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Hausverkauf wegen Trennung

Hausverkauf wegen Trennung

Der Verkauf des gemeinsamen Hauses wegen einer Trennung oder Scheidung ist für jedes Paar eine große Herausforderung. Das Thema ist stark emotional besetzt – und erfordert zugleich eine nüchterne und gut durchdachte Planung, damit der Verkauf für beide Parteien fair und mit möglichst wenig finanziellen Verlusten gestaltet werden kann. Lesen Sie hier, was Sie beim Hausverkauf wegen einer Trennung beachten müssen.

1. Das gemeinsame Haus behalten oder verkaufen?

1.1. Frühzeitig Anwalt und geprüften Makler hinzuziehen

Das gemeinsame Haus hat für Paare eine große Bedeutung: Es ist ein wertvoller Vermögensgegenstand, Bestandteil der gemeinsamen Altersvorsorge, Lebensmittelpunkt und vertrautes Heim der Familie. Häufig fällt es den Partnern direkt nach einer Trennung sehr schwer, ihre Emotionen beiseite zu legen und sich mit den komplexen Fragen über die Verwaltung und den Verkauf der gemeinsamen Immobilie sachlich und konstruktiv auseinandersetzen. Beide Partner müssen sich zeitnah darüber einigen, wie sie mit dem Haus umgehen wollen, um es finanziell untereinander aufzuteilen. Soll wegen der Trennung ein Hausverkauf stattfinden? Oder soll man das Haus doch erhalten und weiternutzen? Soll einer der beiden Partner das Haus übernehmen und den anderen ausbezahlen?

In dieser schwierigen Phase kann man Anwälte und Makler hinzuziehen, sich über rechtliche und wirtschaftliche Aspekte rund um den Hausverkauf wegen der Trennung beraten lassen und eine einvernehmliche Lösung erarbeiten.

1.2. Kredit für das Haus auch nach der Trennung bedienen

Viele Paare nehmen hohe Kredite auf, um den Hauskauf finanzieren zu können. Wenn es dann zu einer Scheidung kommt, ist die Immobilie oft noch gar nicht abbezahlt. Die Verpflichtungen gegenüber der Bank bleiben selbstverständlich auch nach der Trennung bestehen. Die Partner müssen auf jeden Fall sicherstellen, dass die Kreditraten pünktlich weitergezahlt werden. Andernfalls kann die Bank die offene Summe auch auf einmal zurückfordern und sogar eine Zwangsversteigerung des Hauses in die Wege leiten. Bei einer Zwangsversteigerung werden Immobilien jedoch weit unter dem möglichen Marktpreis verkauft und es drohen hohe finanzielle Verluste.

2. Was spricht für den Hausverkauf wegen der Trennung?

Die meisten Paare entscheiden sich wegen einer Trennung für den Hauserkauf und nicht für den Erhalt der Immobilie. Mehrere Gründe sprechen dafür:

  • Finanzielle Gründe: Nach der Trennung wird das gemeinsame Einkommen auf zwei Haushalte verteilt. Gleichzeitig erhöhen sich die Gesamtkosten durch die doppelte Haushaltsführung. In der neuen finanziellen Situation ist es für einen Partner oft nicht mehr möglich, das Haus zu halten. Daher kann ein Hausverkauf wegen der Trennung finanziell attraktiv werden.
  • Wirtschaftliche Entflechtung der Partner: Die wirtschaftliche Entflechtung der Partner nach der Trennung kann durch den Verkauf an einen Dritten erfolgen. Andernfalls müssten die Partner auch nach der Trennung weiterhin Entscheidungen, die das Haus betreffen, gemeinsam treffen.
  • Die neuen Lebensumstände: Oft passt das ehemals gemeinsame Haus nicht mehr zu der neuen Lebenssituation der Partner, weil es für den Einzelnen zu groß ist oder weil sie einen Neuanfang in einer anderen Umgebung anstreben.

