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Steuererklärung – Tipps für Vermieter

Steuererklärung – Tipps für Vermieter

Immobilieneigentümer und Vermieter müssen die Mieteinnahmen ihrer Immobilien in der Steuererklärung angeben und diese teilweise hoch versteuern. Im Gegenzug dazu können jedoch auch etliche Aufwendungen, die im Zusammenhang mit der Immobilie stehen, von der Steuer abgesetzt werden und im Anhang V der Steuererklärung (Einkünfte für Vermietung und Verpachtung) geltend gemacht werden. Dafür muss jedoch jede Angabe mit einer Quittung belegt werden. Im Folgenden erfahren Sie welche Ausgaben Vermieter von der Steuer absetzen können.

1. Gesamtpreis der Immobilie

Für Immobilien die bis einschließlich 31. Dezember 1924 gebaut worden sind, kann ein Vermieter für 40 Jahre 2,5 Prozent des Brutto-Gesamtpreises der Immobilie pro Jahr von der Steuer absetzen. Für Immobilien, die nach 1924 errichtet worden sind, können für 50 Jahre 2 Prozent pro Jahr abgeschrieben werden.

2. Zinsen

Vermieter, die für den Kauf einer Immobilie ein Hypothekendarlehen aufgenommen haben, können die dafür monatlich anfallenden Zinsen von der Steuer absetzen.

3. Grundsteuer

Für den Besitz einer Immobilie müssen Vermieter jedes Jahr eine Grundsteuer an den Staat zahlen. Die Höhe der Grundsteuer wird von der jeweiligen Gemeinde festgelegt und kann von Vermietern in voller Höhe steuerlich geltend gemacht werden.

4. Kontoführung

Für Einnahmen und Ausgaben die im Zusammenhang mit einer Immobilie stehen, lassen sich viele Vermieter ein Konto bei der Bank errichten. Dafür erheben Banken grundsätzlich Kontoführungsgebühren. Diese Gebühren können Vermieter ebenfalls von der Steuer absetzen.

5. Anzeigen und Maklergebühren

Um einen Mieter zu finden, können Vermieter Annoncen im Internet, in Zeitungen, Prospekten oder anderen Medien einstellen. Die dafür entstandenen Kosten können sie in der Steuererklärung geltend machen. Sollte der Vermieter sich nicht selbst um die Vermarktung einer Immobilie kümmern, sondern dafür einen Makler beauftragen, muss der Vermieter mit Maklergebühren rechnen. Auch diese können in der Steuererklärung geltend gemacht werden.

6. Bürokosten

Vermieter, die sich selbst um die Vermietung und Verwaltung Ihrer Immobilien kümmern und dafür Bürokosten durch beispielsweise Schreibbedarf oder einen Telefonanschluss tragen müssen, können diese von der Steuer absetzen.

7. Möbel

Wird eine Wohnung möbliert vermietet, können die Kosten für die Möbel von der Steuer abgesetzt werden. Hier greift jedoch folgende Regelung: Während Möbel, die weniger als 410 Euro kosten noch im gleichen Jahr von der Steuer abgesetzt werden können, müssen Vermieter Möbel, die diesen Betrag übersteigen, über mehrere Jahre hinweg abschreiben.

Zur Information: Das Bundesfinanzministerium führt Tabellen darüber, welche Möbel wie lange abgeschrieben werden müssen. Das Vorgehen einer Abschreibung verläuft wie folgt: Wird beispielsweise ein Gegenstand gekauft, der über 5 Jahre hinweg abgeschrieben werden muss, muss der Eigentümer den Gesamtpreis des Möbelstücks durch fünf teilen. Die dabei resultierende Summe kann dann jedes Jahr über fünf Jahre hinweg von der Steuer abgesetzt werden.

8. Renovierung und Reparaturen

Für Kosten im Zusammenhang mit Renovierungsarbeiten sowie Reparaturen muss meist der Vermieter aufkommen. Doch egal ob Leck in der Heizung, tropfender Wasserhahn oder undichte Fenster – die dabei für den Vermieter anfallenden Kosten können von der Steuer abgesetzt werden, und zwar komplett.

9. Fahrtkosten

Auch Fahrtkosten, die im Zusammenhang mit dem vermieteten Objekt stehen, können dem Finanzamt vorgelegt werden und von der Steuer abgesetzt werden. Meist werden allerdings nur Fahrtkosten zum Mietobjekt oder zu Eigentümerversammlungen berücksichtigt. Mit dem eigenen PKW werden hier ca. 30 Cent pro Kilometer berechnet.

10. Anwaltskosten

Anwaltskosten, die im Zusammenhang mit dem Mietobjekt stehen, können ebenfalls von der Steuer abgesetzt werden. Anwaltskosten fallen beispielsweise an, wenn der Vermieter einen Anwalt beauftragt, um Streitigkeiten mit einem Mieter zu klären.

11. Mitgliedsbeiträge

Mitgliedsbeiträge für Vermieterverbände, in denen Vermieter aktuelle Informationen rund um die Interessen von Vermietern erhalten können, können Vermieter in der Anlage V der Steuererklärung geltend machen.

12. Wohnungsleerstand

Wohnungsleerstand kann vorkommen, wenn ein Vermieter keinen Mieter findet. Während eines Wohnungsleerstands fallen jedoch trotzdem Kosten für die Grundsteuer, für Wasser, Strom sowie für die Gebäudeversicherung an. Sofern ein Vermieter die Vermietungsabsicht vor dem Finanzamt glaubhaft machen kann, können auch diese Kosten von der Steuer abgesetzt werden.


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