Rechtsprechungsänderung zur Betriebskostenabrechnung

19.06.18 • Lesezeit: 1:00 Minuten

Sofern Betriebskosten nach gesetzlichen Vorgaben ganz oder teilweise nach Wohnflächenanteilen umgelegt werden, ist für die Abrechnung grundsätzlich der jeweilige Anteil der tatsächlichen Wohnfläche der betroffenen Wohnung an der Gesamtwohnfläche maßgebend. Das entschied am 30. Mai 2018 der Bundesgerichtshof (Az.: VIII ZR 220/17) und änderte damit seine bisherige Rechtsprechung.

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Aktuelles aus dem Immobilienrecht: Rechtsprechungsänderung zur Betriebskostenabrechnung

Sofern Betriebskosten nach gesetzlichen Vorgaben ganz oder teilweise nach Wohnflächenanteilen umgelegt werden, ist für die Abrechnung grundsätzlich der jeweilige Anteil der tatsächlichen Wohnfläche der betroffenen Wohnung an der Gesamtwohnfläche maßgebend. Das entschied am 30. Mai 2018 der Bundesgerichtshof (Az.: VIII ZR 220/17) und änderte damit seine bisherige Rechtsprechung. Nach einem früheren BGH-Urteil, dem Instanzgerichte über zehn Jahre folgten, waren Abweichungen zwischen der tatsächlichen und der vereinbarten Wohnfläche von bis zu 10 % unbeachtlich.

Mieter und Vermieter sollten nun überprüfen, ob die Betriebskostenabrechnungen bislang anhand der vertraglich vereinbarten Wohnflächen erfolgt sind. Weicht die tatsächliche Wohnfläche von der Angabe im Mietvertrag ab, muss die Verteilung der Betriebskosten geändert werden, auch wenn die Abweichung geringfügig ist. Je nachdem, ob die tatsächliche oder die vertraglich angegebene Wohnfläche größer ist, kann die Änderung für den Vermieter oder für den Mieter günstig sein.

Weitere Informationen für Mieter zur Betriebskostenabrechnung finden Sie ebenfalls in unserem Ratgeber.
Lesen Sie auch unsere Tipps für Vermieter zur Betriebskostenabrechnung.


Bildquelle: McMakler


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