3. Welche Alternativen zum Hausverkauf gibt es?

Der Hausverkauf wegen der Trennung ist nicht der einzige Weg, mit man das Eigentum finanziell untereinander aufteilen kann. Es gibt auch Alternativen:

  • Vermieten an Dritte: Ein geschiedenes Ehepaar kann das gemeinsame Haus behalten und vermieten. In diesem Fall teilen sich die beiden Partner sowohl die Mieteinnahmen als auch die Kosten rund um das Haus. Dieser Weg ist vor allem dann sinnvoll, wenn bei einem schnellen Hausverkauf wegen der Trennung der angestrebte Preis nicht erzielt werden kann.
  • Übernahme des Hauses durch einen der beiden Partner: Ein Partner kann die Immobilie übernehmen und weiter nutzen. Gleichzeitig muss er auch die gesamten eventuell noch vorhandenen Belastungen auf sich nehmen und den ausgezogenen Partner ausbezahlen.
  • Räumliche Aufteilung der Immobilie: Ein Haus, das aus mehreren Wohneinheiten besteht (z. B. ein Mehrfamilienhaus) kann unter den Partnern aufgeteilt werden.
  • Versteigerung der Immobilie: Falls eine Einigung der Partner nicht möglich ist, können sie beim zuständigen Amtsgericht einen Antrag stellen, dass das Haus durch das Vollstreckungsgericht öffentlich versteigert wird. Die öffentliche Versteigerung ist aber oft mit finanziellen Nachteilen verbunden, weil der Verkaufspreis meist deutlich unter dem realen Marktwert liegt. Der eigenhändige Hausverkauf wegen der Trennung ist finanziell daher wesentlich attraktiver als die Versteigerung.
  • Übertragung des Hauses auf gemeinsame Kinder: Diese Lösung ist sinnvoll, wenn die Partner einen Hausverkauf wegen der Trennung nicht anstreben sondern möchten, dass das Haus aufgrund seines besonderen Werts in der Familie bleibt.

4. Den Hausverkauf clever abwickeln – was gilt es zu beachten

4.1. Wann ist der richtige Zeitpunkt für den Hausverkauf wegen der Trennung?

Sobald das Trennungsjahr vorbei ist, hat jeder Ehepartner das Recht, den Verkauf des Hauses zu verlangen. Wenn sich der andere Lebenspartner dieser Forderung verweigert, kann seine Zustimmung eingeklagt werden. Doch man muss mit dem Hausverkauf nicht unbedingt warten, bis die Scheidung eingereicht wurde. In manchen Fällen kann der Hausverkauf auch vor Ablauf des Trennungsjahres sinnvoll sein. Ein kompetenter Makler kann eine Empfehlung über den passenden Zeitpunkt zum Hausverkauf abgeben, weil er den Markt gut kennt.

4.2. Was passiert beim Verkauf und wie kann uns ein Makler helfen?

Nach dem Verkauf der Immobilie werden die auf dem Haus eventuell noch lastenden Kredite aus dem Verkaufserlös zurückgeführt. Eventuell muss man an die Bank eine Vorfälligkeitsentschädigung zahlen. Die Vorfälligkeitsentschädigung muss dann entrichtet werden, wenn das Hauskredit frühzeitig getilgt wird. Wenn der Hausverkauf wegen einer Trennung erfolgt ist, wird der restliche Erlös zwischen den Partnern je nach Höhe der jeweiligen Eigentumsanteile am Haus aufgeteilt.

Ein Makler kann die Partner unterstützen und dazu beitragen, dass das Haus zum bestmöglichen Marktpreis veräußert wird. Er hilft bei der Zusammenstellung der Unterlagen für den Verkauf, schätzt den Wert des Hauses, gibt Empfehlungen ab, wie man einen höheren Preis erzielen kann, und präsentiert das Haus potentiellen Interessenten.


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