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Steueranreiz für privaten Wohnungsbau

Steueranreiz für privaten Wohnungsbau

Nicht nur der hohe Zuzug von Familien und Studenten, sondern auch der Flüchtlingsstrom sorgen für eine Verknappung des Wohnraums besonders in Großstädten. Um den privaten Wohnungsbau zu fördern und zukünftig mehr Wohnraum zu schaffen, hat die Bundesregierung nun einen Gesetzesentwurf vorgelegt, der einen Steueranreiz für private Investoren vorsieht. Wer von der Sonder-AfA profitieren kann und was Sie dafür tun müssen, erfahren Sie im Folgenden.

1. Warum wird ein Steueranreiz für den privaten Wohnungsbau geschaffen?

Der Wohnungsmarkt in deutschen Großstädten wird zu einem immer größeren Problem. Die ländlichen Gebiete werden verlassen und sowohl Studenten als auch Familien zieht es in die Großstädte. In Kombination mit dem hohen Zuzug von Flüchtlingen wird der Wohnraum immer knapper und die Mietpreise steigen rasant an. Dagegen versucht die Bundesregierung aktuell vorzugehen. Gesetzesänderungen wie das Bestellerprinzip oder die Mietpreisbremse versuchten im Jahr 2015 den steigenden Mietpreisen entgegenzuwirken. Jetzt hat die Bundesregierung einen Gesetzesentwurf vorgelegt, der Sonderabschreibung auf Baukosten vorsieht, um den Wohnungsmarkt zukünftig zu entzerren. Der Steueranreiz soll besonders in Gebieten mit angespannter Wohnungslage eingesetzt werden. Dadurch will die Regierung langfristig dafür sorgen, dass die Bewohner von Groß- und Universitätsstädten an ihr Einkommen angepasste und bezahlbaren Wohnraum finden. Um der erhöhten Nachfrage an Wohnraum gerecht zu werden, müssten laut Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) in Deutschland jährlich mindestens 350.000 neue Wohnungen gebaut werden. Da diese Zahl in der Realität im vergangenen Jahr allerdings nur 260.000 betrug, wird jetzt ein Steueranreiz geschaffen.

2. Was wird durch die Sonder-AfA im privaten Wohnungsbau gefördert?

2,1 Milliarden Steueranreiz will die Bundesregierung in die Förderung des privaten Wohnungsbaus investieren. Diese Förderung gilt nur für Neubauten in Gebieten mit besonders angespanntem Wohnungsmarkt. Dies sind hauptsächlich Gebiete, in denen auch die Mietpreisbremse oder Kappungsgrenzen gelten. Außerdem werden Gemeinden gefördert, in denen das Mietniveau mindestens fünf Prozent über dem Bundesdurchschnitt liegt. Diese müssen also laut der Wohngeldverordnung die Mietenstufen IV bis VI aufweisen.

Mehr als 100.000 Wohnungen sollen durch die geplanten Sonderabschreibungen auf Baukosten insgesamt gefördert werden. Jedoch gilt dies nur für bezahlbaren Wohnraum. Luxusimmobilien sind von der Förderung ausgeschlossen. So dürfen private Wohnungsbauer pro Quadratmeter höchstens 2.000 Euro an Baukosten veranschlagen. Im Falle, dass die Kosten beispielsweise 2.500 Euro betragen, wird die Sonder-AfA trotzdem nur auf Basis von 2.000 Euro angerechnet. Baukosten die eine Höhe von 3000 Euro pro Quadratmeter übersteigen, werden komplett von der Möglichkeit der Sonderabschreibung ausgeschlossen. Außerdem gilt dieser Steueranreiz nur für diejenigen Investoren, die ihre Wohnung zukünftig vermieten wollen. Immobilien zur Selbstnutzung werden nicht gefördert.

3. Wie können Investoren von der neuen Sonder-AfA profitieren?

Mit Inkrafttreten der neuen Sonder-AfA können all diejenigen privaten Wohnungsbauer, welche die oben genannten Voraussetzungen erfüllen, im ersten und zweiten Jahr je zehn Prozent und im dritten Jahr neun Prozent der anfallenden Baukosten bei der Steuer geltend machen. Diese kann zusätzlich zur regulären linearen Abschreibung in Höhe von zwei Prozent pro Jahr in Anspruch genommen werden. Insgesamt können die Investoren also über drei Jahre hinweg 35 Prozent der Baukosten abschreiben. Laut Gesetzesentwurf soll der Steueranreiz für all diejenigen gelten, die ihren Bauantrag zwischen dem 01. Januar 2016 und dem 31. Dezember 2018 stellen. Somit könne die Sonder-AfA letztmalig im Jahr 2022 in Anspruch genommen werden.

Den Gesetzesentwurf der Bundesregierung mit allen Details, finden Sie hier.


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