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Immobilienpreise 2021 an Nord- und Ostseeküste

Letztes Update: 31.05.2021

So unterschiedlich die beiden deutschen Küsten auch sind, eines haben sie gemeinsam: Die Nähe zum Wasser ist begehrt, das macht sich auch bei den Preisen bemerkbar. Bedingt durch die Coronakrise, sehen die meisten Menschen in diesem Jahr eher von weiten Reisen an exotische Traumstrände dieser Welt ab. Grund genug, einen genaueren Blick auf die heimischen Küsten zu werfen, denn auch die können sich sehen lassen. Ob Wandern, Radfahren oder Schwimmen – all das ist an den deutschen Küsten möglich. Und wer erst da ist, spielt vielleicht auch mit dem Gedanken, dort zu wohnen, wo andere Urlaub machen.

In unserer Immobilienpreisanalyse haben wir die Entwicklung der Immobilienpreise sowohl an der Nordsee- als auch an der Ostseeküste einmal genauer betrachtet.

Immobilienklima Ostsee Nordsee Titelbild

Die wichtigsten Zahlen:

Nordsee:

  • In 13 der 14 analysierten Küstenregionen sind die durchschnittlichen Kaufpreise für Immobilien weiter gestiegen

  • Immobilien auf den Nordfriesischen Inseln sind im Schnitt 62 Prozent teurer als in der zweitteuersten Region, der Halbinsel Eiderstedt

  • Die höchste Preissteigerung im Vergleich zum Vorjahresquartal findet sich mit 17 Prozent in der Region Aurich wieder

Ostsee:

  • In zehn von elf analysierten Küstenregionen sind die durchschnittlichen Kaufpreise weiter gestiegen

  • Angeführt wird das Ranking von der Region Lübeck mit einem Durchschnittspreis von 3.516 Euro pro Quadratmeter

  • Rügen und Usedom verzeichnen nur einen leichten Anstieg, während in der dahinterliegenden Region Stralsund-Anklam die Preise um 20 Prozent zugenommen haben

1. Kaufpreisanalyse Ostseeküste: Immobilienpreise in Holstein steigen weiter

An der Ostseeküste sind die Kaufpreise für Immobilien trotz Corona-Pandemie weiter gestiegen. Dies zeigt eine aktuelle Datenauswertung aus den letzten 12 Monaten von McMakler (www.mcmakler.de), der deutschlandweit lokale Makler. Neben der Nähe zum Wasser und zur Natur, wirkt sich auch die gute Lage auf die Preise aus: Im westlichen Bereich der Ostseeküste ist die Entfernung zu den Großstädten gering. Im östlichen Teil sind es die Ostseeinseln Rügen und Usedom, die sich großer Beliebtheit erfreuen.

Kaufpreisanalyse Ostseeküste: 1. Quartal 2021

Kiel, Lübeck und Region Fehmarn sind besonders teuer

Das Kaufpreis-Ranking zeigt, dass es in Schleswig-Holstein aktuell am teuersten ist. Die Region Lübeck liegt hier mit 3.516 Euro pro Quadratmeter weiterhin an der Spitze. Der Preisanstieg von sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr ist deutlich spürbar. Allerdings weisen die zweit- und drittplatzierten Regionen ein noch größeres Preiswachstum auf. In der Region Kiel liegen die Durchschnittspreise mit 3.176 Euro pro Quadratmeter stattliche elf Prozent über den Preisen des Vorjahresquartals, in der Region Fehmarn haben sie mit 3.130 Euro pro Quadratmeter sogar um 15 Prozent zugenommen.

Felix Jahn, CEO von McMakler, erklärt:

„Die Regionen rund um die Kieler Förde und die Lübecker Bucht profitieren recht deutlich vom ungebrochenen Zug zum Meer und dem generell gestiegenen Interesse an Immobilien in ländlichen Regionen. Aber auch Investitionen in die Infrastruktur, wie beispielsweise der Ausbau der B404 zur A21, hinterlassen ihre Spuren. Durch sie werden diese Regionen besonders für Pendler und Home-Office-Angestellte interessant, die sich die Preise in Hamburg nicht leisten möchten, aber sich ein Heim im Grünen wünschen.“

Immobilienklima Ostseeküste: Kaufpreise 1. Quartal 2021

Stabile Kaufpreise und moderates Wachstum in Rostock sowie auf Rügen und Usedom

Ebenfalls über der 3.000-Euro-Marke liegen die viert- und fünftplatzierten Regionen um Rostock und Rügen. Diese beiden Regionen weisen im Vergleich zum Vorjahresquartal ein moderates Preiswachstum vor. Rund um Rostock sind die Preise um drei Prozent auf 3.041 Euro pro Quadratmeter gestiegen, während sich die Preise auf Rügen nur um ein Prozent auf 3.019 Euro pro Quadratmeter erhöht haben.

