Bonität: wichtig für Mietvertrag und Baukredit

Die Bonität ist wichtig, um einen Baukredit oder einen Mietvertrag zu erhalten.

Mit dem Fachausdruck Bonität wird die Kreditwürdigkeit von Personen bezeichnet. Banken prüfen beispielsweise die Bonität, wenn es um die Vergabe von Baukrediten geht. Aber auch Mieter sollten über eine gute Bonität verfügen, um einen Mietvertrag abschließen zu können. In diesem Eintrag erklären wir die Hintergründe der Bonität, für wen sie relevant ist und welche Faktoren die Bonität beeinflussen.

Aus diesen Gründen ist die Bonität so wichtig

Bonität und Kreditwürdigkeit sind wichtige Kennzahlen in der Immobilienwelt. Eine gute Bonität steht dafür, dass ein potenzieller Mieter oder Kreditnehmer finanziell vertrauenswürdig ist. Die Bonitätsprüfung soll in Immobilienangelegenheiten beiden Parteien dienen:

  1. Die Bank schützt sich durch eine Bonitätsprüfung davor, Darlehen an Personen zu vergeben, die diese nicht zurückzahlen können oder wollen. Dasselbe gilt für Vermieter, die sicherstellen möchten, dass sie ihre vertraglich zugesicherten Mietzahlungen tatsächlich erhalten.

  2. Mögliche Kreditnehmer und Mieter sollen durch die Bonitätsprüfung ebenfalls geschützt werden. Die Finanzexperten der Bank oder private Bonitätsprüfer ermitteln anhand zahlreicher Faktoren, ob eine Person sich den Kredit oder die Mietwohnung überhaupt leisten kann.

Mithilfe der Bonität entscheiden Banken unter anderem, an wen sie Baukredite vergeben. Aber auch wenn ein Antragsteller den Zuschlag erhält, spielt seine Bonität noch eine wichtige Rolle. Denn der Bonitätsscore hat einen Einfluss auf die Höhe des Zinssatzes, mit dem sich Banken gegen Zahlungsausfälle absichern.

Die Bonität ist also ein wichtiger Messwert. Daher stellt sich die Frage, wie er überhaupt zustande kommt und wer ihn misst.

Mit einer guten Bonität steigen die Chancen, ein Baudarlehen zu erhalten.

Wie wird die Bonität geprüft?

Banken sind gesetzlich dazu verpflichtet, eine Bonitätsprüfung durchzuführen, bevor sie einen Baukredit vergeben. Dazu müssen sie vor allem zahlreiche Informationen zum potenziellen Kreditnehmer einholen und sich ein Bild von seiner finanziellen und beruflichen Lage machen.

Berufliche Situation beeinflusst Bonität

Im Gespräch mit der Bank muss ein Kreditantragsteller zum einen Auskunft über seine berufliche Situation geben. Ein unbefristeter Arbeitsvertrag mit einem hohen Gehalt oder gar ein Beamtenstatus wirken sich selbstverständlich gut auf die Kreditwürdigkeit aus. Wenn der Interessent sich hingegen noch in der Probezeit eines neuen Jobs befindet, wird es für ihn schwieriger, den Zuschlag zu erhalten. Auch ein befristeter Arbeitsvertrag wirkt weniger überzeugend, ist aber noch kein Ausschlusskriterium. Das liegt daran, dass bei der Bonitätsprüfung immer das Gesamtbild betrachtet wird.

Private Vermögenswerte verbessern Bonität

Neben der beruflichen Situation werden die finanziellen Mittel des Antragstellers abgefragt und verifiziert. Dazu gehört zum einen das Gehalt beziehungsweise der Lohn. Zum anderen fließen weitere Vermögenswerte und Bargeldreserven in die Bonitätsprüfung ein. Sie gelten als Eigenkapital und wirken sich positiv aus.

