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Energieausweis: Alles wichtige zur Energieausweispflicht (EnEV)

Ein Energieausweis ist ein Dokument, welches Immobilien energetisch bewertet. Doch wann ist ein Energieausweis Pflicht? Welche Arten von Energieausweisen gibt es und wie unterscheiden sich diese? Welchen Vorteil bzw. Nutzen bringt ein Energieausweis und wo kann man diesen erstellen lassen? Lesen Sie hier alles Wichtige zu diesem Thema.

Haus mit Energieausweis wegen Energieausweispflicht (EnEV)

1. Energiepass oder Energieausweis?

Der Energiepass entstand im Jahr 2004. Damals entwickelte die Deutsche Energie Agentur den Prototyp eines bundeseinheitlichen Energiepasses für Wohngebäude.
Mit der Energieeinsparverordnung (EnEV) von 2007 wurde der Begriff Energiepass jedoch von dem Begriff Energieausweis abgelöst. Mit der Energieeinsparverordnung von 2009 wurden die Regelungen zu dem Energieausweis weiterentwickelt. Heute bildet die Energieeinsparverordnung von 2014 (EnEV 2014) die Rechtsgrundlage für den Energieausweis.

Heute werden beide Begriffe, Energieausweis und Energiepass als Synonyme verwendet und bezeichnen das gleiche Dokument. In der Fachwelt durchgesetzt hat sich der Begriff Energieausweis.

2. Wer braucht einen Energieausweis?

Generell gibt es eine Energieausweis Pflicht seit dem 1. Oktober 2008 gesetzlich verpflichtend. Immobilieneigentümer müssen Energieausweise potentiellen Kauf- und Mietinteressenten nicht nur bei Besichtigungsterminen vorlegen – auch bei Immobilienanzeigen ist die Angabe der Energieeffizienz verpflichtend. Eigentümer müssen beim Verkauf oder der Vermietung einer Immobilie den Energieausweis vorlegen. Passiert das nicht, kann der Eigentümer mit einem Bußgeld von 15.000 Euro bestraft werden. Eine Ausnahme gilt für Gebäude, die unter Denkmalschutz stehen – diese Immobilien sind von der Energieausweis Pflicht freigestellt.

3. Was steht im Energieausweis?

in einem Energieausweis steht der Name, die Anschrift und Berufsbezeichnung des Ausstellers sowie das Ausstellungsdatum. Des Weiteren erhalten Energieausweise, die seit Mai 2014 ausgestellt werden, eine Registriernummer, die der Kontrolle durch die zuständigen Behörden dienen soll.
Nach der Bewertung der Immobilie werden im Energieausweis auch allgemeine Angaben zum Gebäude gemacht. Dazu gehören das Baujahr, die Adresse, die Anlagentechnik und die Energieträger, die für die Beheizung verwendet werden, sowie die Energiekennwerte.

4. Welche Energieausweistypen gibt es?

Für zwei verschiedene Kategorien von Immobilien gibt es zwei verschiedene Energieausweistypen.

Ein Verbrauchsausweis reicht für Wohngebäude mit folgenden Eigenschaften aus:

  • Das Miet- oder Kaufobjekt verfügt über mehr als vier Wohneinheiten
  • Der Bauantrag ist nach 1977 gestellt worden sein
  • Eine Ausnahme ist möglich, wenn das Gebäude nach der ersten Wärmeschutzverordnung aus dem Jahr 1977 modernisiert wurde

Der bedarfsorientierte Energieausweis ist Pflicht für Wohngebäude mit:

  • vier Wohneinheiten und weniger
  • einem Bauantrag von vor 1977
    Eigentümer von einem Wohngebäude, die einen bedarfsorientierten Energieausweis bekommen, haben die Wahl zwischen Bedarfs- und Verbrauchsausweis, auch als der verbrauchsorientierte Energieausweis bezeichnet.

    Energieeffizienzklasse

4.1. Verbrauchsausweis

Der Verbrauchsausweis ist einfacher zu erstellen und mit 25 bis 100 Euro preisgünstiger als der Bedarfsausweis.
Für die Ermittlung des Energieverbrauchs wird meist über eine Periode der zurückliegenden drei Jahre die tatsächlich verbrauchte Energie herangezogen. Das individuelle Nutzerverhalten der Bewohner beeinflusst das Ergebnis natürlich enorm. Somit kann es durchaus vorkommen, dass ein energetisch schlechter bewertetes Wohngebäude trotzdem einen guten Energieausweis besitzt, falls in diesem nur wenige Mengen an Energie verbraucht wurden. Da die meisten Bewohner ein individuelles Energieverbrauchsverhalten haben, können nur begrenzt Aussagen über den zukünftigen Energieverbrauch oder den energetischen Zustand der Immobilie gemacht werden. Somit ist der Verbrauchsausweis weniger aussagekräftig als der Bedarfsausweis. Die Ermittlung des Energieverbrauchs wird in der Regel vom jeweiligen Versorgungsunternehmen oder einem Messanbieter durchgeführt.

4.2. Bedarfsausweis

Der bedarfsorientierte Energieausweis bildet den theoretischen Energieverbrauch, beispielsweise den eines Wohnhauses, ab. Die Grundlage des Bedarfsausweises bildet ein technisches Gutachten, welches meistens von einem Fachmann erstellt wird. Für die Berechnung der Werte einer Immobilie werden technische Details, wie z. B. der Zustand von Wänden, Fenstern und Heizungen herangezogen. Nicht zur Berechnung herangezogen wird das individuelle Verbrauchsverhalten der Bewohner eines Wohngebäudes. Das große Plus dieses Ermittlungsverfahrens ist die Identifizierung von energetischen Schwachstellen der Immobilie.

5. Wie kann ich einen Energieausweis erstellen?

Ab sofort können Sie auf McEnergieausweis Ihren Energieausweis ganz bequem und günstig online bestellen. Unabhängig davon, ob Sie sich für den Bedarfs- oder den Verbrauchsausweis entscheiden, benötigen Sie zur Beantragung nur wenige Minuten. Beachten Sie diese 5 Schritte und erhalten Sie schon bald Ihren kostengünstigen Energieausweis.

  1. Wählen sie Ihren optimalen Energieausweis aus. Hierfür können Sie gerne unseren kostenlosen Ausweis-Check nutzen.
  2. Geben sie die Daten Ihrer Immobilie wie z. B. Baujahr und Gebäudeart ganz einfach online ein.
  3. Anschließend wird Ihr Energieausweis von zertifizierten Energieberatern innerhalb von 24 Stunden erstellt.
  4. Die Bezahlung erfolgt nach Erhalt des Energieausweises auf Rechnung.
  5. Vermieten oder verkaufen Sie Ihre Immobilie mit Ihrem neuen Energieausweis.

6. Wie lange gilt das Dokument?

Energieausweise behalten ihre Gültigkeit in der Regel für zehn Jahre. Ein neuer Ausweis wird nur dann notwendig, wenn ein Gebäude umfassend saniert wurde oder nach energetisch relevanten Maßnahmen. Gemäß der Energieeinsparverordnung (EnEV) muss in solchen Fällen das Gebäude neu berechnet und ein neuer Ausweis erstellt werden. Ein Energieberater kann Ihnen an dieser Stelle weiterhelfen.


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