Bemusterung: Das Haus individuell gestalten

Bei der Bemusterung werden Ausstattungsmerkmale für das Haus gewählt.Anstrich, Boden, Fliesen: Beim Hausbau gibt es viele Möglichkeiten, dem eigenen Heim einen ganz persönlichen Schliff zu geben. Damit Sie sich noch Jahre später an Ihren Entscheidungen rund um die Gestaltung des Hauses erfreuen, sollte die optische Umsetzung vorab gut geplant werden. Dazu wird in der Regel eine ausführliche Bemusterung vorgenommen. Wie eine Hausbemusterung funktioniert und worauf Sie dabei achten sollten, lesen Sie im folgenden Artikel.

Was ist eine Bemusterung?

Unter der Bemusterung eines Hauses werden alle Entscheidungen rund um Materialien und Produkte, die zukünftig in der Immobilie verwendet werden sollen, zusammengefasst. Das betrifft neben der farblichen Gestaltung der Fassade auch viele weitere Ausstattungsmerkmale, die in die Hausplanung einbezogen werden müssen. Dazu gehören unter anderem Gestaltungswünsche hinsichtlich folgender Objekte:

  • Fliesen

  • Dachziegel

  • Regenrinne

  • Fenster und Türen sowie die jeweiligen Griffe

  • Treppe

  • Bodenbeläge

  • Steckdosen

  • Sanitäranlagen

  • Armaturen

  • Wandgestaltung

Zu den genannten Ausstattungskomponenten kommen noch viele weitere Kleinigkeiten hinzu, die ein Bauherr für sein Haus entscheiden muss. Bei einer Bemusterung wird die Hausausstattung demnach bis ins kleinste Detail geplant. Je nach Anspruch kann eine Bemusterung recht zeitintensiv ausfallen.

Bei der Bemusterung eines Fertighauses unterstützt der Anbieter.

Wie läuft eine Bemusterung ab?

Geht es um die Bemusterung eines Fertighauses, lädt in der Regel der jeweilige Anbieter rechtzeitig zum Bemusterungstermin ein. Dieser kann sowohl vor als auch nach der Bauvertragsunterzeichnung stattfinden, sollte jedoch spätestens kurz vor Ende der Rohbauphase erfolgen.

Unser Tipp:

Eine höhere finanzielle Planbarkeit ergibt sich, wenn der Bemusterungstermin noch vor Vertragsabschluss erfolgt. Die von Ihnen ausgewählten Ausstattungsmerkmale fließen dann direkt in die Kalkulation Ihres Fertighauses mit ein und Sie erfahren früh, welche Kosten auf Sie zukommen.

Die meisten Bemusterungstermine finden vor Ort in den sogenannten Bemusterungshallen des Fertighausanbieters statt. Hier erfolgt eine ausführliche Beratung durch einen Innenarchitekten, bei der Sie Materialien und Produkte vorab inspizieren und auswählen. Auch Unsicherheiten, Fragen sowie Details bezüglich der Bauphase werden bei diesem Termin besprochen. In einem Bemusterungsprotokoll werden alle ausgewählten Ausstattungsmerkmale detailliert erfasst und Ihnen per E-Mail oder Post zugesandt.

Es lohnt sich, das Bemusterungsprotokoll nach Erhalt nochmals genau zu prüfen: Stimmen die gewählten Materialien oder Farben? Wurden die Maße richtig notiert? Erst dann sollten Sie das Protokoll unterschreiben, um die Freigabe an den Anbieter zu erteilen.

Je nach Umfang kann sich der Bemusterungstermin über 2 Tage erstrecken. Um Unterbringung, Verpflegung und in manchen Fällen auch Kinderbetreuung kümmert sich der Anbieter.