SCHUFA-Score gibt Auskunft über Bonität

Um sich ein umfassendes Bild zu machen, greifen Banken auf die Informationen externer Auskunfteien wie der SCHUFA zurück. Diese Wirtschaftsauskunfteien ermitteln eigene Daten und bewerten eine Person mit einem Bonitätsscore. Dieser auch als SCHUFA-Score bezeichnete Wert hilft Banken dabei, sich ein umfassenderes Bild des potenziellen Kreditnehmers zu machen. Die SCHUFA ist die größte Auskunftei in Deutschland und daher eine wichtige Institution, wenn es darum geht, die Bonität einer Person zu prüfen.

Bonitätsprüfung durch Vermieter

Neben Banken haben auch Vermieter ein berechtigtes Interesse an der Bonität ihrer Mieter. Daher fordern sie in der Regel zunächst eine SCHUFA-Auskunft der Interessenten. Darüber hinaus orientieren sie sich mittlerweile häufig an der Methode der Banken und holen über eine freiwillige Selbstauskunft zusätzliche Informationen ein.

Berufliche und finanzielle Sicherheit hilft Interessenten dabei, eine gute Bonität bescheinigt zu bekommen und die Zusage für eine Baufinanzierung oder eine Mietwohnung zu erhalten. Und es gibt noch weitere Wege, aktiv für eine gute Bonität zu sorgen.

Bei SCHUFA und Co. können Antragsteller ihren Bonitätsscore online abfragen.

Wie kann ich meine Bonität verbessern?

Ein Bonitätsscore ist nicht in Stein gemeißelt. Es gibt durchaus Wege, um ihn zu verbessern und die Chancen auf einen Baukredit oder einen Mietvertrag zu erhöhen. Wir beantworten die häufig gestellte Frage: Wie kann ich meine Bonität verbessern?

SCHUFA-Auskunft regelmäßig überprüfen

Es kann passieren, dass bei der SCHUFA falsche Angaben eingehen, die die Bonität einer Person schlechter dastehen lassen. Um sich dagegen abzusichern, ist es ratsam, regelmäßig seinen eigenen SCHUFA-Score zu überprüfen. Einmal jährlich können sich Interessierte kostenlos eine Übersicht über die von der SCHUFA über sie gespeicherten Daten ausstellen lassen. Wer fehlerhafte Daten entdeckt, sollte sofort eine Berichtigung oder Löschung veranlassen. So kann sich jeder vor einem versehentlich schlechten SCHUFA-Score und damit schlechter Bonität schützen.

Kreditverpflichtungen vorab begleichen oder bündeln

Es wirkt sich negativ auf ihre Bonität aus, wenn eine Person zahlreiche Kredite gleichzeitig bedienen muss. Daher kann es sich lohnen, einen Umschuldungskredit zu vereinbaren. Ansonsten ist es ratsam, zunächst bestehende finanzielle Verbindlichkeiten abzubezahlen, bevor die Bonitätsprüfung beispielsweise für eine Baufinanzierung durchgeführt wird.

Rechnungen fristgerecht bezahlen

Für eine gute Bonität ist es unerlässlich, sich finanziell einwandfrei zu verhalten. Wer seine Rechnungen nicht oder zu spät bezahlt, erhält einen schlechten Bonitätsscore. Seine Rechnungen immer fristgerecht zu bezahlen, wird hingegen bei der Bonität berücksichtigt und positiv bewertet. Interessenten haben dies also selbst in der Hand.

Fazit: Das Wichtigste zur Bonität in Kürze

Die Bonität spielt eine große Rolle bei verschiedenen Angelegenheiten rund um Immobilien und Bauprojekte. Sie ist ein Messwert, der wichtige Auskünfte über die Kreditwürdigkeit und Zahlungsfähigkeit einer Person gibt. Sowohl Banken als auch Vermieter prüfen die Bonität von Antragstellern, bevor sie eine Entscheidung treffen. Potenzielle Bauherren und Mieter sollten daher sicherstellen, dass Sie über eine gute Bonität verfügen, um ihre Traumimmobilie zu bekommen.

Durch besondere Konditionen lohnt sich häufig die Finanzierung mit Realkredit.
Die Eigennutzung Ihrer Kaufimmobilie schenkt das Gefühl eines echten Zuhauses.
Eine Bearbeitungsgebühr kann bei einem Kredit, einem Bausparvertrag und einem Mietvertrag anfallen.