Im preislichen Mittelfeld des Rankings, im Kostenbereich zwischen 2.000 und 3.000 Euro pro Quadratmeter, befinden sich vier Regionen. Von diesen ist es in der Region Wismar/Poel mit 2.900 Euro pro Quadratmeter recht teuer, die Preise stiegen hier um satte 14 Prozent. Auf Usedom müssen Kaufinteressenten mit durchschnittlich 2.837 Euro pro Quadratmeter rechnen, was einem leichten Preiswachstum von einem Prozent entspricht.

Hohes Preiswachstum in den günstigen Regionen

Auf dem achten Platz folgt die Region Flensburg mit einem Preis von 2.570 Euro pro Quadratmeter. Mit einem Wachstum von acht Prozent legen die Preise an der dänischen Grenze ordentlich zu. Mit durchschnittlichen Preisen von 2.088 Euro pro Quadratmeter wartet hingegen die Region Stralsund-Anklam auf. Im Vergleich zum Vorjahresquartal sind hier die Preise am deutlichsten gestiegen. Ein Quadratmeter Wohnfläche ist hier um ganze 20 Prozent teurer geworden.

Felix Jahn über die Preisentwicklung an der Ostsee:

„Bemerkenswert ist, dass die Preise auf den Ostseeinseln nicht mehr so stark steigen. Stattdessen konzentriert sich das Käuferinteresse mehr auf das Festland in der Region Stralsund-Anklam. Dennoch bleiben Immobilien hier weiterhin günstiger als auf den Ostseeinseln.”

Die Region Fischland-Darß-Zingst ist die einzige in diesem Ranking, in der die Preise merklich nachlassen. Mit 1.929 Euro pro Quadratmeter ist es hier um fünf Prozent günstiger als noch im Vorjahr. Das Schlusslicht des Rankings ist die Region Stettiner Haff. Zwar haben die Preise in der Region mit drei Prozent zugelegt, dennoch kostet der Quadratmeter Wohnfläche hier nur 1.244 Euro pro Quadratmeter.

2. Kaufpreisanalyse Nordseeküste: Immobilien im Westen werden teurer

Wer sich langfristig an der Nordseeküste niederlassen will, muss sich schon seit Jahren mit steigenden Immobilienpreisen auseinandersetzen. Auch die Corona-Pandemie hat daran nichts geändert. Dies zeigt eine aktuelle Datenauswertung der Immobilienkaufpreise des ersten Quartals 2021 von McMakler (www.mcmakler.de), dem deutschlandweit lokalen Makler.

Kaufpreisanalyse Nordseeküste: 1. Quartal 2021

Immobilien auf den Ost- und Nordfriesischen Inseln heiß begehrt

Wenig überraschend liegen die Immobilienpreise auf den Ostfriesischen Inseln mit 7.443 Euro pro Quadratmeter an der Spitze des Rankings, dicht gefolgt von den Nordfriesischen Inseln mit 7.105 Euro pro Quadratmeter. Im Vergleich zum Vorjahr legen die Preise in beiden Regionen ordentlich zu. Während die Preise auf den Ostfriesischen Inseln um vier Prozent zunehmen, steigen sie auf den Nordfriesischen Inseln sogar um neun Prozent.

Auf dem dritten Platz folgt die Region Eiderstedt mit 2.692 Euro pro Quadratmeter. Im Vergleich zu den Nordfriesischen Inseln ist ein Quadratmeter Wohnfläche hier um 62 Prozent günstiger, ein Preisunterschied von beinahe 4.400 Euro pro Quadratmeter. Dieser dramatische Unterschied ist auf den im Vergleich zum Vorjahr um 13 Prozent geringeren Durchschnittspreis für Immobilien in Eiderstedt zurückzuführen. In der Region Nordfriesland hingegen liegen die Preise für Immobilien bei durchschnittlich 2.655 Euro pro Quadratmeter, und damit knapp drei Prozent über dem Niveau des letzten Jahres. Bezahlbarer wird es in der Region Eider-Treene-Sorge, die mit einer Preissteigerung von 13 Prozent auf 2.380 Euro pro Quadratmeter kommt.

