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Kaufnebenkosten beim Erwerb einer Immobilie

Kaufnebenkosten beim Erwerb einer Immobilie

Der Kauf einer Immobilie ist oft eine finanzielle Herausforderung. Wer sich Traum den vom Eigenheim erfüllen möchte, muss die Kosten, die auf ihn zukommen, genau kalkulieren und die Finanzierung seines Wunschobjekts entsprechend planen. Zu dem eigentlichen Preis für die Immobilie oder das Grundstück kommen wichtige Kaufnebenkosten hinzu, die sich nicht vermeiden lassen und bis zu 15 Prozent des Kaufpreises betragen können. Diese Kaufnebenkosten müssen zusätzlich zum Kaufpreis entrichtet werden. Oftmals verlangen die Banken, die das Immobilienkredit gewähren, dass die zukünftigen Eigentümer die Kaufnebenkosten alleine decken können. Lesen Sie in unserem Artikel alles Wissenswerte zum Thema Kaufnebenkosten. Zu den Kaufnebenkosten gehören:

1. Die Maklerprovision

Wer ein Grundstück oder eine Immobilie von einem Makler vermittelt bekommt, muss auch mit der Maklerprovision als Teil der Kaufnebenkosten rechnen. Ein Makler kann eine große Unterstützung bei der Immobiliensuche sein. Er erfragt die Wünsche, Vorstellungen und finanzielle Möglichkeiten seiner Kunden und macht ihnen entsprechende Angebote. Die anhand der Exposés favorisierten Objekte werden später zusammen mit dem Makler besichtigt und er berät die Kaufinteressenten in allen Fragen rund um das Objekt. Er begleitet die zukünftigen Eigentümer auf dem Weg in die eigene Immobilie bis hin zum Abschluss des Kaufvertrags beim Notar.

Für seine Vermittlung und Beratung stellt der Makler eine Provision in Rechnung. Diese muss zusätzlich zu dem Kaufpreis entrichtet werden. Wie hoch die Maklercourtage sein darf, ist in Deutschland nicht gesetzlich festgelegt. Je nach Bundesland und Region beträgt die Maklerprovision zwischen 3 und 8 % des Immobilienkaufpreises. In der Regel müssen die Kosten für den Makler direkt nach der Unterzeichnung des Kaufvertrages beim Notar bezahlt werden.

2. Die Gebühren für den Notar und den Eintrag ins Grundbuch

Die Kosten für den Notar und den Eintrag ins Grundbuch zählen zu den Kaufnebenkosten beim Erwerb einer Immobilie. In Deutschland ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass beim Kauf einer Wohnung, eines Hauses oder eines Grundstücks ein Notar hinzugezogen wird. Der Notar sorgt dafür, dass der Kauf rechtsgültig ist. Das gibt sowohl den Käufern als auch den Verkäufern eine Sicherheit. Er begleitet die zukünftigen Immobilieneigentümer beim Vertragsabschluss, beglaubigt den Vertrag und kümmert sich später um den Eintrag ins Grundbuch und um weitere Unterlagen für das Finanzamt.

Sobald der Kaufvertrag unterschrieben ist, veranlasst der Notar, dass der Käufer im Grundbuch als neuer Eigentümer vorgemerkt wird. Diese so genannte Auflassungsvormerkung ist gesetzlich vorgeschrieben und soll sicherstellen, dass der Verkäufer das Objekt nicht gleichzeitig auch weiteren Interessenten verkaufen kann. Außerdem meldet der Notar den Kaufvertrag dem Finanzamt. Danach bekommt man vom Finanzamt den Grunderwerbsteuerbescheid. Direkt danach soll man die Grunderwerbsteuer entrichtet. Sobald das Finanzamt die Steuerzahlung bestätigt und eine Unbedenklichkeitsbescheinigung ausgestellt hat und auch der Kaufpreis bezahlt wurde, veranlasst der Notar den endgültigen Eintrag des neuen Eigentümers in das Grundbuch.

Die Notarkosten, die beim Immobilienkauf entstehen, sind gesetzlich festgelegt und bei allen Notaren identisch. Der zu entrichtende Betrag ist vom Kaufpreis abhängig. Für Notarkosten und Kosten für den Eintrag ins Grundbuch zusammen können Käufer mit ca. 1,5 Prozent des Kaufpreises rechnen. Da die hier beschriebenen Formalitäten beim Kauf einer Immobilie gesetzlich vorgeschrieben sind, kann man die Kaufnebenkosten nicht senken, indem man z. B. auf die Mitwirkung eines Notars verzichtet.

3. Die Grunderwerbsteuer

Zu den Kaufnebenkosten einer Immobilie zählen auch die Steuern, die beim Erwerb anfallen. Die Grunderwerbsteuer muss einmalig an das Finanzamt entrichtet werden, in dessen Zuständigkeitsbereich sich die erworbene Immobilie befindet. Die Höhe dieser Steuer regeln die einzelnen Bundesländer eigenständig und sie unterscheidet sich deswegen je nach Bundesland.

In der Regel bekommen Käufer ca. 6 bis 8 Wochen nach der Beurkundung des Kaufvertrags beim Notar eine Rechnung vom Finanzamt. In der Rechnung werden die Höhe der Grunderwerbsteuer angegeben sowie die Zahlungsfrist. Bemessungsgrundlage für die Grunderwerbsteuer ist der Kaufpreis, der für die Immobilie oder das Grundstück gezahlt wurde. Je nach Bundesland beträgt Grunderwerbsteuer zwischen 3,5 und 6,5 % des Immobilienkaufpreises. Die Frist für die Zahlung der Grunderwerbsteuer beträgt einen Monat.


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