sowohl der Bundesgerichtshof als auch das Landgericht (LG) Berlin urteilte bis zu diesem Zeitpunkt bereits, dass Untervermietungen über Airbnb durchaus mit einer fristlosen Kündigung einhergehen können.

Einerseits kann die Untervermietung über Airbnb als dieselbe Art der Untervermietung gesehen werden, wie sie auch von statten gehen würde, wenn der Hauptmieter sich beispielsweise über einen längeren Zeitraum im Ausland befindet. Im Normalfall der Untervermietung muss jedoch nach §540 BGB eine Einwilligung des Eigentümers zum neuen Untermieter (am besten schriftlich) eingeholt werden. Wie genau das gehandhabt wird, ist üblicherweise in Klauseln des eigenen Mietvertrags festgehalten. Hat der Mieter vor der Untervermietung über Airbnb also keine Absprache mit seinem Vermieter getroffen, kann dieser ihn fristlos und mit sofortiger Wirkung kündigen, nachdem eine Abmahnung erfolgt ist. Das kann selbst dann der Fall sein, wenn die Wohnung zwar noch nicht erfolgreich über Airbnb vermittelt wurde, aber die Anzeige trotz einer Abmahnung nicht aus dem Internet genommen wurde.

Handelt der Mieter jedoch rechtmäßig und gibt dem Vermieter seinen Wunsch zur Untervermietung über Airbnb an, ist ein Kündigungsgrund nicht schnell gefunden. Schließlich gilt bei der Vermietung einer Wohnung auch §553 BGB. Demzufolge kann der Vermieter unter Abwägung der Interessenslage des Mieters verpflichtet sein, sich mit der Untervermietung über Airbnb einverstanden zu erklären, insofern er keinen wichtigen Grund benennen kann, der gegen die Untervermietung über Airbnb spricht. Möchte der Mieter die Wohnung rein gewinnorientiert weitervermieten, verpflichtet das den Vermieter jedoch noch lange nicht zu einer Zusage zur Untervermietung über Airbnb.

Auf der anderen Seite urteilte der BGH aber auch, dass die kurzzeitige Untervermietung über Airbnb an Touristen nicht demselben Umstand wie eine „normale“ Untervermietung entspräche. Der Unterschied läge in einer „gewöhnlich auf gewisse Dauer angelegten Untervermietung“.

2. Wer haftet bei Schäden?

Einholung einer Kaution

Hat der Vermieter dem privat organisierten Aufenthalt zugestimmt, kann es immer noch zu Problemen kommen, sollte die Wohnung beschädigt werden. Nach $540 BGB Absatz 2 ist eigentlich der Mieter für in der Wohnung verursachte Schäden verantwortlich. Zwar warten Anbieter wie Airbnb mit einer Garantie von bis zu 800 000€ auf, die Schäden abdecken soll. Doch auch hier sind bereits Fälle eingetreten, bei denen die Garantie nicht gegriffen hat. Fällt der Untermieter den Nachbarn z.B. durch laute Musik negativ auf, ist der Vermieter auch berechtigt, seine vorher erteilte Zustimmung zum Untermieter zurückzuziehen. Generell sollten drei wichtige Punkte beachtet werden, wenn eine Untervermietung über Airbnb für den Vermieter in Frage kommt

  • Für den Fall der Fälle sollte man eine Hausratsversicherung abschließen
  • Der Untervermieter selbst sollte eine Haftpflichtversicherung vorweisen können
  • Zusätzlich empfiehlt sich die Vereinbarung einer Kaution, die zur Begleichung von Schäden einbehalten werden kann

3. Wie wird die Untervermietung über Airbnb in Deutschland rechtlich behandelt?

In einigen Städten reicht die Erlaubnis des Vermieters für eine juristisch korrekte Vorgehensweise bei der Untervermietung über Airbnb allein nicht aus. Einige Städte verhängen sogenannte Zweckentfremdungsverbote, bei denen von den entsprechenden Behörden eine Erlaubnis vorliegen muss. In verschiedenen Städten werden diese Regelungen dabei verschieden gehandhabt. Hat man als Hanseat beispielsweise den Hauptsitz in der Wohnung, in dem man auch ein Zimmer untervermietet, so braucht man keine besonderen Dokumente. Möchte man jedoch unter denselben Bedingungen ein Zimmer in Berlin untervermieten, ist die Erlaubnis für die „Vermietung von Ferienwohnungen“ einzuholen.

Auch wenn Sie gerne eine Wohnung über Airbnb mieten wollen, gibt es einiges zu beachten. Wie Sie seriöse  Airbnb-Vermieter erkennen, lesen Sie hier.


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