Felix Jahn, CEO und Gründer von McMakler, über die Preisentwicklung an der Nordsee:erläutert

„Zu keinem Zeitpunkt im vergangenen Jahr haben Immobilien an der Nordseeküste an Attraktivität verloren. Zwar gab es im vergangenen Jahr einige Einschränkungen was die Vermietung von Ferienhäusern und -wohnungen angeht, perspektivisch gesehen ist das Häuschen an der Küste aber begehrter geworden. Das schlägt sich auch in den Preisen nieder. Die einzige Ausnahme ist die Halbinsel Eiderstedt, dort geben die Immobilienpreise spürbar nach.“

Hohes Preiswachstum im Westen

Ein wenig günstiger ist es in Cuxhaven mit 2.141 Euro pro Quadratmeter und Aurich mit 2.082 Euro pro Quadratmeter. Zwar steigen die Preise in Cuxhaven um neun Prozent und in Aurich gar um 17 Prozent, im Vergleich zu den Inseln sind sie aber deutlich erschwinglicher. Mit etwas Abstand zur Region Aurich folgt die Region Friesland mit 1.981 Euro pro Quadratmeter mit einer Preissteigerung von neun Prozent, die Region Wittmund mit 1.893 Euro pro Quadratmeter und einer Preissteigerung von 14 Prozent und die Region Emden mit 1.850 Euro pro Quadratmeter und einer Preissteigerung von 16 Prozent.

Immobilienexperte Felix Jahn erläutert:

„Damit steigen die Immobilienpreise in diesen Regionen jeweils um mindestens neun Prozent - ein deutliches Zeichen dafür, dass Corona dem langfristigen Trend von steigenden Immobilienpreisen keinen Einhalt geboten hat. Ein weiterer Faktor ist die Angebotslage auf den Ostfriesischen Inseln. Da es hier nur ein geringes Angebot an Immobilien gibt, weichen Immobilienkäufer auf das Festland aus. Das spiegelt sich ebenfalls in den sehr deutlichen Preissteigerungen in diesen Regionen wider.“

Immobilienklima Nordsee: Kaufpreise 1. Quartal 2021

Weiterhin erschwinglich bleibt es in der Region Dithmarschen mit 1.804 Euro pro Quadratmeter. Im Vergleich zum Vorjahr lässt sich hier eine Preissteigerung von nur zwei Prozent ausmachen. Dies ist die geringste Zunahme in diesem Ranking. Auch in Wilhelmshaven und Bremerhaven sind die durchschnittlichen Quadratmeterpreise im Vergleich zu den anderen Küstenregionen mit 1.709 Euro pro Quadratmeter beziehungsweise 1.687 Euro pro Quadratmeter niedrig. Interessant sind hingegen die Tendenzen: Während die Preise in Wilhelmshaven um fünf Prozent steigen, legen sie in Bremerhaven sogar um zehn Prozent zu. Ähnlich starkes Wachstum zeigt sich auch in der Region Wesermarsch. Aber auch elf Prozent Preiswachstum ändern nichts daran, dass mit durchschnittlich 1.523 Euro pro Quadratmeter die günstigsten Immobilien der Nordseeküste weiterhin in der Wesermarsch stehen.

Information zur Datennutzung

Die Datenerhebung von McMakler basiert auf einer Auswertung inserierter Kaufangebote für Häuser und Wohnungen (nur Bestandsbauten, Baujahr bis 2015) verschiedener Immobilienportale für das erste Quartal 2020 und erste Quartal 2021. Da sich jede Immobilie im Baujahr, der Wohnlage und Ausstattung unterscheidet, sind diese Immobilienpreise keine Grundlage für eine exakte Berechnung des Quadratmeterpreises, sondern dienen als Orientierung. McMakler bietet zudem eine kostenlose Immobilienbewertung unter: www.mcmakler.de/immobilienbewertung/.

Alle Daten und Grafiken dürfen von Drittparteien mit einem Verweis auf die Quelle „McMakler (www.mcmakler.de)“ benutzt und veröffentlicht werden.


Bildquelle: iStockphoto.com/symbiont

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