Wird das Haus hingegen mithilfe eines Architekten oder einem Generalunternehmer gebaut, erfolgt die Auswahl der Ausstattungsmerkmale in den Räumen der jeweiligen Gewerke. Die Bemusterung erfolgt somit nicht an einem Tag. Sie suchen zum Beispiel die Bodenbeläge an einem, die Ausstattung der Sanitäranlagen an einem anderen Termin aus. Da diese einzelnen Termine sehr zeitintensiv sein können, sollten sie möglichst früh geplant werden.

Wie teuer ist eine Bemusterung?

Während bei einem Architektenhaus der Komplettpreis individuell festgelegt wird, ist bei einem Fertighaus eine sogenannte Standardausstattung im Preis inbegriffen. Bei dieser können Sie meist zwischen zwei oder drei Modellen wählen. Möchten Sie Ihr Fertighaus nach eigenen Wünschen gestalten oder mit individuellen Merkmalen versehen? Dann wird die – teils erhebliche – Differenz zum Standardpreis hinzuaddiert. Verzichten Sie jedoch auf Standardmerkmale und entscheiden sich für das Abmustern, können Sie sogar Geld einsparen. Die Bemusterung an sich ist kostenlos.

Viele Anbieter bieten zudem eine Erstbemusterung an, bei der Sie die Standardmodelle vorab begutachten können. Dabei finden Sie vorab heraus, ob Ihnen ein Standardmodell genügt oder Sie Ausstattungsmerkmale anheben oder auf diese verzichten möchten.

Bei der Bemusterung wählen Sie Fassadenfarbe, Türen, Fenster und mehr.

Wie kann ich mich auf eine Bemusterung vorbereiten?

Bei einem Bemusterungstermin werden meist viele Details rund um die Hausplanung in kurzer Zeit festgelegt. Damit die Auswahlmöglichkeiten Sie nicht überfordern und Sie mit Ihrer Wahl langfristig zufrieden sind, sollten Sie sich entsprechend wappnen.

1. Vorstellungen konkretisieren

Noch vor dem Besichtigungstermin sollten Sie sich Zeit nehmen und Ideen rund um die Hausgestaltung festhalten. Visualisieren Sie dazu jeden einzelnen Raum und halten Sie schriftlich oder mithilfe einer Planungsapp Ihre Vorstellungen fest.

2. Familie und Freunde befragen

Ihnen gefällt das Haus Ihres Bruders oder der besten Freundin? Interviewen Sie Hauseigentümer aus Ihrem eigenen Umfeld und holen Sie sich Tipps zu Raumgestaltung ein und worauf Sie besonders achten sollten.

3. Neubaugebiete besuchen

Welche Fassadenfarbe gefällt? Welche Türen und Fenster passen dazu? Oftmals fällt es schwer, solche Entscheidungen anhand von Modellen oder Mustern zu treffen. Ein Spaziergang durch die Nachbarschaft – im Speziellen durch Neubaugebiete – hilft dabei, sich das eigene Haus konkreter vorzustellen.

4. Budget festlegen

Wer durch die Bemusterungshallen schlendert und den schönen Marmorboden oder die aufwendige Wendeltreppe entdeckt, lässt sich womöglich zu spontanen Planänderungen hinreißen. Um Ihr Budget nicht zu überschreiten, sollten Sie dieses noch vor der Bemusterung möglichst streng festlegen.

Bemusterung: Planung ist alles

Wie die Verwirklichung des Grundrisses, gehört eine vorausschauend geplante Bemusterung zu einem erfolgreichen Hausbau dazu. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit, um jegliche Details rund um Ihre individuelle Hausausstattung festzuhalten und behalten Sie dabei unbedingt Ihr Budget im Auge – auch beim Bemusterungstermin selbst. Prüfen Sie außerdem nach der Bemusterung das Bemusterungsprotokoll auf Herz und Nieren. Nur, wenn Sie planvoll und sicher Ihre Bemusterungswünsche verwirklichen, werden Sie langfristig Freude an Ihrem eigens gestalteten Haus haben.

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